Welche Nähmaschine für Anfänger?

Nähmaschine für Anfänger – welche soll ich kaufen?

Ob nun in unserer telefonischen Beratung, im Live Store oder auf unseren Social-Media-Kanälen – eine der meist gestellten Fragen lautet: Ich möchte mit dem Nähen anfangen, welche Nähmaschine ist dafür die Beste?

Wir würden hier wirklich gern einfach ein Modell nennen. Aber das geht eben nicht. Es kommt doch immer darauf an, was Sie mit der Nähmaschine machen möchten. Schön, wenn man das weiß, aber vielen Nähanfängern ist das ja noch nicht klar.

Deshalb wollen wir das Thema hier mal von verschiedenen Seiten betrachten und Ihnen unsere Gedanken mit auf den Weg geben. Dabei werden wir verschieden Modelle zeigen, um näher auf das Thema einzugehen. Vielleicht bleiben so am Ende ein paar Modelle übrig und dann ist es an der Zeit, beim nähPark anzurufen oder eine Email zu schreiben und sich individuell beraten zu lassen.

  • Was will ich nähen?
  • Welche Funktionen brauche ich für meine Nähpläne?
  • Brauche ich Unterstützung?
  • Wie viel Komfort brauche ich?
  • Wie viel möchte ich ausgeben?

Was will ich nähen?

Die wenigsten Menschen wachen morgens auf und denken „Ich fange an zu nähen!“. Zu diesem schönen Hobby gerät jeder auf seine eigene Weise und um das passende Modell zu finden, muss man sich auf jeden Fall überlegen, was am Ende dabei rauskommen soll.

Grob wird das Thema Nähen unterteilt in

  • Bekleidung
  • Patchworken und Quilten
  • Taschen
  • und Deko.

Grundsätzlich kann man mit jeder Nähmaschine die verschiedenen Bereiche abdecken. Aber mit dem passenden Modell macht es wahrscheinlich einfach mehr Spaß.

Welche Funktionen brauche ich für meine Nähpläne?

Bekleidung

Möchte man Bekleidung nähen, sollte die Nähmaschine auf jeden Fall über einen einstellbaren Nähfußdruck verfügen. Feste Denimstoffe brauchen mehr Druck, weicher Viskosejersey weniger.

Im nähPark-Onlineshop finden Sie links verschiedene Auswahlmöglichkeiten, um schneller eine passende Nähmaschine zu finden. Unter „Technik“ gibt es diese wichtige Funktion und sobald dieser Haken aktivert wird, werden Ihnen nur noch Modelle mit anpassbarem Nähfußdruck angezeigt.

 


Darüber gibt es einen weiteren, wichtigen Punkt, die Overlockstiche. Diese dienen zum Versäubern (alleine oder zusammen mit Verbinden) und bis man sich auch eine Overlock gönnt, helfen diese Stiche beim Verarbeiten von Bekleidungsstoffen.

Beispiel

Janome 360 DC

Verstellbarer Nähfußdruck und eine Auswahl an Versäuberungstichen, aber noch einiges mehr: Die Janome 360 DC verfügt auch über den Stretchstich, den man für stabile Nähte auf dehnbaren Stoffen braucht. Hier finden Sie unsere Informationen dazu: Der Dreifach-Geradstich.

Besonders positiv wird bei dieser Nähmaschine sie geringe Lautstärke beurteilt. 

Patchwork und Quilten

Hier kommt man mit dem Geradstich ausgesprochen weit, eine große Stichauswahl wird also nicht benötigt. Dafür gibt es einen anderen Punkt, der auch über die Größe des endgültigen Projektes entscheidet: Der Platz rechts der Nadel.

Auch hierzu finden Sie Hinweise im nähPark-Onlineshop: Scrollen Sie unter der Maschinenbeschreibung nach unten zum Datenblatt. Dort gibt es den Punkt „Stoffdurchgangsraum“.

Je größer, desto besser ist die Nähmaschine für das Quilten geeignet.

Zusätzlich sollte man auch gleich mal einen Blick auf das mitgelieferte und optionale Zubehör werden. Gibt es Freihand-Quiltfüße und wenn ja, welche? Gibt es einen Rulerfuß? 

Auch wenn Sie am Anfang vielleicht noch denken „Ich will ja nur ein paar kleine Patchworkprojekte nähen.“, es wäre doch ärgerlich, wenn Sie sich weiterentwickeln und dann von der Nähmaschine ausgebremst werden, weil es das passende Zubehör nicht gibt.

Auch hierfür bietet der nähPark-Onlineshop eine praktische Funktion:

Bei jeder Nähmaschine finden Sie rechts im Informationsfeld einen Button „Passendes Zubehör“. So gelangen Sie immer zum genau passende Zubehör und sehen mit einem Blick, was es noch zu dieser Maschine gibt.

Beispiel

Für den Einstieg wird es am Anfang sicher erst mal eine kleinere Nähmaschine tun, aber sobald Sie sich sicher sind, dass es mit dem Patchworken weiter gehen soll, ist die Janome MC 6700P nicht nur unsere Empfehlung, sondern auch die der Quilt-Community. 

