Beide neuen Modelle wurden beworben mit dem großen 8 Zoll Display, mit der CREATIVATE™ Konnektivität, dem automatischen Nadeleinfädler, dem verbesserten Stitch Creator bei der 725 und der deutlich erweiterten Näh- und Zierstichbibliothek.
Aber eins nach dem anderen.
Sind das wirklich alle Neuerungen bzw. Verbesserungen, oder gibt es noch mehr?
Lohnt sich da ein Upgrade überhaupt? Kann ich das Zubehör der 710 / 720 noch nutzen an der 715 oder der 725? Ist die Maschine stärker & größer?
Ich beantworte hier alle Fragen, kann aber vorweg nehmen – ein Upgrade lohnt sich AUF ALLE Fälle.
Touchscreen
Als ich die Pfaff QE 725 auspackte, fiel mein Blick auf das wirklich große Display. Vorher 3,5 Zoll groß, ist es nun gewachsen auf satte 8 Zoll.
Zudem kann man individuelle Farbeinstellungen vornehmen und auch die Tastentonlautstärke ändern. Allein das hat mich an der 720 schon ein bisschen genervt, denn dort war keine individuelle Displayeinstellung möglich.
Das Einrichten der Pfaff QE 725 fiel mir extrem leicht. Die Maschine ist total intuitiv zu bedienen und das ganze dauerte, mit WLAN und Creativate-Verbindung herstellen, höchstens 10 Minuten.
Die Display – und Tastenbedienung ist bei der 715 und 725 gewechselt zu einem kapazitivem Display. Das bedeutet, die Bedienung ist ähnlich wie die bei einem Tablet oder Smartphone. Das Display reagiert auf antippen mit dem Finger, oder einem speziellen Display-Touch-Pen.
Die Tasten an der 710 und 720 sind resistiv und erfordern einen festen Druck mit Finger, Fingernagel oder dem Pfaff Stylus Stift.
Für mich persönlich ist die jetzige Bedienung der Funktionstasten angenehmer und es geht deutlich leichter. Zudem wurden die Tasten neu angeordnet auf der Hochglanzfront.
Rechts an der Maschine findet man dann natürlich noch die Anschlüsse für Strom und das Fußpedal, welches nun eine Abdeckung unten drunter hat, sodass sich das Kabel nicht verheddern kann und das Kabel an sich ist nun ausgestattet mit einer Aufrollautomatik, was ich sehr praktisch finde.
Vorher war das Kabel nur lose im Pedal verstaut, es gab keine Abdeckung und keine Befestigungsmöglichkeit und so ist das Kabel immer raus gefallen.
Der Sensormatic – Knopflochfuß hat nun neuerdings auch einen USB Anschluss, was ich persönlich richtig gut finde, weil es mit dem Klinkenstecker an der 710 & 720 immer mal Probleme gab, wenn dieser nicht fest genug eingesteckt wurde. Das kann nun quasi nicht mehr passieren und ist daher eine tolle Neuerung. Der USB Anschluss für den Knopfflochfuß befindet sich an der Maschinen hinten links.
Es gibt nun auch einen separaten Garnrollenhalter nur für den Spulvorgang. Man kann also auch mal eine Spule aufspulen, während das normale Nähgarn auf dem anderen Garnrollenhalter verbleibt. Insgesamt gibt es 3 Garnrollenhalter oben an der Maschine.
Ebenso wurde ein separater Fadenweg hinzugefügt, falls man durch die Nadel aufspulen möchte. Zwar kann man auch mit anderen Pfaffmaschinen durch die Nadel spulen, allerdings wurde dieses Gimmik mit dem separaten Fadenweg, was es auch schonmal an älteren Pfaffmaschinen gab, bei neuen Pfaffmodellen wieder aufgegriffen und ist wirklich sehr praktisch, weil man den Faden komplett eingefädelt lassen kann. Nun also auch so zu finden an den neuen Expression-Modellen.
Links an der Maschine ist der Hebel für den automatischen Nadeleinfädler. Dieser funktioniert auch zuverlässig und ist leichtgängig. Zugegeben – ich brauchte zwei oder drei Einfädelversuche, weil ich mich nicht richtig getraut habe, aber wenn man es mal raus hat, stellt man sehr schnell fest, dass der automatische Einfädler eine Erleichterung ist.
Zudem haben beide Maschinen noch mehr Nähtechniken dazu bekommen:
Bei der 715 ist die prägnanteste Änderung, dass sie nun im Vergleich zur vorherigen 710 auch einen Quertransport hat und Maxistiche nähen kann.
Weitere Nähtechniken, die neu dazu gekommen sind und/oder stark erweitert wurden, sind die Ziergleitstiche, Spitzenkantenstiche, Strahlenzierstiche, Bänderstiche und auch die Nähschriften wurden erweitert.
