Verschiedene Nähmaschinennadeln in Packung

Welche Nadeln brauche ich wirklich für die Nähmaschine?

Für Nähanfänger ist das Nadelthema wie ein Dschungel – es gibt unendlich viele Sorten. Braucht man die wirklich alle? Was passiert, wenn ich nicht die passende Nadel benutze?

Wir zeigen Ihnen hier mal die Sorten, die man als Anfänger wirklich braucht und dann die, die man für Spezialfälle noch besorgen kann.

Alle unsere Informationen rund um die Nähmaschinen-Nadel finden Sie in unserem Bereich „Nadelkunde“.

Diese Nadeln gehören in die Grundausstattung

Die Universalnadel hat ihren Namen nicht umsonst, sie ist universell einsetzbar. Diese Nadel ist so konzipiert, dass man die meisten (aktuell erhältlichen) Stoffe damit vernähen kann. Daher sollte man von dieser Sorte immer eine ordentliche Menge zu Hause haben und zwar in verschiedenen Stärken. Wir empfehlen die Stärken 70, 80 und 90.

Es gibt nicht nur eine Universalnadel

Bei der Grundausstattung geht es schon los mit der Vielseitigkeit. Sie erhalten eine Universalnadel auch in einer Titan-Ausführung von Madeira/Organ. Die Geometrie ist die gleiche, nur die Oberfläche ist mit einer Titan-Nitrid-Beschichtung versehen, was der Nadel eine längere Haltbarkeit verleiht. Sie ist nicht stabiler! Die Beschichtung schützt lediglich die Oberfläche vor Abrieb.

Die Steigerung der Universalnadel

Auch der dritte Typ von Universalnadel punktet mit seiner Beschichtung: Die Superuniversalnadel von Schmetz ist mit einer Antihaft-Beschichtung versehen. So verschmiert die Nadel nicht so schnell, wenn mit Kleber gearbeitet wird. Zudem verfügt sie über ein größeres Nadelöhr, was das Einfädeln erleichtert, aber auch das Nähen mit stärkeren Garnen.

Unser Tipp:

Mit der Superuniversalnadel sind Sie für die meisten Näharbeiten perfekt ausgerüstet.

Eine Nadel für Wirkwaren

Was sind Wirkwaren und was gehört dazu?

Wir fassen hier mal Strickwaren und Wirkwaren zusammen, beide haben ja gemeinsam, dass sie aus Maschen bestehen.

Zu Wirkwaren zählen dann:

  • Jersey (Romanitjersey, Singlejersey, Rippjersey, Viskosejersey usw.)
  • French Terry
  • Sweat
  • Lycra
  • Piquee
  • Strick

Der Überbegriff „dehnbare Materialen“ passt in Sachen Nadeln nicht so ganz, es gibt ja auch gewebte Bekleidungsstoffe mit Stretchanteil.

Auch für Wirkwaren gibt es verschiedenste Nadelsorten. Es wird immer den einen oder anderen Stoff geben, für den Sie eine ganz spezielle Nadel brauchen, aber mit der Stretchnadel (hier rechts) decken Sie den größten Bereich ab.

Nähte, die nicht gedehnt werden, können Sie durchaus mit einer Universalnadel nähen. Viele haben ja Angst davor, die „scharfe“ Spitze der Universalnadel würde Löcher in den Jersey machen. Aber so spitz ist eine Nadelspitze gar nicht. Um sicher zu gehen, können Sie einfach eine Probenaht machen, sie auftrennen und den Stoff gedehnt gegen das Licht halten.

Sollte die Nadelspitze den Stoff verletzt haben, entstehen kleine Laufmaschen. Sehen Sie nur die Einstichstelle, ist nichts passiert.

Je weicher eine Wirkware ist oder je mehr Kunstfasern enthalten sind, desto schneller wird es passieren, dass die Nähmaschine Stiche auslässt oder Schlaufen entstehen. Dann ist es Zeit für eine speziellere Nadel.

Alles Weitere würden wir schon als Spezialisten beschreiben. Kaufen Sie diese Nadeln nach Bedarf.
Die Spezialnadeln

Wenn die Nähmaschine Mühe hat, durch die Lagen zu kommen, wenn der Stoff empfindlich reagiert (Fäden gezogen, Löcher) oder wenn das Stichbild nicht optimal ist, dann ist es an der Zeit, sich Spezialisten zu holen. Hier teilen wir gerne in die drei Bereiche Bekleidung, Taschen und Patchwork/Quilten ein. Wobei das nur eine grobe Richtung ist, die Materialien und Techniken vermischen sich ja gerne.