Vor allem dann, wenn klar ist, dass man nicht mal gelegentlich Ausflüge in andere Nähtechniken macht, sollte man sich eine Geradstichmaschine wie die Juki TL-2200 QVP mal näher ansehen. 

Taschen und Deko

Diese Bereiche fassen wir mal zusammen, da vor allem Deko ja viele Varianten umfasst. Hier kommt es bei der Nähmaschine vor allem darauf an, wie viele Lagen sie zusammennähen kann und wie sie mit festen Materialien umgeht. Dafür gibt es leider keine statistischen Werte. In diesem Beitrag haben wir schon mal über die Lagenanzahl geschrieben: Wie viele Lagen schafft diese Nähmaschine?

Die Kraft einer Nähmaschine kann auch nicht in Zahlen angegeben werden. Wie viel Power an der Nadelspitze ankommt, setzt sich zusammen aus dem Stromverbrauch, der Mechanik, den technischen Eigenschaften und dem Platz unter dem Nähfuß.

Beispiel

Der Einstieg in die Bernina-Welt beginnt mit dem Modell B325. Klein und kompakt, aber schon mit dem typischen Menü und viel Power für so eine kleine Nähmaschine.

Brauche ich Unterstützung?

Man mag es kaum glauben, aber es gibt Nähmaschinen, die einen beim Nähen beraten. Klingt am Anfang etwas komisch, aber wenn man sonst keinen fragen kann, warum denn nicht?

Unterstützung von der Nähmaschine

In einigen Nähmaschinen verschiedener Hersteller gibt es sogenannte Nähberater. Diese funktionieren nicht immer gleich, aber im Groben nehmen sie erste Einstellungen vor, wenn man die Naht oder die Nähtechnik ausgewählt hat. Oder es gibt integrierte Hilfefunktionen mit Bild- oder Videoanleitung. Voraussetzung für einen Nähberater ist ein farbiges Display und zudem finden Sie Hinweise auf einen Nähberater auch in unseren Datenblättern unter dem Punkt „Bedienungs-Assistent“.

Informationen zu den Nähberatern finden Sie bereits hier auf unserer Seite: 

Wie funktioniert der Nähberater bei Bernina?

Wie funktioniert der Nähberater bei Husqvarna Viking?

Beispiel

Zwei Zeilen unten am Bedienfeld ermöglichen bei der Husqvarna Viking Opal 650 die schnelle Anpassung an das jeweilige Projekt. Was die Nähmaschine nicht selbst einstellen kann, zeigt sie im Display einfach und übersichtlich an. 

Unterstützung durch die Community

Je nach Hersteller oder Modell gibt es in den sozialen Medien mehr oder weniger Informationen und Hilfestellungen. Wenn Sie hier aktiv unterwegs sind und ein paar Modelle in der engeren Auswahl haben, schauen Sie doch gleich mal, ob es Facebookgruppen dazu gibt oder Playlists auf Youtube. Je mehr Nutzer es mit der gleichen Nähmaschine gibt, desto höher ist die Chance, von anderen Hobbynähern Hilfe zu bekommen.

Wie viel Komfort brauche ich?

Komfort kann man nie genug haben, das ist klar. Aber was davon braucht man schon am Anfang, was ist wirklich Luxus oder vielleicht sogar Ablenkung?

Während ein Touchdisplay, ein Unterfadenwächter oder der automatische Fadenschneider unserer Ansicht nach „Nice to have“ sind, also ganz nett, gibt es andere Komfortfunktionen, die man sich auf jeden Fall mal anschauen sollte:

Nadeleinfädler

Mittlerweile gibt es auch bei den günstigen Nähmaschinen immer mehr integrierte Nadeleinfädler. Die funktionieren dann zwar etwas simpler, aber der Hauptzweck ist immer erfüllt: Man muss das Garn nicht mit den Fingern oder der Pinzette durch das Nadelöhr schieben. Zumindest, wenn Sie nicht so ganz gut sehen können, ist diese Funktion eine echte Erleichterung.

Für diese Funktion gibt es im nähPark-Onlineshop ebenfalls einen Filter: Wählen Sie dazu unter „Technik – Nadeleinfädler (halb)automatisch“.

Beispiel

Nadeleinfädler gibt es schon für unter 200 Euro, wie hier zum Beispiel bei der Singer Talent 3321.

 

Automatische Nähfußabsenkung

Ein echter Gamechanger, auch wenn es erst mal komisch klingt. Ist doch nicht so schwer, den Nähfuß runter zu lassen, oder? Gerade Anfänger passiert es aber oft. Mal aus Eile, mal aus Unachtsamkeit. Besonders bei dicken Stoffen sieht man es oft sogar nicht, dass der Nähfuß noch oben ist. Und näht man dann los, gibt es halt ganz schnell Fadensalat. Der muss dann erst wieder mühselig entfernt werden.

Diese Funktion ist allerdings nicht als Filter verfügbar und auch in den Datenblättern schwer zu erkennen, da sie bei jedem Hersteller etwas anders heißt und funktioniert. Hier hilft unser Team in der Beratung gerne weiter!

