Tutorial von Blogohnenamen: Patchworkdateien mit dem BROTHER SDX 1200 schneiden

Im heutigen Beitrag möchte ich Euch zeigen, wie einfach sich die Patchwork,- und Quiltdateien auf dem SDX1200 verarbeiten lassen. Ein schönes Projekt, besonders für Anfänger und diejenigen, die sich mit Ihrem Schneideplotter vielleicht noch nicht so intensiv auseinandergesetzt haben.

Bitte bedenkt, dass es sich hierbei lediglich um die Handhabung am Gerät dreht.

Für dieses Projekt benötigt Ihr folgende Materialien:

(Das benötigte Zubehör für Stoffschnitte ist im Lieferumfang des SDX 1200 bereits enthalten)

Vorbereitung

Schneidematte:

Damit die Stoffe während des Schnitt,- und Zeichenvorganges ausreichend stabilisiert und haftend fixiert sind, sollte die Schneidematte mit einer Stoffklebefolie versehen werden. Da die Stoffklebefolie einseitig klebend ist, ist sie auf die Klebekraft der Schneidematte angewiesen um ausreichend dort haften zu bleiben. Im Idealfall habt Ihr eine ganz neue Matte zur Hand.

Stoffe zuschneiden

Für eine genaue Ermittlung des Stoffverbrauches könnt Ihr solang warten, bis im späteren Schritt der Anleitung die einzelnen Elemente eines Blockes auf dem Schnittbereich angeordnet werden. Anhand dessen kann dann ein genauer Zuschnitt gemacht werden.

Nahtzugabe und Einheit

Um ein schönes Ergebnis zu bekommen, solltet Ihr Euch kurz ein paar Gedanken zu der „Nahtzugabe“ (im Gerät wird diese später „Saumzugabe“ heißen) und die „Einheit“ machen.

Während der eine vielleicht lieber mit Zentimetern arbeitet, so tut es der andere vielleicht lieber in Inch. Diese „Einheit“ könnt Ihr in den Einstellungen, die Ihr über das Hauptmenü erreicht, anpassen.

Bitte beachten!

Besonders wichtig ist aber, sich über die Angaben bzgl. der Nahtzugabe im Klaren zu sein. So ist von dem Plotter der Wert hierfür standardmäßig auf 7mm festgelegt. Wenn man das nicht weiß, dann kann es beim zusammennähen später zu Problemen kommen. Hat man bspw. ein Nähfüßchen, bei dem von der Nadelposition zum Nähfüßchen die Nahtzugabe 9mm ist, dann fehlen einem später diese 2mm beim zusammennähen. Natürlich summiert sich das dann im Laufe der Näharbeiten.

Wenn Ihr die Nahtzugabe erhöht, dann ist der Materialverbrauch natürlich auch höher. Zudem benötigen die einzelnen Bestandteile eines Blockes dann auch mehr Platz. U.u. kann es sein, dass dann nicht alle Teile auf dem Schnittbereich einfügen lassen. Weitere Informationen dazu findet Ihr in meinem Video, welches Euch das anschaulich erklärt.

Aus diesem Grund ist es ratsam, sich den Wert unter der „Saumzugabe“ etwas genauer anzuschauen und ggf. anzupassen. Diesen findet Ihr ebenfalls in den Einstellungen, die Ihr über das Hauptmenü erreichen könnt.

So wird es gemacht:

Wählt im Hauptmenü die Kategorie „Muster“ um in die Mustersammlung des Schneideplotters zu kommen. Klickt Euch dort auf die zweite Seite und wählt anschließend die Rubrik für die Patchwork,- und Quiltdateien aus. Hier findet man nun 7 Hauptkategorien. Jede davon beinhaltet unterschiedliche Blöcke (Muster/Anzahl).

Sucht Euch einen Block aus und wählt diesen an. In der Vorschau könnt Ihr nun die Abmessungen (Höhe/Breite) erkennen. Des Weiteren gibt es hier noch die Möglichkeit, den Block in seiner gesamten Größe anzupassen, sofern dies gewünscht ist. Anschließend wird mit „Ok“ bestätigt.

Auf der linken Seite sieht man nun den gesamten Block – auf der rechten dann eine Übersicht der einzelnen Bestandteile, aus denen dieser besteht. Besonders praktisch ist die farbliche Kennzeichnung, die einem zeigt, welches Element zu welcher Farbe gehört. 

Zudem ist es möglich, durch „antippen“ eines der Elemente (z.B. A) zu sehen, wo sich dieses später im Block genau befinden wird. Anhand dessen kann man seine Stoffwahl besser planen.

Wählt man nun das A-Element aus und bestätigt dies mit „Ok“, dann erscheint eine Übersicht mit den Abmessungen (Höhe/Breite) und der Anzahl (im Gerät unter „Nummer“ zu finden) angezeigt. Entsprechend dieser Informationen kann man nun sehen, dass die A-Elemente eine Größe von 90 x 90 mm haben und 4x aus dem Schnittbereich eingefügt werden.  Unter dem „Werkzeug-Button“ findet man, in diesem Schritt, zudem die Möglichkeit die Einheit, den Schnittbereich sowie den Musterabstand einzustellen.

