Ingrid Köllmann: Janome MC 6700P (Abschlussbericht)

Heute kommt nun der Abschlussbericht zu meinem Test der Janome Memory Craft 6700P.

Es ist eine wirklich unkomplizierte Maschine, die zuverlässig und gut näht. Damit ist das Wesentliche eigentlich schon gesagt.

In diesem 2. Bericht möchte ich daher einige der Möglichkeiten behandeln, die die Janome 6700P bietet.

Profinähfuß HP

Dieser Nähfuß gehört zusammen mit der HP-Stichplatte zum Standardzubehör. Er wird Profinähfuß genannt, da „sein Transport dem in der Industrie entspricht. In einer Breite von nur 11,75 mm arbeitet er genau auf 3 Transporteur Segmenten und garantiert dadurch ein sehr gutes Nähergebnis (Herstellerbeschreibung)“.

Ich kenne diesen Fuß auch von meiner ganz alten Singer Featherweight, und es ist einer meiner Lieblingsfüße. Man kann damit sehr akkurat und wendig nähen.

Benutzt habe ich ihn u. a. zum Aufnähen eines Webbandes,

für die Randsicherung der aus Musterstücken entstandenen Topflappen

Reissverschlussfuss E

Dieser Fuss ist bei der Janome 6700P etwas speziell. Die Nadel kann, wie gewohnt, ganz links oder ganz rechts plaziert werden. Doch der Fuß hat auch noch ein äußerst praktisches Loch in der Mitte, so daß eine sehr vielseitige Anwendung mit ihm möglich ist.

Ich habe ihn hier zum Herstellen und Einnähen einer Paspel verwendet.

Automatischer Fadenabschneider und Nähanfang

Beginnt man von neuem zu nähen, entsteht bei vielen Maschinen dann unten etwas „Gewurschtel“.  Die Janome 6700P hat mich hier angenehm überrascht, weil es das bei einem Testversuch eben nicht gab.

Zierstiche

Zusammen mit der passenden Stichplatte und wahlweise dem AcuFeed-Flex Obertransportfuß oder dem Satinstichfuß F bekommt man sehr schöne Nähergebnisse dieser Zierstiche.

Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört die oben abgebildete Stichreferenztabelle. Mittels einer praktischen Halterung kann man sie direkt an der Maschine befestigen und wahlweise beim Nähen über der Maschine platzieren bzw. im Ruhezustand nach unten schieben.

Einige Zierstiche habe ich testweise genäht und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Praktisch verwendet habe ich den Zierstich 125 zur Gestaltung von Hochhausfenstern. Sie gehören zu einer Quilt-Serie mit dem Arbeitstitel „Hochhäuser“, an der ich derzeit noch arbeite.

Nähen mit der Zwillingsnadel
Fagottstich

Nachfolgend das Nähergebnis einer Probe, noch mit auswaschbarem Vlies hinterlegt.

Und hier ausgewaschen.

Eine weitere Möglichkeit ist das direkte Verbinden der beiden Stoffteile ohne Zwischenraum.

Es gibt noch viele weitere „Spezialitäten“ wie z. B. Rollsaum, Biesen, Blindsaum, Muschelsaum uvm. Leider hat die Zeit nicht ausgereicht, um noch mehr zu testen.

Knopflöcher

Die Janome 6700P bietet mit 9 verschiedenen Knopflöchern eine gute Auswahl an Möglichkeiten.

Es handelt sich überwiegend um programmierte Knopflöcher, sogenannte Sensor-Knopflöcher. Das bedeutet, man legt über den Automatic-Knopflochfuß R die gewünschte Länge fest, und die Maschine näht das gewählte Knopfloch danach automatisch.

Zusätzlich gibt es noch das Knopfloch 024, bei dem die verschiedenen Nähschritte manuell durch das jeweilige Betätigen der Rückwärtstaste aktiviert werden.

Einige der Knopflöcher habe ich ausprobiert und war mit dem ersten Ergebnis durchweg zufrieden.

Stopfen

Diese Funktion probiere ich immer gerne aus. Ich verwende solche Stopffelder gerne als dekoratives Element z. B. auf Kissen. Aber auch gern getragene Pullover bekommen dadurch für Hundespaziergänge oft eine letzte Chance.

Bei den ersten Proben hat alles gut geklappt. Doch je öfter ich das Feld wiederholt habe, umso schräger wurde es. Das kann natürlich durchaus seinen Reiz haben, aber rechteckig wäre mir eigentlich lieber gewesen. Doch vielleicht habe ich einfach in den Einstellungen etwas übersehen.

