Testoffensive: Brother DC 100 – Abschlussbericht von Tanja Meyer

Manche Freundschaften brauchen etwas länger, bis man zusammen findet und auf einer Wellenlänge schwebt. So ging es mir mit meiner Brother DC 100, die ich nun einige Monate zuhause testen durfte. Irgendwie wurden wir nicht warm miteinander, es gab technische Probleme – vor allem mit der WLAN Verbindung und der technischen Kompatibilität – was mir anfangs die Lust am Plotten nahm, obwohl ich doch einige Ideen hatte, die ich gern umsetzen wollte.

Aber ich gab nicht auf und die Mühe hat sich nun endlich gelohnt und ich präsentiere Euch nun dieses Abschlussprojekt. Eine Anleitung vor allem für Designer, die ihre eigenen Entwürfe aus Illustrator am Ende plotten und z.B. auf Textilien anbringen möchten und mit der von Brother bereitgestellten Installationsanleitung nicht zurechtkommen.

Ein neues Projekt / Dokument in Adobe Illustrator erstellen, am besten gleich so groß wie die DesignMat, wenn man die Plottfläche gleich voll ausnutzen möchte: 300 x 300 mm
Die Grafiken in Schwarz-Weiß erstellen, alles in Pfade umwandeln und darauf achten, am Ende alles spiegelverkehrt abzuspeichern.
Ich kontrolliere die Pfade dann immer noch und entferne ggf. alles zu kleine oder kantige, bei dem der Plotter ins Stocken kommen könnte. In diesem Fall löschte ich komplett die Lautsprecher des Ghettoblasters, da ich Sie durch Stoff oder etwas anderes ersetzen möchte.
Schriften natürlich auch immer in Pfade umwandeln, hier habe ich keine genutzt, merke das aber gerne hier nochmals an!
Die Datei nun mit „Speichern unter.. im SVG Format abspeichern. Diese Voreinstellungen aus Adobe Illustrator habe ich so übernommen und es hat gepasst.
Dann SAFARI öffnen. Seltsamerweise lief das Brother Canvas Workspace Programm nur unter diesem Browser. Bei mir tauchte dann immer diese Meldung auf, die ich einfach weggeclickt habe, da ich ja das Programm über den Browser installiert hatte und es nicht über einen Download am Mac ging.
Dann habe ich die abgespeicherte svg. Datei importiert, voilá, erscheint die Grafik auf der zu plottenden Gesamtfläche. Das ganze habe ich mir dann noch so platziert und skaliert wie ich wollte und dann auf „Herunterladen“ gedrückt.
Die Datei wird im „Download-Ordner“ jedes Mal unter „Untitled.fcm“ gespeichert, ich gab dem Kind einen Namen und habe dann im Programm des Brother DesignNCut Manager meine Datei geladen. Die Plottdateien müssen .fcm Dateien sein.
Wichtig ist, die Textilflockfolie richtig auf der StandardMat (diese eignet sich durch die höhere Klebekraft besser als die mitgelieferte Matte des Plotters) anzubringen, die dicke Folienseite nach unten und gut andrücken.  
Die Plotternadel entsprechend der vorgeschiebenen Einstellungen der Folie einstellen und juhu, so sieht das Ganze dann entgittert und letzten Endes aufgebügelt auf einem Tshirt aus.

Leider waren einige Linien zu fein und sind beim Aufbügeln nicht, oder nur teilweise auf dem Shirt gelandet, aber das war erstmal meine erste Arbeit „unter Freunden“! Auch wenn es etwas länger mit mir und dem Plotter gedauert hat.

Die restliche Folie wird nun verplottet und ich verabschiede mich von einem am Ende doch überraschend guten Gerät und sage „Danke Nähpark“ – ich habe viel gelernt!

Eure Tanja

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