Stickmuster schnell und einfach vervielfältigen, das ging schon mit der Randfunktion bei Brother. Diese wurde mittlerweile verbessert und durch die Matrixfunktion ergänzt. Mit einem Fingertipp ist der Rahmen komplett mit dem Stickmuster ausgefüllt. Das ist aber nicht nur für das wiederholte Sticken des gleichen Stickmusters praktisch, damit kann man auch tolle Füllmuster erstellen. Wir erklären Ihnen beides in diesem Beitrag.
Der Begriff Matrixfunktion ist angelehnt an die Matrix in der Mathematik, bei der mit Hilfe von Zeilen und Spalten Zusammenhänge, in denen Linearkombinationen eine Rolle spielen, übersichtlich dargestellt werden.
Sie können ein Stickmuster mehrfach sticken, wie hier unsere Katzen. Wir haben uns die Arbeit wieder etwas erschwert, da wir die Farben zwischendurch geändert haben. Trotzdem ging es mit der Matrixfunktion schneller, als jedes Motiv einzeln zu sticken, auch im großen Rahmen.
Den Mugrug haben wir ganz ohne Stickmuster gefertigt. Er besteht nur aus einer Reihenfolge mit der Matrixfunktion und einem integrierten Rahmen aus der Celeste CX1e.
Welche Modelle haben die Matrixfunktion?
Wir zeigen die Technik an der CX1e, der Ablauf ist an den anderen Modellen aber gleich:
Ein Stickmuster mehrfach sticken
Hier sehen Sie die Schlüsselanhänger, die wir damals mit der Stellaire XE1 noch ohne Matrixfunkion gestickt haben. Mit der Randfunktion ging das auch, es dauert halt länger. Derzeit müssen Nutzer der EV1 die Vervielfältigung auf diese Weise vornehmen, sie verfügt nicht über die Matrixfunktion.
Wenn Sie oft wiederholt identische Stickmuster sticken, wird die Matrixfunkion Sie begeistern.
Sie laden Ihr Motiv und wählen dann im Editier-Modus rechts das markierte Symbol. Wie sie im Vergleich zum oberen Bild sehen können, gibt es bei den neueren Modellen einen Button mehr, das ist die Matrixfunktion.
Sobald Sie das Symbol antippen, füllt die Stickmaschine den zuletzt genutzten Stickrahmen mit dem Stickmuster. Mit den Pfeilen können Sie durch die verschiedenen Rahmengrößen blättern.
Mit den Pfeilen unten können Sie die Abstände verändern. Für unsere Applikationsdatei brauchen wir etwas Raum zwischen den Motiven. Reicht der Platz dann nicht mehr, rechnet die Maschine selbstständig eine neue Anordnung aus. Wenn die Abstände und der Rahmen passen, bestätigen Sie mit „Einstellen“. Diese Stickmuster werden automatisch gruppiert. Nehmen Sie jetzt noch Änderungen an der Farbe vor, wirken Sie sich auf jedes einzelne Muster aus.
Stickdatei: Urban Threads Sleepy Kitty Ornament
Möchten Sie jede Sequenz auf einmal gestickt haben, müssen Sie noch ins Layout wechseln und dort die Farbsortierung anwählen.
Und bei den Pfoten angekommen, konnten wir die Maschine auch einfach wieder sticken lassen.
Eigene Füllmuster erstellen
Die Hintergrundfüllmuster in den oben genannten Brother-Stickmaschinen sind ja schon eine tolle Möglichkeit, eigene „Stoffe“ zu kreieren. Noch individueller wird es mit der Matrixfunktion und den enthaltenen Nähstichen. Diese sind auch in der CX1e enthalten, üblicherweise findet man bei anderen Herstellern Nähstiche in der Stickfunktion sonst nur bei Kombimodellen.
Öffnen Sie das Menü für die Nähstiche und Knopflöcher und gehen Sie dort in den Ordner der Nähstiche.
Wir entscheiden uns für diesen Stich und laden ihn über „Einstellen“. Dann geht es ins „Editieren“.
Und hier, wie vorhin auch schon, die Randfunktion öffnen und auf Matrix tippen.
Und auch hier startet die Maschine wieder mit dem zuletzt benutzten Stickrahmen. Je kleiner das Muster, desto länger braucht sie, aber man kann auch noch während des Ladens zum nächsten Rahmen weiterblättern.
Rechts oben wird Ihnen angezeigt, wie oft das Muster wiederholt wird. Wir lockern die Abstände seitlich etwas auf.
Hinweise:
- Wenn Sie in die Höhe verstellen, trennt sich das Muster. Die Stiche werden nicht langgezogen. Auch wenn es so aussieht, es entsteht kein verbundenes Muster.
- Sie müssen nicht den Rahmen verwenden, den Sie für das Muster gewählt haben. Man kann also später noch Muster hinzufügen oder für das Erstellen des Musters einen Rahmen verwenden, den man gar nicht hat.
Sind die Einstellungen abgeschlossen, über „Einstellen“ bestätigen.
Stickmuster hinzufügen
Wir fügen noch einen der integrierten Rahmen hinzu.
Wir ändern die Farbe, es wird ja immer in schwarz geladen. So kann man aber wenig erkennen. Dann passen wir die Größe unserem Muster an. Hierbei stellen wir fest, dass der Musterfüllstich nicht quadratisch wurde, was an den Maßen des Rapports liegt. Wir lassen daher den Rahmen an den Seiten unterschiedlich überlappen und auch der Rahmen ist am Ende nicht mehr absolut quadratisch.
Die Stickmaschine stickt auch jeden Rapport einzeln. Das heißt auch, dass sie nach jeden Rapport schneidet. Das Schneiden abzustellen bringt nichts, denn dann hat man einen Spannfaden vom Ende des Nähstichs unten bis zum Anfang am nächsten oben.
Das hat auch zur Folge, dass die angegebene Stickzeit nicht wirklich stimmt. Denn die Stickmaschine berechnet nur die reine Stickzeit, Fadenschnitte werden nicht mitgerechnet. Und das dauert bei Brother ja immer etwas.
Aber die Stickmaschine stickt ja alleine, also lassen wir sie mal arbeiten.
Wir sticken auf Madeira Super Film, das lässt sich nach dem Sticken gut auch zwischen den beiden Lagen abreißen. Bei normalem Reißvlies kommt es ja schnell mal vor, dass am Ende kleine Reste stehen bleiben und grad bei dunklem Stoff sieht man die schnell. Dann noch die Kanten mit dem Rollschneider knapp zurückschneiden, fertig ist der Untersetzer.
Wir haben mit Mettler Silk Finish Cotton Multicolor gestickt.
Die Matrixfunktion ermöglicht also nicht nur das effektive Sticken eines wiederholten Stickmusters, sondern bietet eine weitere Auswahl an Musterfüllstichen zusätzlich zu den integrierten Hintergründen.
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