Quilten mit der Janome 6700

Heike Rosenbaum: Janome MC 6700P (Abschlussbericht)

Oft werde ich bei der Maschinenwahl gefragt: „Was können Sie mir für eine Maschine empfehlen?“ Dann kommt auch prompt von mir die Gegenfrage: “Was brauchen Sie und was wäre so ein Wunsch?“

Es ist wirklich sehr schwer, genau die Richtige zu finden. Es gibt Maschinen, die sollten nicht so schwer sein, weil sie mit zu den Kursen geschleppt werden. Dafür verzichtet man dann auf den Komfort und manchmal auch auf Leistung. Und dann sind da die Maschinen, die die Wünsche größtmöglich abdecken. Mit der Auswahl dieser Maschinen muss man sich also in Ruhe beschäftigen.  Da ich nun nicht über so einen riesigen Maschinenpark und schon gar nicht der neusten Maschinen verfüge, war es mir eine Freude, eine dieser Wunschmaschinen zu testen.

Sie hat so einige Dinge, die man auf einer Wunschliste findet (hier eine Auswahl):

  • Großer Durchgang
  • Sehr gute Beleuchtung
  • Automatischer Fadenabschneider
  • Nadelstoppposition
  • Regulierung der Geschwindigkeit (Schneckentaste)
  • Lieblingssticheinstellung
  • Automatischer Abschalttimer
  • Starker Motor
  • Ruhiger Lauf
  • Viel Zubehör
  • Obertransport
  • Viele Zierstiche
  • Viele Knopflöcher
  • Programmieren von Musterkombinationen und Monogramme

Das sind auch die Dinge, auf die ich bei meinen eigenen Maschinen viel Wert lege.

Wichtig ist für mich auch, dass ich die Maschine fast intuitiv bedienen kann. Ich schaue nur im Notfall in die Bedienungsanleitung. Sicher muss man die Beschreibung am Anfang durchsehen, aber die einfachen Dinge müssen sich alle von selber ergeben.

So ist es nun bei der Janome MC 6700P. Sie hat das alles und ein wenig mehr. Im Laufe des Tests habe ich sie bei meinen Näharbeiten ausführlich ausprobiert.

So habe ich Patchworkdecken genäht und gequiltet. Dazu wurden verschiedene Füßchen genommen. Verwendet habe ich den Patchworkfuß „O“, den Obertransportfuß oder den Fuß für das freie Quilten. Als Ergänzung zu den vorhandenen Füßchen habe ich hier das Ergänzungsset mit dem Rulerfuß verwendet. Damit bekommt man mit etwas Übung schöne gerade oder geschwungene Linien.

Ich habe auch bei meinen Taschen einen Reißverschluss eingenäht. Das Füßchen dazu ist etwas anders, deshalb habe ich ausnahmsweise in die Bedienungsanleitung geschaut. Ich weiß nicht, aber die Leute, die dieses Heft geschrieben haben, kennen wohl nur Reißverschlüsse in Hosen. Eine Beschreibung, wie man diese in eine Hose oder Rock einnäht, ist mir noch nicht untergekommen. Das finde ich ein wenig deplatziert. Eine einfache Beschreibung für einen normalen Reißverschluss wäre vollkommen ausreichend und nicht so verwirrend.

Also habe ich bei der letzten Tasche wieder intuitiv gearbeitet und die Nase nicht in das Heft gesteckt. Beim Nähen einer Reisetasche wollte ich noch einmal alles probieren, was ich so brauche. Der starke Motor brachte mich auch über die dicksten Stellen (2 mal Soft & Stable, 1 mal Gurtband, 8 Lagen Stoff). Auch die Reißverschlüsse waren kein Problem. Auf einer Tasche habe ich ein Stickmuster „handmade“ aufgestickt. Bei einer Füßchenbreite von 9mm kein Problem.

Auch ganz zarte und dünne Stoffe kamen unter die Nadel. Manch einem sagt Pojagi etwas. Ich habe es mit Seide Pongèe 09 ausprobiert. Klappt. Mit einer entsprechend dünnen Nadel z.B. auch einer Microtex geht es ganz wunderbar.

Solche Projekte brauchen ja doch einige Zeit. So habe ich dann nicht ganz so viel geschafft. Ein kleines Projekt habe ich noch gemacht, um die Zierstiche zu zeigen. Sie sind wirklich schön und anders als bei manch einer anderen Maschine, musste ich nichts an der Fadenspannung regulieren.

Das ist nun mein vorläufig abschließender Testbericht. So ein paar Sachen sind noch nicht fertig. Aber auch diese Aufgaben wird sie mit Bravour meistern Davon bin ich überzeugt.

Mein Fazit:

Eine wirklich gute Maschine, leistungsstark, mit viel Zubehör, welche ich gerne empfehlen werde. Das Preis/Leistungsverhältnis ist sehr gut. Für Patchworker und Quilter würde ich den zusätzlichen Kauf des schmalen Obertransportfußes empfehlen.

Ich möchte mich bei der Firma Diermeier in Cham ganz herzlich dafür bedanken, die Maschine testen zu dürfen.

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20 hours ago

Gerd von @ge_naeht hat die Juki TL-2300 getestet und hat ja selbst schon die TL-2200. Jetzt beantwortet er auf dem nähRatgeber auch die in der Testzeit eingegangenen Frag#Juki##jukisumatou#schnellnähen#nähmaschin&#nähmaschinentes&#nähpars#naehparkt#genähl;hpark #naehpark #genäht ... See MoreSee Less

Gerd von @ge_naeht hat die Juki TL-2300 getestet und hat ja selbst schon die TL-2200. Jetzt beantwortet er auf dem nähRatgeber auch die in der Testzeit eingegangenen Fragen. 
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Ein integrierter Nadeleinfädler hilft, den Faden durch das Öhr zu bringen, aber manchmal ist es schon anstrengend, die Nadel einzusetzen. Es gibt aber auch hier kleine Helfer. Bei Husqvarna Viking und Pfaff ist dieser in der Hebamme (oder Hebeplatte) integriert, bei anderen Herstellern im manuellen Nadeleinfädler. Habt ihr beides nicht, kann man dafür auch den Einfädler von Prym verwenden. Habt ihr auch Mühe beim Einsetzen der Nadel?
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Der Reißverschlussfuß von Bernina ist nicht so euer Ding? Ihr wollt noch ein bisschen weiter links (oder rechts) nähen? Dann schaut euch das mal an. Mit dem Adapter Nr. 75 von Bernina, dem schmalen RV-Fuß von Husqvarna und der passenden Snap-on-Halterung kann man schön nah an Raupen, Ringen oder Paspeln nähen. Auf beiden Seiten! Wichtig: Den Halter findet ihr nicht im Shop, da er ein Ersatzteil ist. Schreibt dazu eine Mail an service@naehpark.com, dann schicken euch die Kollegen die Artikelnummer oder Hinweise, wie die Bestellung zusammen erledigt werden kann.
Wer schon eine Husqvarna Viking Nähmaschine zu Hause hat: Das Loch muss nur ein bisschen vergrößert werden. Schön vorsichtig ahlen, bis die Schraube gerade durchgeht, dann könnt ihr euren Halter auch weiterhin an der Husqvarna montieren.
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