Zweiter Testbericht `Juki MO-114D` von Anja Kühne

Es wird Zeit für meinen 2. Bericht über die Juki MO-114D von Nähpark Diermeier.
Ich muss gestehen, ich bin im letzten Monat leider nicht wirklich dazu gekommen, die Overlock ausgiebig zu testen. Die Vorbereitungen zu Weihnachten haben einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen.
Eigentlich wollte ich die Maschine sehr gern auf diverse Stoffarten testen und auch die verschiedenen Stiche bzw. Nähte ausprobieren aber es kam etwas anders als gedacht.
Immerhin habe ich es aber geschafft, zwischen den Feiertagen mir einen wundervollen Hoodie zu nähen. Diesen habe ich aus Jaquardsweat mit einer aufwendigen Kapuze genäht. Hierbei musste die Maschine teilweise 8 Schichten Stoff versäubern und nähen. Ein wenig Bedenken hatte ich hierbei schon. Ob sie das wohl schafft? Aber sie meisterte das ohne Probleme und die Naht ist super sauber geworden. Ich bin sehr begeistert.
Für den Hoodie musste ich das Garn wechseln. Normalerweise verknote ich die Fäden, damit mit das neu einfädeln zu mühsam ist. Doch diesmal habe ich extra für den Test alles normal eingefädelt und alles fotografiert. Ich hoffe, ich kann der einen oder anderen damit ein wenig helfen.
Wenn man die Klappe öffnet ist ein Bild zu sehen, in welcher Reihenfolge man einfädeln muss. Zum Einfädeln habe ich mir auch noch zusätzlich die Anleitung zur Hand genommen. Die Beschreibung ist wirklich sehr gut und mit Hilfe der Abbildungen kommt man sehr gut voran.
Man beginnt mit dem blauen Faden, also der 3. Kone von links.

Juki MO-114D Kühne naehpart

Im Prinzip ist es sehr einfach, der Faden wird als erstes in die Fadenrille gelegt und dabei zieht man den Faden ein wenig an, damit er in die Öffnung oben/hinten in die Führung hineinrutscht. Wichtig ist es hier auch so gucken, dass der Faden zwischen die Spannungsscheiben liegt, sonst gibt es später keine saubere Naht.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Hier noch ein kleiner Tipp, die Garnrollen sollten stabil stehen und die Fäden müssen vorher noch über die Fadenführung gelegt werden.

Unterhalb des Führungsschlitzes befindet sich eine weitere Fadenführung. Auch hier müsst ihr darauf achten, dass der Faden richtig hineinrutscht.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Super finde ich übrigens, dass man fast nichts falsch machen kann, da der Weg immer farblich markiert ist. Auch hier sieht man sofort, wo der Faden nun als nächstes entlang muss.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Im nächsten Schritt muss man genau schauen, durch welche der Spiralen ihr den Faden führt. Aber auch hier hilft die farbliche Markierung weiter.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Und so geht man nun weiter zum nächsten Haken. Es ist fast geschafft. Jetzt führtihr den Faden noch durch den Haken am Greifer.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Jetzt müsst ihr den Faden nur noch durch das Öhr im Greifer fädeln und der erste Faden und eigentlich auch der schwierigste Teil ist geschafft.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Als nächstes wird der „rote“ Faden also die 4. Kone von links eingefädelt. Das ist der Faden des Unterfadengreifers. Auch hier fädelt ihr den Faden wie den anderen oben durch den Führungsschlitz (das wird übrigens mit allen 4 Fäden so gehandhabt).

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Am Ende des Führungsschlitzes angekommen, sieht man sofort, wo es langgeht. Danach führt ihr den Faden durch die Spirale, hier darauf achten, dass ihr die mit der roten Markierung nehmt.

Jetzt fädelt ihr den Faden in den Greifer und hier ist es bei einigen Maschinen sehr fummelig. Wenn ich da an meine W6 zurückdenke, stellen sich mir glatt die Nackenhaare nach oben. Ich habe es gehasst, da musste man kompliziert den Faden durch die Maschine führen.
Bei der Juki geht das super einfach. Zuerst müsst ihr den Faden durch die Öse fädeln und danach drückt ihr einfach den weißen Hebel nach unten und die Einfädelautomatik kommt nach vorne.
Ihr legt den Faden in den Schlitz der Einfädelautomatik und drückt den weißen Hebel wieder nach oben, dadurch wird der Faden nach hinten geschoben.

Dann braucht hier nur noch den Faden durch die Öse des Unterfadengreifers fädeln und nach hinten legen und schon seid ihr mit dem 2. Faden fertig.
Die beiden andern Fäden sind super einfach. Das ist fast wir bei einer normalen Nähmaschine. Hier beginnen wir mit dem grünen Faden, also der 2. Kone von links. Auch hier wiederholen sich die ersten Schritte.

Nach den ersten Schritten führt ihr den Faden links unter die Führungsleiste und legt ihn in den grünen Fadengeber.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Dann durch die nächste Führung legen …

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Nur legt ihr den Faden durch die rechte Spirale und fädelt den Faden im nächsten Schritt durch die rechte Nadel. Mir hilft es hier, wenn ich das Messer nach oben stelle. Ich habe dann mehr Platz. Ach und die Nadel sollte natürlich oben stehen. Dann legt ihr den Faden unter den Nähfuß nach hinten. Und fertig seid ihr mit dem 3. Faden.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Mit dem 4. also gelben Faden verfahrt ihr genau wie mit dem 3. Faden. Allerdings legt ihr den Faden in den oberen also gelb markierten Fadengeber. Die nächste Fadenführung teilen sich dann der 3. und 4. Faden.

Nun führt ihr den Faden druch die linke Spirale und natürlich auch durch die linke Nadel und legt auch hier den Faden wieder unter den Nähfuß nach hinten und schon habt ihr es geschafft und könnt losnähen.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Wenn ihr alles korrekt gemacht habt, dann müsste die Naht so aussehen.

Juki MO-114D kühne naehpark testbericht

Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Beschreibung helfen.
Mir ist das Einfädeln sofort gelungen und ich konnte mit Nähen loslegen.

Lieben Gruß

Anja

Technische Daten

  • Zwei- bis Vier-Faden-Techniken
  • Differentialtransport
  • einstellbare Stichlänge und -breite
  • Snap-on-System
  • Einfädelhilfe

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