Autovernähstich und automatisches Fadenabschneiden

Das ist sehr nützlich, wenn man zu dekorativen Zwecken nur einzelne Zierstiche individuell platzieren möchte.

Bei meinem Probetuch habe ich mit dem Stich 127 einige „Ostereier“ verteilt.

Nähen von dickem Material bzw. mehreren Lagen

Ausprobiert habe ich es bei drei Taschen. Vernäht wurden dabei hauptsächlich Style-Vil, Baumwollstoff in verschiedenen Stärken und Korkleder.

Quilten

Nachfolgend ist der AcuFeed-Flex Obertransportfuß nochmals im Einsatz auf einer Lage Style-Vil mit Stoff.

Besonders gespannt war ich dann natürlich auf das Freihand-Quilten. Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört der umbaufähige Freihand-Quiltfuß mit drei auswechselbaren Sohlen.

Diesen Quiltfuß kannte ich schon vorher und hatte ihn auch schon bei der Maschine eines anderen Herstellers „fremdquilten“ lassen. Es ist ein wirklich genialer Fuß, da man nicht nur die verschiedenen Aufsätze hat, sondern den Fuß auch in der Höhe verstellen kann.

Faden“malerei“ auf einem der Hochhaus-Quilts klappte genauso gut wie

das Freihand-Quilten für einen Farbmuster-Quilt, bei dem auch die Rückseite auf Anhieb sehr zufriedenstellend aussah.

Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört ebenfalls ein  Anschiebetisch mit den Maßen von 60 x 40 cm. Er erleichtert das Quilten durch die große Auflagefläche sehr.

Rulerwork

Nun habe ich den Rulerfuß natürlich auch „zuhause“ an der Janome 6700P arbeiten lassen.

Entstanden ist u. a. damit eine verkleinerte Ausgabe des „Globe“ von Zen Chic.

Der „Globe“ wurde mit Rulerwork gequiltet. Im dunkelblauen Außenbereich findet man normales Free Motion Quilting.

Abschließend kann ich nur sagen, Quilten mit der Janome 6700P, egal wie, macht einfach nur Spaß.

Schnellnäher

Die Janome 6700P gehört ja in die Nähmaschinen-Gruppe der Schnellnäher. Sie kann laut Hersteller bis zu 1200 Stichen pro Minute nähen.

Explizit getestet habe ich das Schnellnähen allerdings nicht. Ich brauche es persönlich eigentlich nicht und bei meinen Näharbeiten bevorzuge ich meistens ein mittleres Tempo. Doch man kann sich seine Wohlfühlgeschwindigkeit natürlich ganz individuell einstellen.

Für professionelles Vielnähen ist es jedoch sicher eine wesentliche Eigenschaft.

Zusammenfassung und Kaufempfehlung

Grundsätzlich kann ich nur wiederholen, was ich bereits in meinem ersten Testbericht geschrieben habe.

Die Maschine näht sehr gut und zuverlässig, egal, was ihr unter die Nadel kommt. Sie ist unkompliziert und, aus meiner Sicht, auch sehr einfach in der Bedienung.

Sie bietet alle gängigen Funktionen aus dem Nähbereich und erleichtert durch diverse Programmier- und Speichermöglichkeiten zusätzlich die Arbeit.

Das Angebot an Zierstichen ist eine optimale Ergänzung zu den soliden Näheigenschaften.

Es ist eine kraftvolle Maschine, die durch den Vollaluminiumkörper einen hochwertigen und robusten Eindruck vermittelt.

Das Zubehör läßt kaum Wünsche offen, der Anschiebetisch ist wirklich optimal und für den Nähkomfort gibt es u. a. einen automatischen Fadenabschneider und einen individuell einstellbaren Kniehebel

Mir persönlich hat eigentlich nur der Freiarm gefehlt. Aber den findet man meines Wissens generell nicht bei den Schnellnähern.

Dafür bietet die Janome 6700P mit dem großen Durchlaß rechts der Nadel optimale Bedingungen zum Quilten

Bei dieser Maschine kann ich daher ganz klar eine Kaufempfehlung aussprechen. Mir hat das Arbeiten an der Janome 6700P während des dreimonatigen Testzeitraums enorm viel Spaß gemacht.

Beim Nähpark möchte ich mich daher bedanken, daß ich nochmals die Chance hatte, eine wirklich tolle Maschine testen zu dürfen.

