So einen Faden durch das Nadelöhr zu bekommen, kann ja schon bei einer Handnähnadel schwierig sein, aber die kann man wenigstens so halten, dass man was erkennen kann. Die Nadel an der Nähmaschine ist fest, also muss man sich verrenken.
Nun haben mittlerweile viele Nähmaschinen schon eine Einfädelhilfe, aber eben nicht alle und die Dinger sind auch manchmal kaputt.
Egal warum, wenn Sie Schwierigkeiten haben, den Faden durch das Nadelöhr zu bekommen, gibt es eine praktische Hilfe:
Universelle Einfädler für Nähmaschinen! Bei manchen Nähmaschinen (oder auch Overlockern, Covermaschinen) liegen sie schon bei, aber es gibt so ein Hilfsmittel auch einzeln von Prym: Einfädler für Nähmaschinen.
Wir hören jedoch immer wieder, dass diese Teile nicht funktionieren würden. Im persönlichen Gespräch zeigt sich dann meist: Es fehlt an der Übung und an der richtigen Haltung des Fadens. Deshalb zeigen wir hier Schritt für Schritt, wie diese Einfädler funktionieren.
Das sieht erst mal aufwändig aus, aber wenn Sie einmal ein Gespür dafür bekommen haben, wann man den Faden festhalten und loslassen muss, ist das Einfädeln der Nähmaschine ein Kinderspiel damit.
Bei uns liegen die Teile übrigens auch dann griffbereit an der Nähmaschine, wenn deren Einfädler funktioniert: Denn Sie dienen auch als praktischer Nadelhalter beim Austausch der Nadel.
Aber erst mal zur eigentlichen Funktion.
Einfädeln mit den universellen Nähmaschinen-Einfädler
Wichtig: Der kleine Haken am Einfädler muss immer nach oben zeigen! Warum, das sehen Sie weiter unten. Denken Sie sich einfach, der Einfädler ist ein Tier mit Horn, die zeigen ja auch immer nach oben und nicht nach unten. Dann ziehen Sie den Faden seitlich in den Schlitz.
Sollte dabei immer mehr Faden von der Garnrolle ablaufen, senken Sie den Nähfuß ab, dann ist das Garn fixiert.
Hier nochmal von der Seite und von oben. Haken ist oben, Faden läuft quer darunter durch dein Einfädler.
Halten Sie den Faden weiter fest und führen Sie den Einfädler an die Nadel. Hier kommt der Punkt, der die meisten Schwierigkeiten bereitet: Man kann jetzt den Faden nicht mehr schön quer im Schlitz halten, weil er ja von oben aus der Nähmaschine kommt. Und genau hier kommt unter anderem der Haken ins Spiel. Er fixiert den Faden rechts vor dem Schlitz, dass er nicht herausrutscht.
So geht es jetzt im oberen Bereich an die Nadel. Die V-förmige Kerbe umfasst dabei die Nadel, aber befindet sich noch nicht im Bereich des Nadelöhrs.
Fahren Sie mit leichtem Druck die Nadel entlang nach unten, bis der Einfädler nachgibt und mit Hilfe der im Inneren verdeckten Metallzunge den Faden durch das Öhr schiebt. Sobald Sie spüren, dass die Feder nachgibt, lassen Sie den Faden los.
Dann ziehen Sie den Einfädler vorsichtig und gerade zurück. Hinter dem Nadelöhr hat sich eine Schlaufe gebildet.
Die fassen Sie mit dem Haken an und ziehen so den Faden komplett durch das Nadelöhr. Fertig!
Mein Nadeleinfädler funktioniert nicht mehr!
Da die Metallzunge, die den Faden durch das Öhr schiebt, sehr dünn ist, kann diese auch mal verbiegen. Deshalb sollten Sie auch nie mit den Finger von vorne auf den Einfädler drücken.
Um sie zu überprüfen, drücken Sie das Vorderteil am Haken in den Einfädler. Ist die Metallzunge verbogen, besorgen Sie sich einen neuen Einfädler. Man kann sie mit viel Feingefühl und einer guten Feinmechanikerzange zwar auch wieder etwas richten, aber perfekt wird es nicht mehr.
Das hier ist die Draufsicht, verbogen wird die Feder quer dazu.
Für was ist das Teil an der Rückseite des Einfädlers?
Hinten am Einfädler befindet sich ein Nadelhalter für Flachkolbennadeln. Also für die meistgenutzte Art im Haushaltsbereich. Man kann die Form des Schafts einer Nähmaschinennadel ja schon erahnen.
Was ist der Unterschied zwischen den mitgelieferten Einfädlern und dem von Prym?
Neben der Farbe bietet der Einfädler von Prym noch etwas, was die meisten anderen Einfädelhilfen nicht haben:

Nähmaschine einfädeln – so geht´s!
