Testoffensive: Brother DC 100 – Erster Eindruck von Nadine Renken

Der Brother DC100 kam in einem handlichen Karton bei mir an.

Neben dem Plotter selbst erhält man ein Stromkabel, eine leicht klebende Schneidmatte (30,5cm x 30,5cm), 1 Messer, 1 Spatel, ein Kalibrierungsblatt, eine 4-seitige Kurzanleitung und ein Heftchen mit Sicherheitshinweisen.

Für uns Tester lag noch eine Mappe mit wichtigen Infos vom Nähpark bezüglich des Ablaufs dabei.

Nach kurzem Blick in die Kurzanleitung und Aufstellen des Plotters, wollte ich mich ans Einrichten via USB machen. Leider gehört ein passendes USB-Kabel nicht zum Lieferumfang. Also W-LAN einrichten und mit dem PC verbinden. Die benötigte Software liegt nicht bei, diese muss man sich von der Webseite von Brother herunter laden.

Zum einen benötigt man den Brother DesignNCut Manager – darüber werden die Einstellungen für den Plotter wie Geschwindigkeit, Druck und auch der Testschnitt gesteuert.

Zum anderen benötigt man den Brother CanvasWorkspace. Hier gibt es 2 Möglichkeiten, entweder als Programm auf dem Rechner, oder aber als Onlineversion über den Browser. Bei beiden Versionen muss man sich vorher registrieren und auch einloggen zum nutzen. Daneben werden die Objekte in einer Cloud gespeichert.

Über den CanvasWorkspace stehen einem einige einfache Objekte für Rahmen und Formen zur Verfügung um zum Beispiel Karten zu gestalten – jedoch stellt sich dort ein Problem, aber dazu später mehr.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Anleitungen im Normalfall nicht lese, sondern mich intuitiv mit einem neuen Gerät befasse, was auch beim DC100 wunderbar geklappt hat.

Für meinen ersten Schneidversuch habe ich mir ein schwarz/weiß Bild gesucht und einfache DCFix Folie aus dem Baumarkt verwendet. Der erste Versuch verlief reibungslos, nachdem ich die passende Schnitttiefe mittels Testschnitt ermittelt hatte. Sicherheitshalber habe ich mir eine Liste mit Messer und Druckeinstellungen für die jeweiligen Materialien angelegt.

 

Der Schnitt war fertig, das Motiv grob ausgeschnitten, nun hätte es ans entgittern – entfernen der Kleinteile, die ausgeschnitten wurden – gehen sollen. Leider liegt dem Lieferumfang kein Werkzeug dafür bei, aber Frau ist ja erfinderisch und behilft sich mit einer Stecknadel. Die Schnitte waren alle sauber und akkurat durchgeführt, wodurch das entgittern schnell von der Hand ging.

 

Da in der Testergruppe die Frage bezüglich Karton und SnapPap aufkam, habe ich beides mit einem einfachen abgerundeten Quadrat getestet.

Weder Karton noch SnapPap haften ausreichend genug auf der leicht klebenden Schneidmatte, während Karton noch mittels zusätzlicher Fixierung mit Klebeband (Mattenmarkierungen an der Oberkante nicht überkleben!!!) dennoch geschnitten werden kann, verrutscht SnapPap auch mit gesonderter Fixierung.

Ich vermute, dass die Klebkraft der Matte nicht ausreicht um festere Materialien ausreichend zu fixieren.

Eine stärker klebende Matte gibt es in 2 Größen (30,5cm x 30,5cm und 30,5cm x 61cm) als Sonderzubehör.

Die leicht klebende Matte gibt es ebenfalls noch in 30,5cm x 61cm als Sonderzubehör.

 

Bei meinen nächsten Tests habe ich FlexFolie, Flockfolie und Glitzerfolie verwendet.

Alle Folien haften ausreichend auf der leicht klebenden Matte und werden sauber schnitten.

Bei sehr feinen Details sollte man allerdings ein wenig was anpassen im CanvasWorkspace, damit die Spitzen sauber geschnitten werden und nicht schon durchs schneiden von der Trägerfolie gelöst werden.

Der Manta und der Spruch wurden von Tintenrebell (www.tintenrebell.shop) zur Verfügung gestellt für die Testphase.

Am Ende der ersten Testphase bin ich gespaltener Meinung. Aber das Testen geht weiter.

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