Info: Mit dem Musterabend wird der Abstand von Objekt zu Objekt festgelegt.

Tippt anschließend auf „Einf.“ um die 4 A-Elemente auf dem Schnittbereich einzufügen. Das Anordnen und positionieren wird, glücklicherweise, vom Schneideplotter übernommen. Um nun die restlichen (weißen) Elemente hinzuzufügen wird auf „Hinzu“ gedrückt. Nun befindet man sich wieder in Übersicht mit allen Bestandteilen des Blockes und die nächsten (B) Elemente hinzufügen. Auch diese erscheinen dann, angeordnet, bei den bereits hinzugefügten Elementen auf dem Schnittbereich.

Info: In meinem Fall sollen alle weißen Objekte (A-B-B‘) aus einem blauen Stoff und alle anderen, grünen Objekte, (C-C‘-D) sollen aus einem gemusterten Stoff ausgeschnitten werden. Damit ich möglichst wenig Arbeitsschritte habe, werden alle Objekte der gleichen Farbe auf dem Schnittbereich eingefügt. So habe ich für jede Farbe nur einen Zeichen,- und Schnittvorgang.

Sind nun alle Objekte/Elemente einer Farbe auf dem Schnittbereich, dann könnt Ihr auf „Ok“ drücken. Nun habt Ihr die Möglichkeit den Stoff zu schneiden oder die Nahtlinien anzeichnen zu lassen.

Um die Nahtlinien (im Gerät werden Euch diese Linien in Blau angezeigt) anzuzeichnen wählt Ihr im Menü „Zeichnen“ und setzt anschließend den Stifthalter mit eingesetzten Textilstift in den Messerhalter ein. Im Gerät drückt Ihr dann auf „Start“ und schon beginnt der Zeichenvorgang. Wenn Euch die Nahtlinie nicht deutlich genug ist, dann könnt Ihr unter dem Werkzeug-Button noch die Zeicheneinstellungen verändern. So ist es Möglich die Geschwindigkeit und den Druck anzupassen. Aber Achtung: Je höher der Druck, desto mehr Textilfarbe kann in das Gewebe einziehen. U.u. wird somit schwerer die Farbe wieder heraus zu bekommen. Dies solltet Ihr auf jeden Fall vorher an einem Reststück testen.

Wichtig:

Die Schneidematte wird nach diesem Durchgang auf keinen Fall aus dem Gerät entfernt bzw. ausgeworfen.

Für den Schnittvorgang wird nun der Stifthalter aus dem Gerät genommen und gegen das Textilmesser getauscht. Anschließend wird im Gerät von „Zeichnen“ auf „Schneiden“ umgestellt. Da der Schneideplotter die Einstellungen für das Messer automatisch vornimmt, könnt Ihr den Schnittvorgang direkt starten. Wer Sicher gehen möchte, der hat noch die Möglichkeit einen Testschnitt (Über das Feld „Test“) vorzunehmen. In den Schnitteinstellungen bieten sich zudem noch einige Optionen um den Schnitt zu „optimieren“. Dies kommt allerdings nur dann in Frage, wenn das Material nicht geschnitten worden ist.

Wenn der Zeichen,- und Schnittvorgang beendet ist, dann kann der übrige Stoff (der nicht benötigt wird) von der Schneidematte entfernt und an die Seite gelegt werden. Über bleiben die einzelnen Elemente. Diese sollten mit einem Spachtel von der Matte gelöst werden um ein verziehen oder ausfransen zu verhindern.

Ausgeschnitten sind in diesem Fall nun die weißen Elemente A-B-B‘ aus einem blauen Stoff. Auf dem Display des Schneideplotters erscheint dann die Meldung, dass der Vorgang beendet ist. Um jetzt die restlichen Elemente (C-C‘-D) auf dieselbe Weise – aus einem anderen Stoff - verarbeiten zu können, wird auf „Nächstes Teil wählen“ getippt. Nun erscheint wieder die Übersicht des Blockes mit seinen einzelnen Elementen. Hier können nun die fehlenden Teile ausgewählt und wieder auf dem Schnittbereich einfügen lassen.

Tatsächlich wiederholt sich jetzt die Arbeitsweise, wie sie zu Beginn der Anleitung erklärt wurde. Wenn alle Elemente auf dem Schnittbereich eingefügt worden sind, dann wird wieder der Zeichen,- und Schnittvorgang gestartet, dass Material von der Matte gelöst und am Ende hat man einen fertig zugeschnitten Block, der dann so aussehen kann:

Zusammengenäht sieht das dann so aus:

Anbei noch das Video, welches Euch vielleicht noch die ein oder andere offene Frage beantworten kann:

Ich wünsche Euch viel Freude beim nacharbeiten!

Anja

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