Zubehör: Das HUSQVARNA VIKING Zirkellineal

Dekorative Effekte kann man ganz einfach enstehen lassen, zum Beispiel mit einem Kreisnäher. Bei HUSQVARNA VIKING nennt sich dieses Zubehörteil Zirkellineal

In der Packung befindet sich das Zirkellineal mit dem verstellbaren Schieber, ein Pin und drei Schablonen.

Die Viertelkreisschablone können Sie verwenden, um vor dem Nähen Ihren Kreis auf dem Stoff zu markieren. So können Sie während des Nähens kontrollieren, ob keine Abweichungen entstehen. Wir haben alle Kreise ohne vorherige Markierung genäht.

Die Montage

Wir nähen in unserem Beispiel mit der HUSQVARNA VIKING Brilliance 75Q.

An der Maschine sollte ein passender Fuß angebracht werden. Da wir Zierstiche nähen wollen, montieren wir hier den Nähfuß B. Genäht wurde mit Stickgarn, es kann aber jedes sonst für Zierstiche geeignete Garn verwendet werden.

Legen Sie eine volle Unterfadenspule ein. 

Das Zirkellineal wird mit den Haken in die beiden Montagelöcher neben dem Transporteur eingesetzt. 

Während des Nähens mit dem Zirkellineal sollte der automatische Fadenschneider nicht benutzt werden. Bei kleinen Kreisen funktioniert auch der integrierte Einfädler nicht. 

Die Halterung für den Pin kann durch leichtes Drücken hin und her geschoben werden. Wir beginnen im Beispiel mit dem kleinsten Kreis.

Den Stoff anbringen

Es kann nahezu jede Stoffart mit dem Zirkellineal vernäht werden. Eine gewisse Stabilität ist jedoch nötig für ein exaktes Ergebnis. Verstärken Sie daher dünne oder dehnbare Stoffe mit ODIF Fabric Booster und verwenden Sie ein Vlies. 

In unserem Beispiel haben wir einen relativ weichen Wollfilz vernäht, der mit abreißbarem Stickvlies unterlegt wurde. 

Der Stoff wird grob vorgeschnitten, auf das Vlies gelegt und in der Mitte der Pin wird durch den Stoff gesteckt. 

Dann werden beide Lagen zusammen mit dem Pin auf der verschiebbaren Halterung befestigt. 

Der Pin rastet nicht ein, er kann sich beim Nähen auch gelegentlich mitdrehen.

Der Stoff ist befestigt, nun wird ein geeigneter Stich ausgesucht.

Bei der Stichauswahl gibt es ein paar Punkte zu beachten:

  • Der Stich sollte wenig Rückwärtsstiche beinhalten. Das kann im Kreis schneller zu Verschiebungen führen.
  • Der Stich darf nicht breiter als die maximale Stichbreite Ihrer Maschine sein. Eine Seitwärtsbewegung ist durch den Pin nicht möglich! Kontrollieren Sie daher immer die Stichinformationen.
  • Der Rapport sollte möglichst kurz sein. Das erhöht die Chancen, am Ende der Runde einen schönen Übergang zu nähen.

Der Kreis sieht auf diesen Bildern nur wellig aus, weil die Halterung für den Pin höher ist als der Transporteur und das Lineal. 

Nach der ersten Runde kann die Halterung samt Pin nach links verschoben werden, um den nächsten Kreis daneben zu nähen. 

Größere Runden können Sie auch mit der Start-/Stopp-Taste nähen. Am Ende der Runde sollten Sie aber wieder mit dem Pedal arbeiten. Beobachten Sie das Muster, halten Sie gelegentlich über die Musterende-Funktion an. So können Sie erkennen, ob es mit dem Übergang klappen könnte. Nach Bedarf können Sie auf den letzten Millimetern auch den Stoff bremsen oder schieben. 

Wer gerne rechnet kann sich auch mal daran versuchen: Berechnen Sie den Umfang des Kreises (U=π x 2r). Nähen Sie die Mustersequenz auf einem Probestück. Wenn Sie dann den Umfang durch die gemessene Länge einer Mustersequenz teilen, sollte eine gerade Zahl dabei herauskommen. Eine Garantie ist es trotzdem nicht, besonders bei großen Kreisen. Aber man könnte so eventuell auch einen Text nähen, hier wäre die Sequenz ja immer relativ lang, kann man Ende aber mit Geradstichen ausgeglichen werden.

