Weiter geht es im dritten und letzten Teil zum Test der Brother Celeste CX1e Stickmaschine.
Schließt man ein Abo zur Artspira App ab, wird die Auswahl an Stickmustern noch größer. Oder an ganzen Projekten inklusive Anleitung. Das wollen wir doch mal testen!
Projekt aus Artspira
Tipp: Die Pizza ist schon in der kostenfreien Version der App zu finden.
Bei der Beschreibung hätten wir uns gewünscht, dass die Fertigmaße des Projekts dabei stehen. Die Größe der Stickdatei findet man, wenn man weiter unten in der Anleitung auf den Punkt tippt, mit dem man das Design abschicken kann. Aber immerhin ist die Anleitung auf Deutsch, das bekommen andere Hersteller ja seit Jahren nicht wirklich gut gelöst.
Interessant fanden wir die AR-Darstellung. So kann man die passenden Stoffe leichter aussuchen. Das Stickmuster könnte allerdings etwas realistischer sein, da sind wir von den Vollversionen am Windows-Rechner wohl etwas verwöhnt. Hat man alle Materialien parat, schickt man das Design an die Stickmaschine.
In der Anleitung sind alle Schritte gut erklärt, was wir weniger gut finden, ist die Qualität der Digitalisierung. Bei 16.000 Stichen beträgt die Stickzeit laut Maschine 30 min, aber das Sticken dauert real noch länger (ca. 45 min), da die Maschine Fadenschnitte ja nicht mit einplant.
Die lange Stickzeit kommt von jeder Menge überflüssiger Fadenschnitte. Bei den Tomatenscheiben wird in fünf Teilen das Innere gestickt, um danach in sechs Teilen die Umrandung zu sticken. Dementsprechend sieht dann auch die Rückseite aus. Mit ein bisschen Zeit und Handarbeit in einer Sticksoftware könnte man an der Pizza noch noch so einiges optimieren.
Am Ende kommt trotzdem ein süßer Anhänger dabei raus. Das wird jetzt unser „Hangry-Orden“ und wird immer demjenigen umgehängt, der grad alles mies findet, weil nichts zum Essen im Kühlschrank ist.
Sticken mit Gütermann Glowy
Da mittlerweile endlich wieder mehr Farben des nachtleuchtenden Garns lieferbar sind, haben wir auch an unseren Katzenmotiven auf schwarzem Filz weiter gestickt.
Stickmuster: Urban Threads, Wondrous Kitty
Und nicht nachgedacht … Es wäre wohl schöner gewesen, die Farbe mit dem Auge auch mit Glowy zu sticken. Naja, nächstes Mal. Wir brauchen ja noch mehr Motive davon.
Nach ein paar Fadenrissen haben wir die normale Sticknadel gegen eine Superuniversal-Nadel getauscht, dann lief es problemlos weiter. Die Geschwindigkeit haben wir auf maximal 800 beschränkt.
Praktisch beim dicken Filz: Die CX1e hat eine integrierte Heftfunktion. Nur im Layout antippen, schon legt sie das Rechteck um die Datei.
Sticken mit Madeira Reflect
Stickmuster: Urban Threads, Floral Feline – Kitty Pair
Auch bei Madeira Reflect hat die Superuniversal-Nadel wieder gute Dienste getan. Wir haben mit Metallic in 90 gestickt, dann mit Lana-Nadeln und dananach mit einer 100er Superuniversal-Nadel. Der Filz bremst das Garn sehr, bei diesem Material haben wir oft ganz schnell Probleme. Daher perfekt zum Testen. Es ging mit allen Nadeln ganz gut, aber ab und an ist doch der Faden gerissen. Bei der 100er Superuniversal-Nadel aber am wenigsten. Geschwindigkeit haben wir auf das Minimum reduziert und die Spannung stand am Ende auf -2.
Nochmal Stickschaum-Trapunto
Da wir verschiedene Sorten Stickschaum besitzen, haben wir auch die anderen mal getestet.
Und hier hat die Brother Celeste ebenso problemlos gestickt, trotz Sprühkleber mit normaler Sticknadel.
Stickdatei: eigene
Sticken auf Furnierpapier
Stickdateien: Cyncopia, Löwe scribble, Eichhörnchen Romantik
