Janome 9400 Testbericht Anja Kühne

Anja Kühne: Janome MC 9400 QCP (Abschluss)

Alles hat ein Ende…

Doch bei uns ist es noch lange nicht in Sicht, denn die Janome Memory Craft 9400 QCP darf bleiben.

Das dürfte mit Sicherheit für die Maschine und ihre Qualitäten sprechen. Ich überlege ja schon lange, mir eine neue Nähmaschine zu kaufen.

Die Janome hat Funktionen, die ich einfach nicht mehr missen möchte. Klar, andere Maschinen haben das auch, aber irgendwie fehlte mir dann immer das Eine oder das Andere oder sie sind mir dann doch zu teuer.

Besonders begeistert bin ich von dem großen Display, das erwähnte ich ja bereits in meinem ersten Beitrag.

Aber auch der Einfädler, das zusätzliche Fußpedal, der Kniehebel, die Beleuchtung, der Stauraum …ach, ich könnte jetzt noch viel mehr aufzählen.

Leider kam ich in den letzten Wochen nicht ganz so oft an die Nähmaschine wie gehofft. Daher konnte ich nicht sehr viele Stoffe testen. Vernäht habe ich Webware, Jersey und Sweat aber das sind eh die Stoffe, die hier am häufigsten unter die Nadel kommen.

Mit Webware kommt die Maschine super zurecht, schließlich ist sie hauptsächlich fürs Quilten konzipiert. Die Größe und die Schnelligkeit, die Auswahl der Stiche sind einfach ideal für alle, die es lieben, Decken oder andere große Projekte zu nähen. Übrigens sitze ich derzeit schon wieder an einer Patchworkdecke. Dabei ist mir aufgefallen, wie hilfreich die Linien auf der Stichplatte sind.

Damit konnte ich diagonal nähen, ohne vorher eine Hilfslinie einzuzeichnen. Bei 192 Quadraten war das tatsächlich eine enorme Zeitersparnis.

Die kommt auch super mit Jersey aus, auch wenn ich hier anfangs dann doch enttäuscht war. Sie transportierte den Stoff überhaupt nicht gut. Wen wundert es, wenn ein Laie wie ich (die ungern Bedienungsanleitungen liest) an der Maschine sitzt. Die Maschine konnte dafür überhaupt nichts.

Nachdem ich eingesehen habe, dass Lesen schlau macht, kam ich auf die Idee den Doppeltransportfuß zu verwenden. Und was soll ich sagen, sie näht auch dehnbare Stoffe perfekt.

Da ich nun auch die Bedienungsanleitung durchstöbert habe, weiß ich jetzt auch, dass es Stauraum für die Stichplatten gibt. Somit gehen sie nicht verloren und man hat sie immer griffbereit. Sowas liebe ich, da ich doch sehr chaotisch bin und hier immer wieder Dinge auf mysteriöse Weise verschwinden. Überhaupt hat die Janome richtig viel Staufächer. Da vermisste ich bei meiner W6 immer.

Zuletzt mag ich noch kurz etwas zu den verschiedenen Stichen schreiben. Man kann tatsächlich mehrere Stiche miteinander kombinieren. Und dank des großen Displays kann man seine Auswahl auch sehen und jederzeit ändern. Sowas habe ich bei der von mir getesteten Juki vermisst.

Auch sieht man auf dem Display den Text den man nähen möchte. Die Janome verfügt über 4 Schriftarten. Welche teilweise auch Groß- und Kleinschreibung beinhalten.

Bei der Juki fand ich die Eingabe so kompliziert und umständlich (im Display wurde der Text auch nicht angezeigt), sodass ich dies nur einmal ausprobiert hatte.

Bei der Janome geht das so einfach, dass ich mir schon überlegt habe, in Zukunft meine Größen- und Namenschilder selber zu nähen.

Mein Fazit, die Maschine macht Spaß, bietet viel Platz und Stauraum, näht sauber und schnell. Man sollte sich definitiv vorm Nähen Zeit nehmen und die Bedienungsanleitung lesen. Ich werde mit Sicherheit viel Freude mit ihr haben und bin gespannt, was mir noch alles unter die Nadel kommt.

Vielen Dank an das Team vom Nähpark Diermeier für diese tolle Chance.

Liebe Grüße

Anja

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