Ultraschallsensorstift und Laser

BROTHER: Die Laserführungslinie und der Ultraschall-Sensorstift

Die BROTHER Innov-is VQ4 kommt mit einer verstellbaren Laserhilfslinie und einem Ultraschall-Sensorstift zum Programmieren verschiedener Funktionen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten.

Beide Funktionen sind an sich nicht neu, man findet sie schon bei anderen BROTHER Modellen:

Die Stellaire XJ und die Innov-is V5 haben die Laserführung integriert, aber keinen Sensorstift. Beide Funktionen finden Sie bei den Modellen Innov-is V7 und XV.

Das Modell Luminiare hat statt des Lasers einen Projektor und kann daher mehr als nur eine Linie abbilden.

Die Laserhilfslinie

Diese Funktion kann jederzeit über das Symbol mit dem roten Strich aktiviert werden. Nach dem Antippen erscheint die Einstellung für die seitliche Position.

So können Sie nach dem Absenken des Nähfußes eine Orientierung aktivieren, mit der auf einer geraden Linie entlang genäht wird. Dabei muss die Linie nicht auf der Naht liegen. Wir finden die Hilfslinie besonders praktisch bei Maxistichen:

Rufen Sie dazu den Stich auf und aktivieren Sie die Laserhilfslinie.

Suchen Sie sich einen Orientierungspunkt aus. Wir haben uns für die linke Seite des Stiches entschieden. Auf dem Stoff haben wir mit auswaschbarem Marker eine Linie gezeichnet.

Am Display wird nun der einzelne Rapport ausgewählt, die Maschine hält also nach jedem Rapport an.

Dann wird mit dem Nähen begonnen. Durch den Seitwärtstransport weicht die Laserlinine dann von der markierten Linie ab. Versuchen Sie dabei, beide Linien parallel zu führen, aber nicht, mit der Laserlinie auf die Markierung zu kommen.

Das korrigieren Sie immer am Ende eines Rapports. Hält die Maschine an, kontrollieren Sie, ob der Laser auf der Markierung liegt. Hier liegt er etwas rechts daneben. Heben Sie den Nähfuß an und drehen Sie den Stoff etwas nach rechts, dass die Laserlinie die Markierung überschneidet. In dieser Stellung wird dann der nächste Rapport genäht und wieder kontrolliert.

Laser ausrichten

Wie Sie hier sehen können, liegt der Zierstich nicht ganz auf unserer Markierung. Woran liegt das? Wir haben den Laser noch nicht ausgerichtet. Dies können Sie selbst über die Einstellungen vornehmen.

Erst testen Sie, wie genau der Laser eingestellt ist. Wählen Sie dazu den Geradstich links und stellen Sie dann den Laser auf 0.0 mm. Blaue und rote Linie liegen übereinander.

Wenn Sie jetzt nähen, sollte die Naht genau auf der Linie entstehen. Klappt das nicht, öffnen Sie das Setup-Menü.

Dort tippen Sie bei „Einstellung der Hilfslinienmarkierung“ auf START.

Dann können Sie die seitliche Position des Lasers anpassen.

Das sind die beiden grundsätzlichen Funktionen der Laserführung. Sie können diese aber auch mit den Funktionen des Sensorstifts kombinieren.

Die Nadelposition mit dem Ultraschall-Sensorstift einstellen

Wann immer Sie mit dem Ultraschall-Sensorstift arbeiten wollen, hier rufen Sie die Einstellmöglichkeiten auf. Legen Sie den Stoff unter den Nähfuß und senken Sie ihn ab.

Mit diesem Feld wird die Nadelpositionseinstellung ausgewählt.

Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Die Laserlinie blinkt. Wenn die Maschine die Markierung annimmt, ertönt ein Signal.

Die Position der Nadel wird Ihnen dann im Display angezeigt. Bestätigen Sie mit OK, dann springt die Nadel an die entsprechende Stelle, der Laser geht aus.

