Pfaff Patchworkfuß

Patchworkfüße von PFAFF

1/4 und 1/8 Inch – das Maß aller Dinge bei Patchwork. Nun, ganz so ist es ja nicht, aber ein Großteil der Anleitungen ist auf diese Nahtzugaben ausgelegt und gerade Patchworker und Quilter verwenden auch in Deutschland die amerikanische Maßeinheit.

Von PFAFF gibt es eine Reihe verschiedener Patchwork-Nähfüße, die diese beiden Maße gemeinsam haben. Welcher Nähfuß an Ihr PFAFF-Modell passt, finden Sie über unsere Zubehörsuche heraus: Die Zubehörsuche.

Ein paar Varianten möchten wir Ihnen hier vorstellen, vielleicht erleichtert das Ihre Wahl für den am besten geeigneten Nähfuß zu Ihrem Projekt.

Das sind noch nicht alle Nähfüße für Patchwork. So kann man zum Beispiel die anderen Füße unserer Auswahl zuordnen, nur sind sie aus Metall statt aus Kunststoff:

Patchworkfuß mit Führung

Entspricht der Nummer 3, jedoch mit einem ovalen Loch (dazu später mehr) und ohne hintere ¼ Inch Markierung.

Patchworkfuß mit Kantenführung rechts

Ebenfalls wie Nummer 3, aber mit normal kleinem Loch.

Patchworkfuß mit Kantenführung in der Mitte

Entspricht der Nummer4, ohne hintere 1/4 Inch Markierung.

Kunststoff oder Metall?

Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Besonders beim Nähen im Nahtschatten schaut man lange und konzentriert auf den Nähfuß. Manch einer stört sich daran, dass man durch den Metallfuß den Stoff nicht sieht, ein anderer ist irritiert, wenn das Muster unter dem Fuß zu sehen ist. Die Kunststofffüße verkratzen schneller und haften mehr am Stoff. Das kann zum einen den Transport verbessern ohne den Druck erhöhen zu müssen, zum anderen auch zu sehr bremsen.

Patchworkfüße zum Zusammennähen

Ehe es mit dem Quilten losgehen kann, muss ja erst mal das Top genäht werden. Nicht alle Patchworkfüße sind für beide Arbeitsschritte geeignet.

Je nachdem, welche Nahtzugabe gewünscht ist, wird der Nähfuß anders aufgesetzt. Die rechte Spitze dient dabei als Orientierung. Zur Außenkante beträgt der Abstand ¼ Inch, zur Innenkante 1/8 Inch.

Die äußere Kante des Nähfußes erzeugt einen Abstand von 3/8 Inch.

Beim Nähfuß mit seitlicher Kantenführung gelingt das Nähen mit 1/4 Inch Nahtzugabe (NZG) ganz einfach durch Anlegen des Stoffes an die Metallführung. 1/8 Inch NZG ist dagegen eher umständlich zu nähen, da die Führung die Sicht etwas behindert. Bei 3/8 Inch liegt sie auf dem Stoff auf, was teilweise den Stofftransport behindern kann.

Ähnlich verhält es sich beim Klarsichtfuß zum Nähen in der Naht. Er ist so eher weniger dazu geeignet, Stoff zusammenzunähen. Das ist ja auch nicht sein Verwendungszweck.

Problemlos klappt es dagegen mit dem Klarsicht-Patchworkfuß mit beiden Nahtzugaben.

Da alle Nähfüße in diesem Beitrag über ein kleines Stichloch verfügen, hier noch ein Hinweis dazu:

Manchmal kommt es vor, dass die Nadel nicht exakt in der Mitte des Lochs einsticht. Wenn Ihnen so etwas auffällt, können Sie kontrollieren, ob es an der Nadel oder am Nähfuß liegt. Setzen Sie die Geradstichplatte ein, entfernen Sie den Nähfuß und senken sie die Nadel mit dem Handrad ab. Trifft sie die Mitte, liegt es am Nähfuß. Gerade Snap-On-Sohlen haben oftmals eine Abweichung, die je nach Stoff mehr oder weniger stark auffällt. In diesem Fall ist der Patchworkfuß mit dem ovalen Loch im Vorteil, da man die Nadelposition verstellen kann.

