Abschlussbericht Test `Juki MO-2000` von Isabella Drack

Ich melde mich nun mit meinem letzten Testbericht zu Wort. Ja, tatsächlich sind die drei Monate schon wieder vorbei in denen ich eine der 17 Juki-Testerinnen sein durfte.
Meinetwegen hätte die Zeit jetzt nicht so davonrasen müssen, die Testphase hätte durchaus noch so ein bis zwei Monate länger dauern dürfen. Mit so einem Luxusgerät sagt sich das aber natürlich auch leicht!

Ja, wir sind Freunde geworden – ziemlich gute sogar. Das gute Stück hat mich nun drei Monate fast täglich durch meine Nähprojekte begleitet. Da ich hauptsächlich Kinderkleidung nähe, verarbeite ich auch größtenteils nur Jersey und Sweat. Im Testzeitraum hab ich mich jedoch auch das erste Mal an Lycra herangetraut und auch Jeans und Webware kam unter die Nadel. Und alles wurde von der Juki mit Bravour gemeistert. Ich wusste gar nicht wie sauber und ordentlich Overlock-Nähte aussehen können.

Für meinen letzten Testbericht hab ich mir die 2-Faden-Flatlocknaht genauer angesehen. Schon des Öfteren hab ich gelesen, dass manche Leute mit dieser Naht säumen, das hab ich weder schon einmal gemacht, noch hätte ich je daran gedacht. Aber einen Versuch war es wert, und so hab ich mich mal bei ein paar Stoffresten ran getraut. Es gefällt mir auf den Resten schon ziemlich gut und das werde ich bestimmt an einem der nächsten Shirts direkt dem Praxistest unterziehen.

Es war bzw. ist schon noch eine Spielerei die richtigen Einstellungen beim jeweiligen Garn und dem verwendeten Stoff zu finden, aber wenn man einmal die richtige Einstellung gefunden hat, dann kann man sich das ja wieder abspeichern. Da haben wir schon wieder Verwendung für das LCD-Display mit Speicherfunktion gefunden.

Ein Punkt ist mir bei der Juki noch absolut positiv aufgefallen. Bei meiner alten Overlock ist es mir tatsächlich ziemlich häufig passiert ist, dass ich losgenäht hab, obwohl der Nähfuß noch nicht gesenkt war. Das hieß für mich dann, alles wieder auftrennen und wieder von vorne beginnen. Mit der Juki ist mir das genau NIE passiert – geht nämlich gar nicht – da kann man auf dem Pedal rumtreten wie man will, die fängt gar nicht erst an zu nähen wenn der Nähfuß nicht unten ist. Auch die vordere Abdeckung muss immer komplett geschlossen sein, damit man nähen kann. Diese Sicherheitsvorrichtung finde ich perfekt, da ich mir somit unnötiges Auftrennen und einige Nerven spare.
Immer noch hin und weg bin ich von dem automatischen Einfädelsystem. Ich hätte mir im Leben nicht gedacht, dass ich bei einem Nähstück tatsächlich einmal mit mehr als einer Garnfarbe nähe. Ich wurde mit der Juki eines Besseren belehrt. Es sieht einfach so schön aus, wenn die Garnfarbe der Stofffarbe angepasst ist und durch das schnelle Umfädeln ist das absolut kein Problem mehr. Ich fürchte nur, ich muss meine Nähwerkstatt schon bald ausbauen, da das viele Garn schon fast keinen Platz mehr hat.

Ich bin im Nachhinein richtig froh, dass ich mich dazu durchgerungen hab mich als Juki-Testerin zu bewerben und noch viel mehr freue ich mich, dass ich doch tatsächlich ausgewählt wurde. Die Marke Juki hat mich mit meiner Testmaschine absolut überzeugt. Zum
Preis-/Leistungsverhältnis kann ich leider persönlich nicht wirklich was sagen, da ich vorher noch nie mit einer Maschine in dieser Preisklasse gearbeitet habe, aber für mich bedeutet die MO 2000 Luxus pur, und natürlich kostet der Luxus dementsprechend Geld. Nach meiner Testphase würde ich allerdings sagen, die Maschine ist das Geld wert!
Vielen Dank lieber Nähpark dass ihr mir diese großartige Chance ermöglicht habt. Ihr habt mich jukifiziert!

Liebe Grüße,
Isabella

Technische Daten

  • Display
  • 2-4-Fäden-Overlock
  • Easy-Threading-System
  • Hilfsgreifer
  • Abfallbehälter
  • LED-Licht

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