Hilfslinie mit dem Sensorstift markieren

Zusätzlich zur eingestellten Nadelposition können Sie jetzt auch die Laserführung aktivieren.

Dazu öffnen Sie wieder die Einstellungen des Sensorstifts, wählen dann aber das linke Symbol für den Laser.

Dann berühren Sie die gewünschte Stelle und bestätigen mit OK.

Die Breite eines Zierstiches einstellen

Damit das Muster genau zum Projekt passt, kann mit dem Ultraschall-Sensorstift auch die Breite des Stiches definiert werden.

Suchen Sie sich einen Stich dafür aus. Diese Funktion ist nicht bei Maxistichen verfügbar.

Legen Sie den Stoff unter den Nähfuß und senken Sie ihn ab. Aktivieren Sie den Sensorstift und wählen dort das gezeigte Symbol. Ist es ausgegraut, kann es bei diesem Stich nicht verwendet werden.

Folgen Sie auch hier den Anweisungen. Nachdem Sie mit dem Stoff einen Punkt berührt haben, wird im Display die seitliche Position angezeigt. Sie können diesen Schritt so oft wiederholen, bis die Position passt und bestätigen dann erst mit OK.

Das gleiche Verfahren gilt auch für den zweiten Punkt. Nach dem Bestätigen mit OK wird das Fenster geschlossen und der Laser geht aus. Sie können auch hier wieder die Laserhilfslinie aktivieren.

Den Endpunkt mit dem Ultraschall-Sensorstift definieren

Die BROTHER Innov-is VQ4 kann auf Wunsch an einer bestimmten Stelle anhalten. Die Entfernung muss dabei im messbaren Bereich vor dem Nähfuß liegen. Hierbei kann sie entweder mitten im Muster anhalten, oder das Muster in der Länge so verändern, dass es in den gewählten Bereich passt.

Wir verzieren eine Manschette. Die Laserführung ist aktiv, dies hat aber mit dem Endpunkt nichts zu tun und dient nur zur Führung.

Der Messbereich für den Sensorstift liegt zwischen 7 und 20 Zentimeter vor dem Nähfuß. Mehr als 20 cm ist nicht anwählbar, bei weniger als 7 cm können Fehler entstehen.

Wenn Sie einen Punkt angetippt haben, wird die Entfernung zur Nadel im Display angezeigt. Darunter können Sie noch wählen, ob die Maschine bei Erreichen des Endpunktes sofort anhalten soll (also auch Mitten im Rapport des Zierstiches) oder ob der Rapport zu Ende geführt werden soll. Bei dieser Einstellung passt die VQ4 die Stichlänge des Rapports automatisch so an, dass er noch in den Bereich passt.

Bestätigen sie mit OK und beginnen Sie zu nähen, bis die Nähmaschine automatisch anhält.

Dann wiederholen Sie die Messung.

Hier sehen Sie das Ergebnis von zwei Messungen. Die untere Messung wurde bei weniger als 7 cm begonnen, die Maschine hat ca. 4 mm zu früh angehalten. Die obere Linie wurde im Messbereich zwischen 7 und 20 cm programmiert.

Wir haben mehrere Tests durchgeführt.

Grundsätzlich müssen die Stofflagen immer gut miteinander verbunden sein. Durch das Verschieben können Ungenauigkeiten auftreten.

Die Trefferquote ist allerdings nicht bei 100 Prozent, bei etwa der Hälfte der Tests hat die Maschine zu früh angehalten (nur ein Mal zu spät). Der maximale Abstand von der Markierung betrug 5 mm. Der Messbereich sollte in jedem Fall genutzt werden.

Wichtig ist auch, dass der Sensorstift gelegentlich neu kalibriert wird, das Video dazu finden Sie am Ende des Beitrags.

So können Sie Führung und Position ganz nach Ihren Wünschen programmieren.

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