Testoffensive: JANOME Memory Craft 6700P – Erster Eindruck von Ingrid Köllmann

Durch den Nähpark hatte ich ja dieses Jahr bereits die Möglichkeit, einen absoluten High-End-„Nähcomputer“ testen zu dürfen. Daher habe ich mich wirklich sehr darüber gefreut, dass ich nochmals die Gelegenheit bekommen habe, eine weitere Maschine ausgiebig probieren und testen zu können. Dieses Mal geht es um die JANOME Memory Craft 6700P. Das P steht für PROFESSIONAL, und es handelt sich um einen Schnellnäher, bei diesem Modell aber in Kombination mit einer breiten Palette von Zierstichen. Bei der Janome 6700P hat mich in erster Linie das Quilten interessiert, aber ich werde natürlich versuchen, auf möglichst viele Facetten einzugehen.

Auspacken der Maschine

Die Janome 6700 wird stabil und sicher verpackt geliefert.
Das Gewicht wird vom Hersteller mit 11 kg angegeben. Das ist kein Leichtgewicht, aber natürlich notwendig, damit die Maschine bei möglichen 1200 Stichen in der Minute nicht plötzlich abhebt. Die Janome 6700P bekommt man mit wirklich umfangreichem Zubehör. Neben dem üblichen Standardsortiment gibt es insbesondere:
  • Insgesamt 17 verschiedene Nähfüße inkl.
  • einem sogenannten Doppeltransportfuß (Obertransport)
  • einem umbaufähigen Freihand-Quiltfuß mit drei auswechselbaren Füßen
  • einem Profi-Nähfuß
  • drei verschiedene Stichplatten
  • einen großen Anschiebetisch mit den Maßen von 60 x 40 cm
  • einen im Winkel verstellbaren Kniehebel
  • eine sehr praktische Zubehörbox
Ich gehöre eher zu den Menschen, die das gesamte Zubehör in einer großen Schachtel aufbewahren, wenn es nicht gerade rund um die Maschine verteilt ist. Doch diese Zubehörbox könnte die „Schachtel“ wirklich gut ersetzen.
Die Box hat die Maße von ca. 20 x 16 x 8,5 cm und bietet mit verschiedenen Fächern sowie herausnehmbaren Teilen eine durchdachte Lösung für Ordnung an der Maschine.

Erster Eindruck der Maschine

Die Janome 6700P ist schon eine größere Maschine. Sie hat etwa die Maße von 50 x 18 x 30 cm. Diese Maße beruhen natürlich im Wesentlichen auf dem größeren Durchlaß. Der Platz rechts von der Nadel beträgt etwa 25 x 12 cm. Zum Vergleich, bei meiner Maschine, die ich derzeit noch immer zum Quilten nutze, sind es ca. 19 x 11 cm.

Der erste optische Eindruck war sofort gut. Es ist eine sehr stabile Maschine mit einem robusten Gehäuse, laut Hersteller ist es aus Vollaluminium. Auch die Kunststoffteile wirken qualitativ hochwertig.

Sofort sympathisch waren mir der mechanische Regler für die Fadenspannung und der Drehknopf für den Nähfußdruck. Gerade beim Quilten finde ich es wichtig, daß man auf einfachem Weg ggf. selbst Einfluss auf das Stichergebnis nehmen kann.

Schaltet man die Maschine an, ist sie direkt nähbereit – kein langes Rattern, kein Hochfahren. Es kann sofort losgehen.

Der gesamte Nähbereich ist mit insgesamt drei LED-Lampen sehr gut ausgeleuchtet.

Die Bedien- und Funktionsknöpfe sind übersichtlich und logisch plaziert.
Auf dem Display findet man die aktuellen Informationen übersichtlich angezeigt.

Bedienungsanleitung

Der Maschine liegt eine ausführliche 105-seitige gedruckte Bedienungsanleitung bei. Das ist sehr positiv, allerdings fehlt in der Anleitung ein Stichwortverzeichnis. Das macht teilweise das Suchen etwas umständlich, aber man gewöhnt sich daran

Außerdem bekommt man mit der Janome 6700P eine Instruktions-DVD. Sie ist zwar auf englisch, aber mit deutschen Untertiteln versehen. Dadurch ist sie gut verständlich und sehr hilfreich.

Ich habe sie mir als Erstes angeschaut und kann sagen, daß die gezeigten Informationen wirklich ausreichen, um die Bedienung der Maschine zu verstehen.

Spulen und Einfädeln

Die Janome 6700P hat zwei Garnrollenhalter und eine einklappbare Nadelführung. Man kann somit auch spulen, ohne den Nähfaden aus der Maschine nehmen zu müssen.

Spulen und Einfädeln gehen einfach und schnell. Es wird auch auf der DVD genau gezeigt und erklärt.

Der halbautomatische Nadeleinfädler ist etwas gewöhnungsbedürftig. Doch nach einigen Versuchen hat das auch geklappt.

Erstes Nähen

Die Janome 6700P ist eine wirklich unkomplizierte Maschine. Ich habe sie ausgepackt, mir die DVD angeschaut, eingefädelt und los genäht. Das kann man im Prinzip natürlich mit allen Maschinen. Doch oft sind die ersten Ergebnisse so, daß man schon den Kauf in Frage stellt, oder man braucht eine ganze Weile, bis man verstanden hat, wie das gute Stück „tickt“. Nach einigen kurzen normalen Nähproben habe ich als erstes das Quilten mit dem AcuFeed-Flex  Obertransportfuß ausprobiert. Dieser Fuß wird hinten in die Maschine „eingehakt“.

Es ist ein spezielles System, das es meines Wissens nur bei Janome (und vermutlich natürlich Elna) gibt. Der Antrieb ist fest mit der Maschine verbunden und soll einem industriellen Zangentransport entsprechen.

Mir fehlt nun die Sachkenntnis, um die technischen Details wirklich beurteilen zu können. Fakt ist aber, daß die Janome mit diesem Fuß vom ersten Moment an wirklich toll gequiltet hat.

Entstanden sind dann mit den ersten Nähversuchen eine Badetasche für den nächsten Urlaub
und zwei „quilt-as-you-go“ Sandwiches, bei denen ich zum Ausprobieren einfach Reste aufgenäht und gequiltet habe.
Wahrscheinlich werden sie wieder zerschnitten und zu Topflappen verarbeitet. Mehr darüber wird es dann im 2. Teil meines Testberichts geben. Abschließend kann ich mich für den Anfang nur dem Kommentar meiner Mittesterin Steffi Bär anschließen: „….. so eine liebe Maschine“ Es macht wirklich richtig Spaß, diese Maschine auszuprobieren und zu testen. Daher freue ich mich, daß noch genügend Zeit bleibt, in die „Tiefen“ der Janome 6700P einzusteigen. Was ich dabei noch entdecken werde, gibt es dann in meinem Abschlußbericht zu lesen.

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