Insgesamt wurden die Näh-und Zierstiche inkl. Nähtechniken stark erweitert.
Bei der 715 gibt es nun ca. 600 Möglichkeiten, bei der 710 vorher ca. 250.
Bei der 725 gibt es nun knapp 740 Nähfunktionen, vorher an der 720 ca. 600.
Was natürlich nicht vergessen werden darf, ist die neue Laserlinienführung bei der 725. Das gab es vorher ebenfalls gar nicht.
Der Laser kann in seiner Intensität verändert werden, ebenso kann die LED Beleuchtungsintensität angepasst werden, wenn der Laser beispielsweise auf dunklen Stoffen nicht gut zu sehen ist.
Neu ist auch die Füßchenerkennung per Kamera mit AI Unterstützung. Dies finden wir bei der 725 und funktioniert auch sehr zuverlässig und super schnell ( dauert höchstens 2 Sekunden ) . Die 715 hat diese Funktion nicht, die 710 und 720 hatten diese Funktion ebenfalls nicht.
Ein Modul, welches an der 720 gar nicht gut zu bedienen war, war der Stitch Creator. Die 710 hatte diesen nicht und die 715 hat den Stitch Creator auch nicht.
Aber an der 725 macht das zum ersten mal richtig Spaß, weil die Bedienung am großen Display viel besser funktioniert. Der Stitch Creator an sich wurde auch verbessert und wird auf jeden Fall noch ausgiebig von mir getestet und ein Beitrag hierzu wird folgen.
Wenn ich also zurück schaue, auf die am Anfang gestellten Fragen, kann ich sagen :
JA; der Umstieg – ein Upgrade lohnt sich auf jeden Fall. Die 725 hat mich von Anfang an begeistert, allein schon wegen der total einfachen Bedienung und dem großen Display, das wirklich sehr übersichtlich ist.
Alle anderen Neuerungen / Verbesserungen bieten einen extremen Mehrwert und nun bleiben noch folgende Fragen zu beantworten:
Kann ich das Zubehör der 710/720 noch nutzen an der 715 oder der 725 ?
Ja, das geht definitiv. Alle 4 Maschinen sind aus der Maschinengruppe J.
Das heißt, es muss kein Zubehör neu gekauft werden, selbst die Spulen sind an allen 4 Maschinen gleich nutzbar.
Einzig der Anschiebetisch (bei Beitragserstellung noch nicht auf dem Markt) passt nicht von der 720 an die 725 (oder von der 710 an die 715), weil der Freiarm einen Unterschied hat von ca. 1,5cm.
Ist die Maschine stärker & größer ?
Die Pfaff 710 und 720 haben folgende Maße & Gewicht:
Länge: 50,5 cm
Tiefe : 22 cm
Höhe : 30 cm
Gewicht: 11 kg
Stoffdurchgangsraum ca. 25 cm x 10,5 cm
Die neue 715 und 725 haben folgende Maße und Gewicht:
Länge: 57 cm
Tiefe: 22 cm
Höhe: 31 cm
Gewicht : 11,5 kg
Stoffdurchgangsraum ca. 25,0 cm / H: 10,5 cm
Beide Maschinen ( 715 & 725 ) haben eine Leistung von 90 Watt, wie auch schon die beiden Vorgänger 710 & 720. Allerdings ist der Unterschied in der Durchstichskraft deutlich zu spüren.
Die 710 und 720 hatten 95 Newton, das bedeutet, die Nadel wird mit einer Kraft von 9,5 Kg durch den Stoff geschoben, wenn der Durchstichskraftverstärker einsetzt. Bei der 715 & 725 sind es nun 110 Newton und somit 11 Kilo Kraft, die dauerhaft angewendet werden, das bedeutet eine Kraftsteigerung von 16%, was deutlich zu spüren ist bei dickeren Stoffen, oder auch vielen Lagen übereinander.
Mein Fazit
Ich werde die Pfaff 720 selbstverständlich behalten, kann die neue Pfaff Quilt Expression 725 aber uneingeschränkt empfehlen. Diese Maschine macht einfach Spaß vom ersten Moment an und bietet soviel mehr Möglichkeiten.
Ich werde diese tolle Maschine noch auf Herz und Nieren testen, vor allen Dingen die Techniken, die nun neu und in größerem Umfang vorhanden sind und das nächste Projekt wird der Stitch Creator und auch die Nutzung von selbsterstellten Stichen sein. Seid gespannt und bleibt kreativ.
Mareike näht selbst auf einer Pfaff Quilt Expression 720 und testet derzeit für uns die Expression 725.
Wenn Sie noch mehr von Mareike und den Expression Modellen lesen möchten, schauen Sie bei ihr auf Facebook vorbei:
Pfaff Quilt Expression 710-715-720-725 Hilfe und Austausch (Facebook-Gruppe)

Die neuen Expression-Modelle von Pfaff

Unikati: PFAFF quilt Expression 720
PFAFF Icon: Der Stitch Creator

Unikati: PFAFF quilt Expression 720
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