Testbericht Janome Cover

Katja: Die JANOME Cover Pro 3000P im Test

Hallo, ich bin Katja und seit einigen Wochen im Besitz der Janome Cover 3000 Pro.
Ich habe die Ankündigung zur Maschine Ende Juni entdeckt, als ich nur mal aus reiner Neugierde im Nähpark-Shop stöberte.

Beim Lesen der Beschreibung zur Maschine hatte ich das Gefühl, dass da jemand meine geheimsten Wünsche (in Sachen Covern 😉) erkannt und daraufhin die Maschine gebaut hatte.

Allein den Deckstich find ich wunderschön. Dazu noch der große Durchlass, der Nadeleinfädler, das tolle Lichtsystem, die versprochene Laufruhe, sowie ausreichend Platz unterm Nähfüßchen.

Für mich war sofort klar: Wenn die Maschine alles hält, was die Ankündigung verspricht, dann ist das MEINE Maschine!

Und wenn nicht? Nun ja, eigentlich hatte ich nichts zu verlieren.
Ich war glücklicherweise bereits im Besitz einer gut funktionierenden Cover-Stitch (BLCS) und wäre dann eben einfach beim „Altbewährtem“ geblieben.

Da ich meine Maschine aufgrund der frühzeitigen Bestellung mit dem ersten Auslieferungsturnus erhielt, ist diese nun inzwischen fast 3 Monate bei mir.

Und was soll ich sagen: Ich möchte sie auf keinen Fall mehr hergeben.

Hier seht ihr die Maschine kurz nach dem Einzug auf ihrem Platz.
Die Maschine machte sofort einen wertigen und robusten Eindruck auf mich. Von der festen Staubschutzhülle war ich ebenso angetan.

Nach den ersten kurzen Versuchen auf „Probelappen“, mit denen ich mich aber nicht lange aufhalten brauchte, ging es gleich ans Werk.

Hier habe ich den Deckstich für ein Kleid fürs Kind angewendet.
In den Nadeln und im Untergreifer habe ich Madeira Aerolock verwendet und für den Deckstich Isacord 40. Material: Jersey

Zu einem Komplettbild vom Kleid kam es nicht, da das Kleid viel zu schnell am Kind war.

Als nächstes gab es einen Raglan-Kinderpulli.

Ich brauche wahrscheinlich nicht erwähnen, dass ich erstmal zahlreiche Nähprojekte mit dem Deckstich versehen habe.
Auch wenn mit „Covern von links“ ein ähnlicher Effekt erzielt werden kann, ich finde es mit dem Deckstich doch irgendwie einfacher … und schöner.

Ganz ohne Schwierigkeiten ging der Wechsel zur Janome allerdings doch nicht von statten.

Diese waren allerding nicht in der Zuverlässigkeit der Maschine begründet, sondern im Unterschied der „Anatomie“ der Janome im Vergleich zu meiner BLCS. Die Janome bietet weniger Auflagefläche vor dem Nähfuß.
Das bedeutete, dass ich mich beim Führen des Nähgutes umstellen musste und zum Anfang – besonders in den Saumnähten – den ein oder anderen „Schlenker“ hatte.

Mit etwas Übung plus dem Anschiebetisch von Janome ist dieses Problem inzwischen Geschichte und meine Nähte sind wieder, wie sie sein sollen.

Weiterhin musste ich mit Erstaunen feststellen, dass auf der Janome keine Abstandsmaße sind, an denen ich mich bis dato gern orientiert hatte.
Hier hatte ich glücklicherweise die universell einsatzbare Saumhilfe von Schnittenliebe griffbereit.

Natürlich konnte ich es mir auch nicht verkneifen, mal ein No-Name-Garn zu testen.
Inzwischen verwende ich überwiegend Markengarn für meine Maschine.
Zum Covern sehr gern Madeira Aerolock und Aeroflock, Gütermann Bulkylock sowie für den Greifer und den Deckstich diverse Stickgarne.

Hier hatte ich aber noch ein Multicolorgarn in meinen Beständen, welches ich doch gern mal verarbeiten wollte. Wie ich finde, perfekt um mit dem Deckstich einen Kontrast zu setzen.

Und möglicherweise auch interessant zu wissen, dass die Maschine keine Diva ist.
Nach der Anschaffung so einer Maschine, ist ja mitunter das Budget fürs Hobby auch erstmal aufgebraucht.

Eine weitere für mich wichtige „Prüfung“ war das Covern von dickerem Material.

Hier habe ich die Taschen einer Hose gecovert. Im Greifer für den Deckstich mal wieder Madeira Aerolock. Bei dem Stoff handelt es sich um einen sehr dicken kuscheligen Sweat.

Und weil es natürlich sonst zu einfach gewesen wäre, gab es nebenbei auch noch eine komplette Premiere.
Bisher hatte sich für mich noch nie die Notwendigkeit ergeben, Ecken zu covern.
Das funktionierte aber erstaunlich gut. Ich bin jedenfalls mit so einem Ergebnis für eine Premiere sehr zufrieden.

Wer jetzt meint, an der linken Tasche einen Fehlstich erkennen, liegt falsch.
Das ist die Tasche, die ich zuerst gecovert habe, bei der zweiten lief es dann noch besser.

An der Rückseite der Naht gibt’s auch nichts auszusetzen.

Als Abschluss zeige ich hier noch eines meiner letzten Projekte – farblich passend zur Maschine.

Ich habe mir hier vor wenigen Tagen aus dünnem Strickstoff mit Glitzerfäden einen Pulli nach dem Schnittmuster „Amy“ von Pattydoo genäht. Bis jetzt eines der wenigen Stücke ohne Deckstich.

Beim Nähen dieses Shirts wurde mir bewusst, dass die Janome Cover und ich inzwischen ein super Team sind. Ich hatte in den ganzen Wochen nicht ein einziges Mal das Bedürfnis, irgendeinen Vorgang doch lieber mit der Babylock BLCS nähen zu wollen.

Was ich in der ganzen Berichterstattung noch nicht erwähnt habe, aber ebenfalls ganz klasse finde,
ist die Deckstichvorrichtung, welche bei Nichtgebrauch in der Maschine verschwindet.
Hier muss nichts abgebaut oder drangebaut werden. Das erspart Fummeln und Suchen.

Ich bin jedenfalls glücklich mit der Maschine und kann sie uneingeschränkt empfehlen.
Für mich ist sie meine persönliche „Eierlegende Wollmilchsau“.

Liebe Grüße

Katja

P.S.: Ich bin bisher noch nicht dazu gekommen, mit der Maschine das Einfassen zu probieren.
Sobald ich dazu Gelegenheit hatte, werde ich gern berichten.

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