Juki HZL-G220 nähpark Testbericht

Abschlussbericht Test `Juki HZL-G220` von Anja Kühne

Oh mann, nun ist die Testzeit auch schon vorbei. Ich habe gestern die Maschine eingepackt und weggeschickt. Ja, ich habe sie tatsächlich wieder weggeschickt. Allerdings schweren Herzens. Anfangs war ich tatsächlich etwas skeptisch und ich wurde erst nicht so richtig warm mit ihr. Es gab so ein paar Punkte, die mich störten. Aber mit der Zeit gewöhnte ich mich dran und mich hat einfach das saubere Arbeiten mit ihr überzeugt.

Jetzt wollt ihr sicher wissen, warum ich sie nicht behalten habe. Die Cover ist einfach schuld. Der Wunsch nach einer Coverstich war einfach zu groß und nach den tollen Berichten von Das Elfele konnte ich einfach nicht mehr anders und sie durfte hier einziehen. Naja und was soll ich sagen, zwei Nähmaschinen in kurzer Zeit zu kaufen, das sprengt dann doch einfach den Rahmen.

Nun aber zu meinen letzten Erfahrungen. Ich habe es leider zeitlich nicht mehr geschafft, nochmal Leder zu testen. Aber sie kam ja damit super zurecht und hat die selbst die dicksten Stellen ohne Probleme gemeistert.

Zu den Buchstaben kann ich nur sagen, ich weiß nun, dass ich es nicht brauche. Bzw. wenn man es unbedingt braucht, dann sollte man sich eventuell doch lieber eine Stickmaschine oder eine größere mit größeren Display kaufen. Sie näht zwar die Buchstaben ohne Probleme und auch das Stichbild ist top. Aber … ja ich muss sagen, dass man hierzu ein wenig Geduld und Ruhe benötigt. Es braucht sehr viel Konzentration, die vielen Tastenkombis zu drücken. Leider sieht man nicht, was man eingegeben hat bzw. sieht man immer nur, was man als letztes eingegeben hat. Bei kurzen Texten ist das mit sicher unproblematisch aber wenn es etwas länger werden soll, weiß ich nicht, ob ich die Geduld hätte.

Mein letztes Projekt war eine Softshell-Weste aus der Ottobre 4/2017. Also ich bin tatsächlich hin und weg. Dieses Ergebnis hat mich einfach umgehauen. Die Nähte sind so sauber. Es war als wären die Juki HZL-G220 und Softshell füreinander bestimmt. Dank des mitgelieferten Blindstichfusses habe ich nun so saubere Nähte wie nie zuvor. Ich denke, die Bilder in der folgenden Galerie sprechen für sich. Auch Reißverschlüsse nähen macht richtig Spaß.
(Zum Vergrößern einfach anklicken)

Ich habe nun so gut wie alles getestet, dünne Stoffe, dicke Stoffe, fusselige Stoffe, rutschige Stoffe. Mit allem kommt die Juki gut zurecht. Applizieren kann sie prima, Reißverschlüsse und Knöpfe sind auch kein Problem. Man merkt, dass der Transport aus der Industrie kommt, denn egal welcher Stoff, sie transportiert die Stoffe ordentlich und das macht ein sauberes Nähen möglich.

In meinem ersten Bericht schrieb ich von dem Problem, dass die Nadel bei angehoben Nähfuß hochfährt, wenn man versehentlich auf das Pedal kommt. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt und es ist nicht mehr passiert. Allerdings habe ich für mich festgestellt, dass ich nicht unbedingt einen automatischen Fadenabschneider brauche. Ich habe sogar öfter den Faden wie früher auch mit der Schere abgeschnitten. Jetzt fragt ihr euch bestimmt warum. Ganz einfach mich hat es ein wenig genervt, jedes Mal den Unterfaden wieder nach oben zu holen. Aber das ist tatsächlich nur mein persönliches empfinden.

Ich bin auf jeden Fall mittlerweile ein Juki-Fan. Sie arbeitet sauber, leise zuverlässig. Und ich bin tatsächlich ein wenig traurig, dass ich sie nun wieder hergeben musste.

Aber vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder. 😉

Liebe Grüße,
Anja

Technische Daten

  • 180 Stiche
  • 7-Punkte-Transporteur
  • Interner Speicher
  • 900 Stiche pro Minute
  • Automatischer Nadeleinfädler
  • programmierbarer Fadenabschneider

Zur Juki HLZ-G220 im Shop