Schriftzug gestickt und digital

Der Scanner der Pfaff Expression 750

Eine Stickmaschine mit Scanner? Da fragen sich viele, wozu man das braucht. Wer allerdings schon länger mit Top-Modellen stickt, fragt sich vielleicht, was daran neu sein soll. Beides wollen wir in diesem Beitrag klären.

Die Besonderheit am Scanner der Pfaff Creative Expression 750

Diese Frage ist schnell geklärt. Ein Scanner beim Sticken ist nicht neu, bei den Haushalts-Stickmaschinen findet man ihn derzeit hier:

Was ist anders bei der Expression? Der Preis! Denn so günstig war eine Näh-Stickkombination mit integriertem Scanner bis jetzt noch nie.

Sollten Sie also von dieser Technik begeistert sein, wäre die Expression 750 vielleicht die perfekte Lösung.

Allerdings bekommt man (wie so oft) ja nicht die gleiche Technik für viel weniger Geld. Die Abstriche macht man dann woanders: Die Stickfläche der 750 ist mit 360 x 200 mm kleiner als bei den oben genannten Modellen. Und mit dem Grand Dream Hoop (360 x 350 mm) kann nicht gescannt werden.

Wozu scannen, wenn man eine App-Positionierung hat?

Ein Scanner überträgt ja eigentlich auch nur ein Bild des einspannten Stoffes an den Bildschirm, wie eine App auch.

App-Positionierung gibt es bei:

Allerdings ist App-Positionierung an bestimmte Rahmen gebunden. Wir arbeiten zum Beispiel sehr gerne mit Magnetrahmen. Bis jetzt gibt es die Kombination aus Magnetrahmen und einer App aber bei keinem Hersteller.

Wie scannt man mit der Pfaff Creative Expression 750?

Laden Sie Ihr Stickmuster. Spannen Sie den Stoff ein, aber montieren Sie den Stickrahmen noch nicht. Achten Sie auf eine gute Beleuchtung. Zwar passt die Maschine die Helligkeit von selbst an (falls Sie zum Beispiel das Licht in der Expression gedimmt haben), aber je heller die Umgebung ist, desto besser wird der Scan vor allem bei dunklen Stoffen.

Hinweis: Sie können auch ohne geladenes Stickmuster scannen.

Jetzt tippen Sie unten auf „Stickrahmenoptionen“ und dort können Sie (wenn nicht schon geschehen) über das Drop-Down-Menü den Rahmen auswählen. Danach wählen Sie „Stickrahmen scannen“. Die untere Ansicht wechselt von den Farben zum Scanner und dann tippen Sie rechts auf „Stickrahmen-Scan starten“.

Sofern Sie noch nicht gestickt haben, steht der Arm des Stickmoduls noch ganz rechts und in dieser Position soll kein Rahmen montiert sein.

Sobald Sie allerdings den Scan starten, prüft die Maschine, ob ein Rahmen montiert ist und fährt den Stickarm an die passende Position, um den Stickrahmen zu montieren.

Bestätigen Sie mit OK und lassen Sie die Stickmaschine arbeiten.

Das Gittermuster auf dem weißen Stoff entsteht durch die Schatten von Maschine und Stickfuß. Daher wird auch empfohlen, den Stickfuß abzunehmen.

Hier sehen Sie einen direkten Vergleich eines Scans erst mit Stickfuß, dann ohne.

Wir finden das Muster jedoch nicht störend, das An- und Abbauen dagegen schon.

Tippen Sie unten erneut auf „Stichrahmenoptionen“, dann schließt sich das Fenster und Sie gelangen zurück in die Bearbeitungs-Oberfläche.

Jetzt können Sie Ihr Stickmuster bearbeiten, dass es zum Scan passt.

Scan mit Gitter kombinieren

Wenn der Scan nicht reicht, kann er auch mit dem Gitter kombiniert werden. Diese Funktion findet sich ebenfalls in den Stickrahmenoptionen.

Stickmuster-Farben anpassen

Wir verwenden die Scan-Funktion nicht nur zum einfachen Positionieren, sondern auch zum Anpassen der Garnfarben.

So kann man sich einfach mal anschauen, wie andere Farben auf dem gescannten Hintergrund wirken würden.

Dazu kann man dann ja auch in die vergrößerte Ansicht wechseln.

Hier haben wir zum Beispiel die Farbe am Bildschirm passend zu unserer Wunschfarbe eingestellt und bekommen so eine gute Vorschau.