Bekleidung

Wirkwaren / Maschenware

Entstehen Fehlstiche mit der Stretchnadel, kann man sich noch folgen Nadelsorten zulegen:

Infos zu den oben genannten Stretchnadeln und der einfachen Jerseynadel finden Sie hier:

Feste Stoffe

Nähen Sie gerne Jeans oder mit anderen festen Stoffen (Denim, Köper, Jeans) braucht es etwas andere Nadeln:

Softshell ist zwar an sich weich, aber die Oberseite sehr dicht. Da gilt auch für viele andere wasserabweisende Stoffe. Hier hilft die Microtexnadel:

Wird auch ab und an mal Leder bei der Bekleidung mit verarbeitet, raten wir zur Ledernadel DH:

Kommen noch dekorative Steppnähte hinzu, sollte die Topstitchnadel bereit liegen:

Sehr feine Stoffe

Verarbeiten Sie dagegen Organza, Voile, Spitze oder dünne Batiststoffe, ist eine der neueren Schmetz-Nadel vielleicht die Lösung. Vor allem, wenn Kleber im Spiel ist.

Taschen

Hier geht ja in der Regel um viele Lagen, dichte und feste Materialien. Daher sollten sich diese Nadeln im Sortiment befinden:

Jeansnadeln durchdringen auch Taschenmaterial sicher, eine der beiden Sorten reicht.

Die Microtexnadel kommt auch gut durch dichte Stoffe, allerdings verschleißt bei ihr die Spitze schneller, da sie ja sehr schlank ist.

Ob Sie für Ihre Taschen wirklich eine Ledernadel brauchen, erfahren Sie in den Beiträgen und hier:

Für die Steppnähte darf die Topstitchnadel nicht fehlen:

Verwenden Sie gerne Kleber, kommen wir wieder zurück auf die Superuniversalnadel mit ihrer Antihaft-Beschichtung.

Patchwork und Quilten

Für das Patchworken reicht in der Regel die Universalnadel, aber für feste Stoffe und viele Lagen empfehlen wir die Quilting-Nadel (noch kein Beitrag).

Diese kann später auch zum Quilten verwendet werden. Nutzen Sie zum Quilten stärke Garne, kommt auch hier die Topstichnadel ins Spiel.

Das sind noch nicht alle Nadelsorten, die es gibt! Mit der Wingnadel oder der Doppelöhrnadel können Sie kreativ gestalten, für die Overlock, Cover und die Stickmaschine gibt es weitere Nadelarten und jede hat ihre Daseinsberechtigung. Infos dazu finden Sie auch in unserem Bereich Nadelkunde, der ständig erweitert wird. Und wenn Sie eine Frage haben, hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar.

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Welches Projekt muss bei einem Nähmaschinentest unbedingt dabei sein? Klar, eine Tasche! Verschiedene Materialien, dicke und dünne stellen, da sieht man schnell, was eine Nähmaschine kann. Deshalb haben wir mit der Pfaff Expression eine Kuoria von Hansedelli genäht, aber das Sticken kam natürlich auch nicht zu kurz. Unsere Erfahrungen lest ihr jetzt hier: www.naehratgeber.de/pfaff-creative-expression-750-im-test-teil-3-103432/ und wir testen noch ein bisschen für euch weiter.
#nähmaschinentest #stickmaschinentest #pfaff #nähpark PFAFF Europa
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Welches Projekt muss bei einem Nähmaschinentest unbedingt dabei sein? Klar, eine Tasche! Verschiedene Materialien, dicke und dünne stellen, da sieht man schnell, was eine Nähmaschine kann. Deshalb haben wir mit der Pfaff Expression eine Kuoria von Hansedelli genäht, aber das Sticken kam natürlich auch nicht zu kurz. Unsere Erfahrungen lest ihr jetzt hier: https://www.naehratgeber.de/pfaff-creative-expression-750-im-test-teil-3-103432/ und wir testen noch ein bisschen für euch weiter. 
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