BERNINA Stickmaschinen: Stichdichte verändern

Für bestimmte Stoffarten sind manche Stickdateien einfach zu dicht. Gerade beim Sticken auf Jersey ist die Auswahl sehr begrenzt, aber auch auf Kunstleder oder Leder kann eine hohe Stichdichte zu Problemen führen.

Das Verändern von Dateien in einer Software ist oft nicht erlaubt und es besitzt auch nicht jeder eine Software, mit der solche Veränderungen möglich wären. 

Mit den Stickmaschinen der neuen 5er, der 7er und der 8er Serie von BERNINA geht das Verändern der Stichdichte allerdings ziemlich einfach und auch in größerem Umfang. Wir zeigen Ihnen hier das Anpassen eines Stickmotivs in der BERNINA B790 PLUS, die Vorgehensweise ist jedoch bei den anderen Modellen gleich. 

Die blaue Katze ist ein integriertes Stickmotiv der BERNINA B790 PLUS.

In der vergrößerten Ansicht sehen Sie die Dichte der Stiche. Für einen dehnbaren Stoff wäre diese allerdings zu hoch. 

Um die erzielte Änderung besser zu erkennen, suchen wir uns einen bestimmten Bereich im Motiv aus, hier die Augen und die Nase der Katze und betrachten sie in der größten Ansicht.

Jetzt wechseln Sie in den i-Dialog. Das Symbol für die Anpassung der Stichdichte finden Sie ganz rechts unten. 

Unten kann die Stichdichte verändert werden. In der oberen Zeile kann der Stichart verändert werden, hierzu wird es demnächst einen weiteren Beitrag geben. 

Die Stichdichte kann zwischen 25 und 300 Prozent eingestellt werden. Allerdings kann es dabei passieren, dass das Motiv hinterher nicht mehr schön aussieht, passen Sie daher nur so weit an, wie es nötig ist um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Wir haben die Dichte auf 82 Prozent verringert und betrachten das nun in der vergrößerten Ansicht. 

An Nase und Augen ist gut zu erkennen, wo sich die Stichzahl reduziert hat. Wie immer geht auch hier nichts ohne Probesticken und Erfahrung.

Neben der Stichdichte sind natürlich auch andere Faktoren wichtig für ein gutes Ergebnis. Einige davon erklären wir hier: Sticken auf Jersey

Hier sehen Sie die Katze direkt nach dem Sticken. Rechst mit der originalen Dichte, links auf 82 Prozent verkleinert. Alle anderen Voraussetzungen waren gleich. 

Hier sehen Sie ein weiteres Beispiel. Das Motiv wurde hier um 30 Prozent verkleinert, schon gab es keine Wellen mehr an den Rändern. 

Probieren Sie es aus und sehen Sie selbst, wie sich auch Veränderungen über 20 Prozent auswirken. Da in vielen Stickmaschinen das Skalieren auf 20 Prozent festgelegt ist, scheint das eine Art Grenze geworden zu sein. Ein gut digitalisiertes Motiv können Sie bei Bedarf auch um viel mehr Prozent verringern.

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