Genähte Ösen mit Kordeln

Minnai_DIY: Ösen nähen

Ösen können sowohl funktionale als auch dekorative Elemente sein, aber häufig ist die Angst zu groß, dass man die Standard Ösen schief einschlägt oder sie ausreißen.

Vor allem bei elastischen Materialien (auch Gewebe mit Querelastizität) neigen Ösen dazu, sich schneller zu lösen. Hier hilft eine gute Verstärkung des entsprechenden Bereichs sowie der gleichmäßige Druck beim Pressen, der durch Zange oder dem Vario Tool leichter beeinflusst werden kann.

Alle Tipps findet ihr in den Blogbeiträgen:

Es gibt viele weitere tolle Techniken, mit denen man die Angst vor den Ösen leicht umgehen kann.

Ösen in SnapPap oder auf Kunstleder

Diese kannst du sowohl kaufen, als auch ganz leicht selber machen. Hierbei ist die Öse sicher und fest auf dem Stück SnapPap/Kunstleder befestigt und es wird dann, wie ein Label, nur aufgesteppt.

Anschließend machst du ein Loch in Größe der Öse in deinen Oberstoff.

Wichtig ist hierbei, dass es kein fransender Stoff sein darf, aber sowohl Jersey als auch Sweat eignen sich wunderbar.

Bei dieser Variante kann es sein, dass sich dein Oberstoff mit der Kordel etwas durch die Öse zieht, vor allem wenn das Loch zu klein ist.

Weiterhin ist das Loch bei einer einlagigen Verarbeitung sichtbar, daher eignet es sich besonders für Wickelkragen und Kapuzen.

Knopflöcher

Die für mich einfachste Art der Verarbeitung sind Knopflöcher.

Bei elastischen Materialien lohnt sich eine leichte Verstärkung durch eine Vlieseinlage auf der linken Seite, welche nach dem Nähen des Knopflochs zurückgeschnitten werden kann.

Bei meiner Juki HZL-DX7 entstehen schöne Knopflöcher dank der Führungsschiene.

Hier eignet sich das ovale Knopfloch, welches du an den Durchmesser deiner Kordel anpassen kannst. So sind sowohl Rund- als auch Flachkordeln verwendbar.

Ich habe hier die kleinste Variante gewählt in dem ich keinen Knopfabstand auf der Führungsschiene angegeben habe.

Viele Maschinen haben auch ein rundes bzw. Ösen Knopfloch, welches eine schöne runde Silhouette näht. Ich habe bei meiner zwei Varianten, die für kleine Ösen ausreichend sind.

Bei einer sehr flachen Silhouette kann man auch zweimal die Öse nähen.

Nun kann die Vlieseinlage zurückgeschnitten und das Loch in der richtigen Größe gestanzt werden.

Bei Verwendung eines Stickvlies statt einer Vlieseinlage, kann diese dann ausgerissen oder ausgewaschen werden, sodass sowohl die rechte als auch linke Seite schön anzusehen ist.

Verstürzte Ösen

Eine weitere schöne Variante sind verstürzte Ösen, die eine saubere und langlebige Verarbeitung bieten. Hierzu findest du hier die Blog Beiträge:

Gestickte Ösen

Es gibt zauberhafte gestickte Knopflöcher, die zugleich dekorativ und praktisch sind. Hier hast du die Variante die Ösen direkt auf den Stoff zu sticken oder auf Snappap bzw. Kunstleder.

Gestickte Ösen

Mehr dazu findest du hier:

Paspel Knopfloch

Die Verarbeitung entspricht hier der einer Leistentasche.

Markiere dir dein Knopfloch – ich habe hier eine Länge von 1,5 cm gewählt. Schneide dir zwei Leisten zu, mit 3,5 cm Länge und 3 cm Breite. Falte die Leisten links auf links in der Länge und bügel sie gut. Bei Jersey empfehle ich dir die Leisten zu verstärken.

Markiere dir die Nahtzugabe von 1 cm auf den Leisten sowie das Ende jeweils 1 cm zuvor auf beiden Seiten.

Stecke die Leisten mit den offenen Kanten auf beiden Seiten der Markierung und nähe sie an.

Schneide deinen Oberstoff entlang deiner Markierung mittig ein und beginne und ende je 0,5 cm zum Ende hin. Ab diesem Punkt schneidest du einen kleinen Winkel zu den Ecken, wie ein ‘Y’.

Wende die Paspeln nach innen und forme alles gut aus. Stecke dir die Nahtzugabe und bügel alles gut.

Für die Variante ohne sichtbare Naht legst du dein Knopfloch mit der rechten Seite nach oben hin und klappst den Oberstoff von der Seite um. 

Nun kannst du die Leisten mit dem kleinen Dreieck der Nahtzugabe mit einem Geradstich fixieren.

Alternativ kannst du auch einmal ringsherum absteppen, sodass alles fixiert ist.

In dieser Variante bist du sehr flexibel und kannst auch nur mit einer Paspel/Leiste oder mit überlappenden Leisten arbeiten. Auch andere Formen sind möglich, wenn du dich durchtesten möchtest, wie ein Dreieck.

Viel Freude mit deinen ganz besonderen Ösen.

Im Beitrag verwendete Produkte
Wer schreibt hier?

Jenny studiert Bekleidungstechnik und näht auch gerne privat, aktuell auf einer Juki DX7 und einer MO-2000.

Sie finden ihre Werke auf Instagram: Minnai_DIY

Noch mehr Beiträge dazu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Comments Box SVG iconsUsed for the like, share, comment, and reaction icons

...

14 0

...

32 0
This error message is only visible to WordPress admins
There has been a problem with your Instagram Feed.