Das geht aber auch bei den normalen Patchworkfüßen minimal. Setzen Sie die normale Stichplatte ein und bewegen Sie die Nadel um eine Position nach rechts oder links. Das ist bei den meisten PFAFF-Modellen 0,3 mm und reicht oft schon aus.

Patchworkfüße zum Quilten

Im Nahtschatten

Hier wird mit dem Quilt- und Patchworkfuß im Nahtschatten genäht. Einmal aus Metall, einmal aus Kunststoff. Wir orientieren uns dabei gerne daran, den Schlitz vor dem Stichloch genau über der Stoffkante zu führen. Wie auch beim Freihandquilten sollte man nicht auf die Nadel schauen, sondern dort hin, wo man hinnähen möchte. 

Der Klarsichtfuß zum Nähen in der Naht ist hier durch die Führung aus Metall eine große Hilfe. Die Führung gleitet teilweise regelrecht in den Nahtschatten, der Blick kann auf den Stoff vor dem Nähfuß gerichtet werden.

Dann sieht man aber nicht wirklich, wo die Nadel einsticht und es kann vorkommen, dass die Naht sichtbar wird. Neben exaktem Führen und gutem Ausbügeln der Nahtzugaben ist auch die Nadelposition wichtig. In unserem Fall mussten wir hier, wie oben beschrieben, nachstellen.

Dann hat auch das Nähen im Nahtschatten besser geklappt.

Parallel zur Naht

Wer diese geringen Abweichungen nicht mag, oder lieber sichtbare Steppnähte erzeugt, kann mit diesen Patchworkfüßen schöne parallele Nähte erzeugen.

Für ¼ Inch-Abstände wird die äußere Kante der Spitze verwendet, für 1/8 Inch die innere. Bei mehreren parallelen Linien ergibt sich bei 1/8 Inch dann, dass die vorletzte Reihe genau am Nähfuß entlang läuft – eine weitere Kontrollmöglichkeit.

Praktisch: die vordere, waagrechte Markierung hilft beim Nähen von Innenecken. Ist sie an der Ecke angekommen, wird angehalten und der Stoff gedreht.

Die zweite Markierung hinter der Nadel hat den gleichen Abstand.

Hier zur Verdeutlichung nochmal ohne Nähmaschine mit ¼ Inch.

Und mit 1/8 Inch. Die hintere Markierung fehlt dann. Wozu braucht man die?

Wenn Sie in der Ecke beginnen wollen, setzen Sie den Nähfuß so auf, dass die hintere Markierung auf der Naht liegt. So starten Sie mit ¼ Inch Abstand.

Beim Entlangnähen mit 1/8 Inch starten Sie also auf einer Geraden oder am Rand. Es wird soweit in die Ecke genäht, bis die 90-Grad-Innenecke des Nähfußes an der Naht angekommen ist. Dann wird das Projekt gedreht und alle Abstände betragen 1/8 Inch.

An Außenecken hilft das zwar nicht, aber auch hier sind die roten Markierungen hilfreich, um den Stoff passend auszurichten, ehe man die Naht fortsetzt. Hier zeigt sich die Führung aus Metall wieder von Vorteil, sie ist eine Verlängerung des Nähfußes. Allerdings muss in unserem Fall das Projekt dann auf der rechten Seite liegen. Und besonders bei Nahtkreuzungen bleiben diese Führungen gerne mal hängen.

Beim Metallfuß gibt es für Innenecken keinen Orientierungspunkt.

 

Welchen Patchworkfuß Sie verwenden, hängt also vom Projekt, der gewünschten Naht und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Wir hoffen, mit dem Vergleich haben wir Ihnen die Entscheidung etwas erleichtert.

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