Der Warnhinweis mit den Anpassungen gilt übrigens nicht für die gewählten Farben. Diese bleiben auch beim Wechsel vom Stickmodus zurück in den Bearbeitungs-Modus erhalten.

Wie genau ist ein Scan?

Um zu überprüfen, wie genau so ein integrierter Scanner arbeitet, haben wir ein Stickmuster gedruckt und gescannt. Dann haben wir das Stickmuster über dem Scan platziert und in die „Exakte Positionierung“ gewechselt.

Dabei hat sich gezeigt, dass sich das gescannte Bild immer mal verzieht. Wir vermuten, es kommt von der Bewegung des Stickrahmens. Dieser bewegt sich ja ruckartig auf und ab und die Maschine macht immer eine einzelne Aufnahme, die am Ende zusammengesetzt werden. Dabei bewegt sich auch das Papier immer ein bisschen in sich, da es ja bei uns ja nur von den Magneten gehalten wird. Die Abweichung vom Scan zur Exakten Positionierung beträgt bei uns zwischen einem und drei Millimeter. Das finden wir vollkommen okay.

Zum Vergleichen hier mal zwei Stickmuster, bei denen wir erst Bügelbilder auf Jersey aufgebracht haben. Das Motiv „Shirt“ ist im 20x26er Rahmen eingespannt, das Motiv „Artig“ mit dem 13x18er Magnetrahmen gestickt. In beiden Fällen war der Slub-Jersey mit Madeira Weblon Stable bebügelt.

Stickmuster: BlingBling, Bügelbilder (beides Mäde by Kasia)

Scannen mit Magnetrahmen

Das ist ja für uns der größte Vorteil des Scanners gegenüber einer App.

Schneller geht es eigentlich kaum noch. Stoff auflegen, Magnete aufsetzen, scannen.

Hier im 13×18 Magnetrahmen

 

Stickmuster mit den Finger per Drag&Drop an die gewünschte Stelle schieben, sticken.

Meldung beim Import per App

Wenn Sie ein Stickmuster vom mobilen Gerät per App an die Expression schicken und den Hintergrund bereits gescannt haben, erscheinen diese Meldungen:

Wählen Sie erst „Ja“ und dann „Abbrechen“. Das Stickmuster wird auch übertragen, wenn Sie den Rahmen nicht entfernen.

Scanner kalibrieren

Vor der ersten Verwendung und bei großen Abweichungen sollte der Scanner kalibriert werden. Das geht einfach über das Setup Menü.

Wählen Sie in den Einstellungen „Kamera und Laser feineinstellen“ und dann „Feinabstimmung Kamera“.

Im Anschluss befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm. Bei unseren Tests hat die automatische Feinabstimmung immer gut funktioniert. Sofern Sie beim Positionieren bei unter 3 mm Toleranz landen, sollten Sie hier keine manuellen Einstellungen vornehmen.

Die Verwendung des Scanners bei der Pfaff Creative Expression 750 finden wir einfach und überaus praktisch, ob nun zum Positionieren oder zum Anpassen der Stickmuster an den gewählten Hintergrund.

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Welches Projekt muss bei einem Nähmaschinentest unbedingt dabei sein? Klar, eine Tasche! Verschiedene Materialien, dicke und dünne stellen, da sieht man schnell, was eine Nähmaschine kann. Deshalb haben wir mit der Pfaff Expression eine Kuoria von Hansedelli genäht, aber das Sticken kam natürlich auch nicht zu kurz. Unsere Erfahrungen lest ihr jetzt hier: www.naehratgeber.de/pfaff-creative-expression-750-im-test-teil-3-103432/ und wir testen noch ein bisschen für euch weiter.
#nähmaschinentest #stickmaschinentest #pfaff #nähpark PFAFF Europa
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Welches Projekt muss bei einem Nähmaschinentest unbedingt dabei sein? Klar, eine Tasche! Verschiedene Materialien, dicke und dünne stellen, da sieht man schnell, was eine Nähmaschine kann. Deshalb haben wir mit der Pfaff Expression eine Kuoria von Hansedelli genäht, aber das Sticken kam natürlich auch nicht zu kurz. Unsere Erfahrungen lest ihr jetzt hier: https://www.naehratgeber.de/pfaff-creative-expression-750-im-test-teil-3-103432/ und wir testen noch ein bisschen für euch weiter. 
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