Zum Shop

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Ingrid Köllmann: Janome MC 6700P (Abschlussbericht)

Heute kommt nun der Abschlussbericht zu meinem Test der Janome Memory Craft 6700P.

Es ist eine wirklich unkomplizierte Maschine, die zuverlässig und gut näht. Damit ist das Wesentliche eigentlich schon gesagt.

In diesem 2. Bericht möchte ich daher einige der Möglichkeiten behandeln, die die Janome 6700P bietet.

Profinähfuß HP

Dieser Nähfuß gehört zusammen mit der HP-Stichplatte zum Standardzubehör. Er wird Profinähfuß genannt, da „sein Transport dem in der Industrie entspricht. In einer Breite von nur 11,75 mm arbeitet er genau auf 3 Transporteur Segmenten und garantiert dadurch ein sehr gutes Nähergebnis (Herstellerbeschreibung)“.

Ich kenne diesen Fuß auch von meiner ganz alten Singer Featherweight, und es ist einer meiner Lieblingsfüße. Man kann damit sehr akkurat und wendig nähen.

Benutzt habe ich ihn u. a. zum Aufnähen eines Webbandes,

für die Randsicherung der aus Musterstücken entstandenen Topflappen

Reissverschlussfuss E

Dieser Fuss ist bei der Janome 6700P etwas speziell. Die Nadel kann, wie gewohnt, ganz links oder ganz rechts plaziert werden. Doch der Fuß hat auch noch ein äußerst praktisches Loch in der Mitte, so daß eine sehr vielseitige Anwendung mit ihm möglich ist.

Ich habe ihn hier zum Herstellen und Einnähen einer Paspel verwendet.

Automatischer Fadenabschneider und Nähanfang

Beginnt man von neuem zu nähen, entsteht bei vielen Maschinen dann unten etwas „Gewurschtel“.  Die Janome 6700P hat mich hier angenehm überrascht, weil es das bei einem Testversuch eben nicht gab.

Zierstiche

Zusammen mit der passenden Stichplatte und wahlweise dem AcuFeed-Flex Obertransportfuß oder dem Satinstichfuß F bekommt man sehr schöne Nähergebnisse dieser Zierstiche.

Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört die oben abgebildete Stichreferenztabelle. Mittels einer praktischen Halterung kann man sie direkt an der Maschine befestigen und wahlweise beim Nähen über der Maschine platzieren bzw. im Ruhezustand nach unten schieben.

Einige Zierstiche habe ich testweise genäht und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Praktisch verwendet habe ich den Zierstich 125 zur Gestaltung von Hochhausfenstern. Sie gehören zu einer Quilt-Serie mit dem Arbeitstitel „Hochhäuser“, an der ich derzeit noch arbeite.

Nähen mit der Zwillingsnadel
Fagottstich

Nachfolgend das Nähergebnis einer Probe, noch mit auswaschbarem Vlies hinterlegt.

Und hier ausgewaschen.

Eine weitere Möglichkeit ist das direkte Verbinden der beiden Stoffteile ohne Zwischenraum.

Es gibt noch viele weitere „Spezialitäten“ wie z. B. Rollsaum, Biesen, Blindsaum, Muschelsaum uvm. Leider hat die Zeit nicht ausgereicht, um noch mehr zu testen.

Knopflöcher

Die Janome 6700P bietet mit 9 verschiedenen Knopflöchern eine gute Auswahl an Möglichkeiten.

Es handelt sich überwiegend um programmierte Knopflöcher, sogenannte Sensor-Knopflöcher. Das bedeutet, man legt über den Automatic-Knopflochfuß R die gewünschte Länge fest, und die Maschine näht das gewählte Knopfloch danach automatisch.

Zusätzlich gibt es noch das Knopfloch 024, bei dem die verschiedenen Nähschritte manuell durch das jeweilige Betätigen der Rückwärtstaste aktiviert werden.

Einige der Knopflöcher habe ich ausprobiert und war mit dem ersten Ergebnis durchweg zufrieden.

Stopfen

Diese Funktion probiere ich immer gerne aus. Ich verwende solche Stopffelder gerne als dekoratives Element z. B. auf Kissen. Aber auch gern getragene Pullover bekommen dadurch für Hundespaziergänge oft eine letzte Chance.

Bei den ersten Proben hat alles gut geklappt. Doch je öfter ich das Feld wiederholt habe, umso schräger wurde es. Das kann natürlich durchaus seinen Reiz haben, aber rechteckig wäre mir eigentlich lieber gewesen. Doch vielleicht habe ich einfach in den Einstellungen etwas übersehen.