Als kleine Hilfe bei der Vorauswahl: Möglich ist diese Technik erst durch Elektronik und immer mit der Taste „Nähfuß anheben/absenken“ kombiniert. Hat die Nähmaschine also über der Nadel eine Taste für den Nähfuß, kann sie höchstwahrscheinlich den Nähfuß automatisch absenken. Auf jeden Fall weist sie einen aber darauf hin, wenn man es nicht gemacht hat und trotzdem versucht, loszunähen.

Beispiel

An der schwarzen Blende mit den Bedienelementen ist das Symbol für Nähfuß absenken und anheben zu erkennen und das kann die Husqvarna Viking Opal 690Q auch ganz automatisch. 

Elektronik macht das Ganze wieder etwas teurer, daher haben wir auch noch einen weiteren Tipp:

Befindet sich der Hebel für den Nähfuß rechts innen statt hinten an der Maschine, fällt es einem schneller auf, wenn der Nähfuß nicht abgesenkt ist.

Beispiel

Mit einem Blick ist bei der Brother Innov-is A50 zu erkennen, ob der Nähfuß angehoben oder absenkt ist, selbst wenn Stoff unter dem Nähfuß liegt. Mit etwas Fingerspitzengefühl muss man sich nicht erst nach unten beugen, um nachzuschauen, man kann auch ertasten, wo der Nähfußhebel steht. Und das, ganz ohne die Hände vom Stoff zu nehmen. 

Wie viel möchte ich ausgeben?

Zum Schluss soll es nochmal um den Preis gehen. Wir verstehen durchaus, dass man erst mal so günstig wie möglich einsteigen möchte. Man weiß ja nie, ob man dabei bleibt und man braucht neben der Nähmaschine ja noch so einige andere Dinge.

Hier möchten wir eine Kundin zitieren: „Nimm immer das Beste, was du dir leisten kannst.“

Um diesen Bereich zu vergrößern, bietet der nähPark verschiedene Optionen:

60 Tage Testzeit

Die Nähmaschine 60 Tage ohne Risiko testen. Weil 14 Tage oft einfach zu kurz sind. Und die Maschine darf benutzt werden! Die genauen Informationen zu unserem Testangebot finden Sie hier: 60 Tage testen!

Gebrauchte

In unserer Kategorie Sale-Refurbished finden Sie immer wieder Gebrauchte oder Versandrückläufer zu günstigen Preisen. Und wenn Sie schon ein Modell auf der Wunschliste haben, rufen Sie einfach an und fragen Sie nach. Es sind nicht immer alle Refurbished-Modelle sofort online.

Mieten

Ja, auch das geht! Mit unserem Mietangebot von nähmaschine4you können Sie ganz flexibel mit dem Nähen loslegen. Und wenn Sie dabei bleiben, kostet die Nähmaschine am Ende trotzdem nicht mehr als in unserem nähPark-Onlineshop, da der Mietpreis in den Kaufpreis eingerechnet wird.

Hier noch unsere Empfehlungen in drei Preiskategorien:

Bis 300 Euro

Brother XQ-3700

Nadeleinfädler, Stichübersicht direkt auf der Nähmaschine und kompakte Maße – die XQ-3700 eignet sich für Gelegenheitsnäher und die ersten Schritte in Sachen Nähen. Sie hat zwar keinen anpassbaren Nähfußdruck, aber der optionale Obertransportfuß kann bei der Vermeidung von Wellen helfen. 

Bis 600 Euro

Janome 230 DC

Die Janome 230 DC hat uns im Test überzeugt mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis. Das können Sie hier nachlesen: Testbericht.

Bis 900 Euro

Brother Innov-is F400

Auch die F400 befand sich schon in der Redaktion und wird ihrem Ruf als Testsieger gerecht: Testbericht

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16 hours ago

Stichdichte verändern - das kann ein Gamechanger sein, aber auch ein Risiko!
Aber: Wer nicht wagt, stickt immer das Gleiche. Wie gut, dass es Brother Stickmaschinen gibt, die die Stichdichte verändern können. Mit der Grössenänderung, aber auch ohne. Wie das geht, könnt ihr jetzt auf www.naehratgeber.de nachlesen. Wir haben verschiedene Dateien von @embroiderylibrary und @urbanthreadsemb verändert und gestickt, um euch zu zeigen, was da so geht und was nicht.
Schaut doch gleich mal nach, ob eure Stickmaschine das auch kann.
#stickmaschine #nähpark #stickmuster #sticktipps
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Stichdichte verändern - das kann ein Gamechanger sein, aber auch ein Risiko!
Aber: Wer nicht wagt, stickt immer das Gleiche. Wie gut, dass es Brother Stickmaschinen gibt, die die Stichdichte verändern können. Mit der Grössenänderung, aber auch ohne. Wie das geht, könnt ihr jetzt auf www.naehratgeber.de nachlesen. Wir haben verschiedene Dateien von @embroiderylibrary und @urbanthreadsemb verändert und gestickt, um euch zu zeigen, was da so geht und was nicht.
Schaut doch gleich mal nach, ob eure Stickmaschine das auch kann.
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