Als Alternative zum Balsaholz haben wir uns auch mal an Furnierpapier versucht. Auch das hat prima mit der CX1e geklappt.
Um die passenden Farben auszusuchen hätten wir uns die Möglichkeit der Stellaire mit der My Design Snap App gewünscht, aber es ging auch prima ohne:
Man kann in der Maschine direkt die Hintergrundfarbe ändern und da haben wir uns ein mittleres Braun ausgesucht, um zu testen, wie der Löwe in hell oder dunkel wirken würde. Das Motiv mit dem Löwen besteht aus zwei Farben, auch wenn es nach nur einer aussieht und wir haben so den Grauton der ersten Farblage bestimmt.
Beim Positionieren auf dem A4-Bogen war der integrierte Laserpointer wieder sehr hilfreich.
Nochmal Jeans-Knopfleiste
Auch dieses Thema hatten wir schon im vorherigen Testbericht, aber diesmal haben wir uns nicht für ein integriertes Knopfloch entschieden, sondern für das Jeansknopfloch mit Cutwork aus unserem Set.
Das exakte Positionieren haben wir diesmal über die Bernina V9 gelöst:
Wir haben das Schnittmuster mit einem Handmaß fotografiert und in die Sticksoftware geladen. Dort wurden die Knopflöcher dann positioniert und wir haben die Kontur des Schnittteils nachgezeichnet.
Das Stickmuster wurde dann in die Celeste CX1e geladen.
Diese stickt erst die Kontur und dort kleben wir die Knopfleiste auf. Dann sitzen die Knopflöcher perfekt und durch die Farblage mit Cutwork werden sie auch gleich exakt aufgeschnitten.
Knopfleiste in Cardigan
Für unsere Strickjacke wollten wir dann doch wieder die integrierten Knopflöcher und auch wieder die Matrixfunktion nutzen.
Allerdings konnten wir die Knopflöcher nicht weit genug auseinanderschieben. Mehr als 8 Zentimeter geht nicht. Kurz ärgern, nachdenken – okay, wir tricksen die Celeste aus. Wir laden statt nur drei Knopflöchern einfach fünf. Die zwei, die wir nicht benötigen, stellen wir auf „No sew“ und schon stickt die CX1e unsere drei Knopflöcher.
Der Plan ist aufgegangen!
Bei der Vorstellung der CX1e wurde uns mitgeteilt, dass Brother mit der Celeste die Lücke zwischen der V3 und der XE2 schließen möchte. Größer und besser als die V3, aber nicht so teuer wie die XE2. Und das ist doch wirklich der Fall!
Mit einem Stickbereich von 24 x 36 cm ist die Celeste um einiges größer als die V3, auch das Display bietet mehr Platz. Und der Verzicht auf das Mein Designcenter und die My Design Snap App macht die Celeste um einiges günstiger als die Stellaire. Man muss sich beim Kauf allerdings bewusst sein, auf was man damit verzichtet. Das Mein Designcenter hat schon einige tolle Funktionen, für die man sonst eine Sticksoftware benötigt. Dass Brother die Hintergrundfüllmuster trotzdem in die Celeste gepackt hat, gefällt uns sehr gut, da es bei uns die meistgenutzte Funktion des Mein Designcenters ist.
Die Verbindung zur App hätten wir aber schon gerne gehabt. Aber die kann man ja bekommen, wenn man sich für die Stellaire entscheidet.
Alles andere an der Celeste ist typisch Brother: Schnell, sauber, leise, höhenverstellbarer Stickfuß, LED-Pointer, man merkt eigentlich an jeder Stickmaschine von Brother, dass sie schon viel Erfahrung mit Haushaltsstickmaschinen haben.
Wir sind uns sicher, dass die Celeste eine ebenso große Fangemeinde bekommen wird wie die V3 oder die Stellaire.

Reflektierendes Näh- und Stickgarn MADEIRA Reflect

Nachtleuchtendes Stickgarn

Sticken auf Balsaholz

Cutwork mit BROTHER Stickmaschinen

Die Brother Celeste CX1e im Test bei der Redaktion (1)

Testbericht Teil 2 zu Brother Celeste CX1e
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