Autovernähstich und automatisches Fadenabschneiden

Das ist sehr nützlich, wenn man zu dekorativen Zwecken nur einzelne Zierstiche individuell platzieren möchte.

Bei meinem Probetuch habe ich mit dem Stich 127 einige „Ostereier“ verteilt.

Nähen von dickem Material bzw. mehreren Lagen

Ausprobiert habe ich es bei drei Taschen. Vernäht wurden dabei hauptsächlich Style-Vil, Baumwollstoff in verschiedenen Stärken und Korkleder.

Quilten

Nachfolgend ist der AcuFeed-Flex Obertransportfuß nochmals im Einsatz auf einer Lage Style-Vil mit Stoff.

Besonders gespannt war ich dann natürlich auf das Freihand-Quilten. Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört der umbaufähige Freihand-Quiltfuß mit drei auswechselbaren Sohlen.

Diesen Quiltfuß kannte ich schon vorher und hatte ihn auch schon bei der Maschine eines anderen Herstellers „fremdquilten“ lassen. Es ist ein wirklich genialer Fuß, da man nicht nur die verschiedenen Aufsätze hat, sondern den Fuß auch in der Höhe verstellen kann.

Faden“malerei“ auf einem der Hochhaus-Quilts klappte genauso gut wie

das Freihand-Quilten für einen Farbmuster-Quilt, bei dem auch die Rückseite auf Anhieb sehr zufriedenstellend aussah.

Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört ebenfalls ein  Anschiebetisch mit den Maßen von 60 x 40 cm. Er erleichtert das Quilten durch die große Auflagefläche sehr.

Rulerwork

Nun habe ich den Rulerfuß natürlich auch „zuhause“ an der Janome 6700P arbeiten lassen.

Entstanden ist u. a. damit eine verkleinerte Ausgabe des „Globe“ von Zen Chic.

Der „Globe“ wurde mit Rulerwork gequiltet. Im dunkelblauen Außenbereich findet man normales Free Motion Quilting.

Abschließend kann ich nur sagen, Quilten mit der Janome 6700P, egal wie, macht einfach nur Spaß.

Schnellnäher

Die Janome 6700P gehört ja in die Nähmaschinen-Gruppe der Schnellnäher. Sie kann laut Hersteller bis zu 1200 Stichen pro Minute nähen.

Explizit getestet habe ich das Schnellnähen allerdings nicht. Ich brauche es persönlich eigentlich nicht und bei meinen Näharbeiten bevorzuge ich meistens ein mittleres Tempo. Doch man kann sich seine Wohlfühlgeschwindigkeit natürlich ganz individuell einstellen.

Für professionelles Vielnähen ist es jedoch sicher eine wesentliche Eigenschaft.

Zusammenfassung und Kaufempfehlung

Grundsätzlich kann ich nur wiederholen, was ich bereits in meinem ersten Testbericht geschrieben habe.

Die Maschine näht sehr gut und zuverlässig, egal, was ihr unter die Nadel kommt. Sie ist unkompliziert und, aus meiner Sicht, auch sehr einfach in der Bedienung.

Sie bietet alle gängigen Funktionen aus dem Nähbereich und erleichtert durch diverse Programmier- und Speichermöglichkeiten zusätzlich die Arbeit.

Das Angebot an Zierstichen ist eine optimale Ergänzung zu den soliden Näheigenschaften.

Es ist eine kraftvolle Maschine, die durch den Vollaluminiumkörper einen hochwertigen und robusten Eindruck vermittelt.

Das Zubehör läßt kaum Wünsche offen, der Anschiebetisch ist wirklich optimal und für den Nähkomfort gibt es u. a. einen automatischen Fadenabschneider und einen individuell einstellbaren Kniehebel

Mir persönlich hat eigentlich nur der Freiarm gefehlt. Aber den findet man meines Wissens generell nicht bei den Schnellnähern.

Dafür bietet die Janome 6700P mit dem großen Durchlaß rechts der Nadel optimale Bedingungen zum Quilten

Bei dieser Maschine kann ich daher ganz klar eine Kaufempfehlung aussprechen. Mir hat das Arbeiten an der Janome 6700P während des dreimonatigen Testzeitraums enorm viel Spaß gemacht.

Beim Nähpark möchte ich mich daher bedanken, daß ich nochmals die Chance hatte, eine wirklich tolle Maschine testen zu dürfen.

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