Lassen Sie Anfangs- und Endfaden einfach hängen, diese können Sie vor der letzten Runde nach unten verstechen.

Wie Sie sehen, kann man auch mit der Zwillingsnadel mit dem Zirkellineal nähen. Testen Sie verschiedene Effekte!

Eine Probenaht ist jedoch vor jedem neuen Stich anzuraten. Dafür müssen Sie das Zirkellineal nicht abnehmen. Entfernen Sie Ihr aktuelles Kreisnähmuster, lassen Sie dabei den Pin im Stoff stecken. 

Dann können Sie auf einem Rest ihre Probenaht machen. Besonders Nähte mit der Zwillingsnadel wirken genäht oft ganz anders als im Display. Vergessen Sie nicht, Ihre Nähmaschine auf die eingesetzte Zwillingsnadel einzustellen.

Weitere Verarbeitung

Aus unseren Kreisen wurden Untersetzer. Daher haben wir nach der letzten Zierstichreihe das Vlies abgerissen und eine zweite Lage Wollstoff links auf links aufgelegt.

Der Pin wurde durch beide Lagen gestochen und eine weitere Runde genäht. 

Anschließend wurde knapp neben der Naht der Stoff abgeschnitten.

Und die beiden anderen Schablonen?

Mit diesen Schablonen können Sie Blüten nähen, mit vier oder sechs Blütenblättern, wie hier rechts im Bild zu sehen. Das geht ganz einfach:

Mit der Schablone wird der Stoff vorbereitet. Sie sehen auf den Schablonen Zentimeterangaben, die Sie dann passend an Ihrem Zirkellineal einstellen. Markieren Sie also auf dem Stoff die Zahl 12, stellen Sie das Zirkellineal auch auf 12.

Markieren Sie zuerst die Mitte Ihres Stoffes.

Dann legen Sie die Schablone mit dem mittleren Loch über Ihren Punkt und markieren  überall die Zahl 12.

Klappen Sie die Schablone auf die andere Seite, mit dem Loch wieder über Ihrem Mittelpunkt. Die Markierungen oben und unten müssen in den Löchern der Schablone zu sehen sein. Jetzt können die beiden letzten Punkte angezeichnet werden. 

So sollte der Stoff nun aussehen. Der Pin wird diesmal nicht durch die Mitte gesteckt, sondern durch die äußeren Markierungen, in der aufgezeigten Reihenfolge.

Pin einstecken, Vlies unterlegen und ab an die Nähmaschine.

Den Schieber auf 12 stellen.

Der Pin steckt im Punkt 1. Genäht wird jetzt vom Punkt 2 aus über die Mitte zum Punkt 6.

Am Punkt 6 angelangt, Stoff aus der Maschine nehmen, Fäden hängen lassen.

Das sieht nun so aus.

Der Pin wird in die Markierung 2 gesteckt und die nächste Sequenz genäht.

Auf diese Weise wird weitergearbeitet, bis die Blüte fertig ist. 

Da auch diese Blüte zum Untersetzer wurde, haben wir hier das Vlies ebenfalls entfernt und eine zweite Lage Stoff hinten aufgelegt.

Der Pin wird in die Mitte der Blüte gesteckt, der Schieber bleibt auf 12. So wird die Blüte mit dem Zierstich umrundet und der überstehende Stoff abgeschnitten. 

Bei sechs Blütenblättern werden alle Markierungen übernäht. Die Arbeitsweise ist für vier Blätter ähnlich, allerdings werden nicht alle Markierungen übernäht, das sollten Sie beim Anzeichnen beachten.

Wenn Sie nun auch Lust auf Kreise haben (Vorsicht, Kreisnähen kann süchtig machen), finden Sie hier die Produkte verschiedener Hersteller. Unter dem Reiter "Passende Modelle" im Shop können Sie nachprüfen, ob das Produkt für Ihre Nähmaschine geeignet ist.

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