Was braucht ein angehender nähFan? Natürlich erst mal eine Nähmaschine. Die kann man sich von Freunden leihen, günstig kaufen oder auch mieten. Aber zusätzlich braucht man als Nähanfänger neben Stoff auch noch ein paar Hilfsmittel. Was Sie für die ersten Schritte benötigen, lesen Sie hier.
- Nähgarn
- Nadeln
- Maßband – Handmaß – Lineal
- Schere oder Rollschneider?
- Markieren
- Stecknadeln oder Klammern?
- Nahttrenner
Nähgarn
Ein gutes Nähprojekt hängt am passenden Nähgarn. Über die Qualität haben wir hier bereits geschrieben:

Nähen mit Stickgarn?
Und man kann auch mal mit anderen Garnen nähen, wie wir hier beschreiben.
Aber ein gutes Nähgarn ist der Grundstock für Ihr neues Hobby. Wir raten Nähanfängern zu schwarz, weiß, grau und beige, wobei das natürlich immer auf Ihre gewählten Stoffe ankommt.
Am besten starten Sie mit Mettler Seralon. Es bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine schöne Farbauswahl. Für den Anfang kleine Spulen, die laufen in jeder Nähmaschine gut und wenn bestimmte Farben öfter gebraucht werden, kann man auf andere Größen oder auch auf andere Marken wechseln. Man muss nicht bei einer Marke bleiben.
Nadeln
Die Universalnadel heißt nicht umsonst „Universal“-Nadel, da sie universell eingesetzt werden kann. Nähanfänger brauchen nicht gleich zehn verschiedenen Sorten.
Unser Tipp ist die Super-Universalnadel, da sie noch mehr Bereiche abdeckt:

Die Super Universal-Nadel von Schmetz
Damit sind Sie für die ersten Projekte gut versorgt und immer, wenn es mal nicht so gut klappen sollte, können Sie sich eine der spezialisierten Nadeln holen.

Welche Nadeln brauche ich wirklich für die Nähmaschine?
Maßband – Handmaß – Lineal
Je nach Nähtechnik braucht es anderes Werkzeug, so auch beim Messen und zuschneiden.
Für Bekleidungsnäher ist das Maßband unabdingbar und unser Tipp ist hier ein Rollmaßband. In der Rolle ist es sicher verwahrt und man läuft nicht Gefahr, mit Schere oder Rollschneider in die Nähe zu kommen.
Besonders praktisch:
Die meisten Maßbänder haben nur 1,50 Meter und dann muss man wieder in Etappen messen, das Jumbo Maßband hat eine Länge von 3 Metern. Zudem verfügt es über einen praktischen Aufhänger.
Wer mehr im Bereich Accessoires oder Patchwork unterwegs ist, sollte sich ein Rollschneidelineal zulegen. Diese gibt es in verschiedenen Größen, erfahrungsgemäß deckt dieses hier einen guten Bereich ab:
Egal, was man näht, ein Handmaß kann man für jedes Projekt gebrauchen. Ob zum Abmessen von Nahtzugaben, Abständen oder Säumen. Unser Tipp für Nähanfänger ist hier das Bügel-Handmaß von Prym, da man damit den benötigten Wert nicht nur messen, sondern bei Bedarf auch gleich umbügeln kann.
Schere oder Rollschneider?
Ein beliebtes Beispiel für „This oder that?“, aber schwierig zu entscheiden. In den meisten Fällen besitzt man irgendwann beides, aber für den Start ist die Schere eindeutig wichtiger. Sie ist einfach vielseitiger als ein Rollschneider.
Auch wenn man hier je nach Technik wieder viele verschiedene Scheren brauchen kann, gibt es eine klare Empfehlung für den Anfang:
Markieren
Wo muss die Naht hin? Das hat früher Schneiderkreide angezeigt und tut sie auch heute noch. Mit einer klassischen Schneiderkreide sind Nähanfänger gut versorgt, sie ist vielseitig einsetzbar und fast überall spurlos wieder zu entfernen.
Einzig auf sehr hellen Stoffen ist die weiße Schneiderkreide nicht optimal. Für den Fall kann man sich dann in unserer Kategorie „Markieren“ mal umschauen.
Stecknadeln oder Klammern?
Auch hier gibt es, wie bei Schere und Rollschneider meist zwei Lager von Nutzern. Schlussendlich ist es auch hier so, dass man irgendwann beides benutzt. Für die ersten Nähte raten wir allerdings zu Stecknadeln, weil sie die Stofflagen sicher miteinander verbinden und bei vielen Nähprojekten eingesetzt werden können.
Nahttrenner
Man will sie ja nicht brauchen, aber nur wer gar nicht näht, näht nicht falsch. Oder auch: Wer nicht trennt, hat nicht genäht.
Wenn eine Naht mal geöffnet werden muss (oder auch ein Knopfloch), hilft der Nahttrenner oder Pfeiltrenner. Ehe Sie sich einen kaufen, werfen Sie mal einen Blick in das Zubehör Ihrer Nähmaschine, oft liegt schon einer bei. Falls nicht, ist unser Tipp der Seamfix vom Madeira oder der Grip Fit Nahttrenner von Clover, da beide über einen „Radierer“ für die kleinen Fadenreste verfügen.
Das sind die wichtigsten Utensilien, die man für die ersten Nähte braucht. Wir wünschen viel Spaß beim Nähen mit unseren Nähmaschinen und den weiteren Produkten. Nähanleitungen und andere Informationen finden Sie hier auf dem nähRatgeber, hier ein kleiner Auszug für den Start:

Nähmaschine für Anfänger – welche soll ich kaufen?

BROTHER Innov-is F400 Testbericht



