Testbericht `Juki MO-114D` von Anja Kühne

Ich darf wieder eine Maschine von Nähpark Diermeier testen. Diesmal ist es eine Overlock und zwar die Juki MO-114D.
Ich würde sagen, es ist ein gutes Einsteigermodell. Sicher kann man sich zum Anfang auch mit einer 200-EUR-Maschine behelfen. Doch auf die Dauer wird man damit nicht glücklich.

 

Juki MO-114D nähpark

Ich spreche hier aus Erfahrung. Ich hatte mir für den Anfang die W6-Overlock gekauft. Klar sie näht auch und macht auch ordentliche Nähte, aber sie ist laut, hüpft wenn man schneller nähen möchte und wenn es dick wird (also dicke Stoffe oder viele Lagen), gibt es nur Probleme.

Ich empfehle lieber gleich ein wenig mehr zu investieren und dafür aber auf lange Sicht etwas Gutes zu haben. Zumal man gerade als Anfänger oft denkt, dass die Fehlstiche daran liegen, dass man irgendetwas falsch macht. Und bei einem guten Händler darf man die Maschine auch für eine Weile testen.

Juki MO-114D nähpark

Die Juki scheint mir auf den ersten Blick ein sehr gutes Einsteigermodell zu sein. Ich selber habe mittlerweile eine Bernina und die Juki MO-114D ähnelt ihr doch sehr. Sie näht sehr ruhig und leise und „fährt“ sehr sanft an. Ich finde das richtig klasse, da einem nicht sofort der Stoff aus den Händen gerissen wird. Das Messer geht durch den Stoff, wie durch Butter und die Kante ist richtig schön sauber.

Juki MO-114D nähpark

Aber erstmal von Anfang an. Die Juki wurde in einem stabilen Karton geliefert und war super verpackt. Mitgeliefert werden:

  • Staubschutzhülle
  • Fußanlasser
  • Netzkabel
  • Bedienungsanleitung
  • Obergreiferabdeckung
  • 4 Garnrollenablaufscheiben
  • 2 Garnrollennetze
  • Pinzette
  • Pinsel/Nadeleinsetzer
  • Schraubenzieher
  • Nadelset 130/705H
  • Ölfläschchen

 

Sie macht einen sehr soliden und robusten Eindruck und irgendwie finde ich die Schieberegler sogar hübscher als die üblichen Drehregler. Aber das ist natürlich nur ein persönlicher Eindruck.

Juki MO-114D nähpark

Ich habe die Maschine gleich ausgepackt und konnte eigentlich beinahe sofort mit dem Nähen loslegen. Ich habe mir das Einfädeln sehr leicht gemacht. Man kann die Fäden einfach anknoten und so lange nähen, bis die Knoten durch sind. Gut durch die Nadeln muss man sie natürlich fädeln. Da muss ich allerdings sagen, dass das ein wenig fummelig ist. Das Messer muss man hochklappen und den Nähfuß absenken, damit man an die Nadeln kommt und selbst dann ist nicht sehr viel Platz. Aber man bekommt die Fäden durch. Man kann natürlich auch hierfür die beiliegende Pinzette verwenden, dann geht es viel einfacher.

 

Dann konnte ich auch gleich loslegen. Die richtige Einstellung war sehr schnell gefunden. Ich muss tatsächlich gestehen, ich habe noch nicht in die Anleitung geschaut. Das und auch das Einfädeln werde ich noch nachholen und im nächsten Bericht darüberschreiben.

Was mich ein wenig stört, die Maschine hat leider keinen Abfallbehälter. Das hatte meine W6 auch nicht und hat mich damals nicht so gestört. Ich bin jetzt durch die Bernina wahrscheinlich ein wenig verwöhnt. Es ist schon schöner, wenn der Abschnitt gleich in den Behälter fällt. Das macht das Arbeiten etwas sauberer.  Aber am Ende zählt das Ergebnis und die Naht sieht sehr sauber aus.

Lieben Gruß

Anja

Technische Daten

  • Zwei- bis Vier-Faden-Techniken
  • Differentialtransport
  • einstellbare Stichlänge und -breite
  • Snap-on-System
  • Einfädelhilfe

Zur Juki MO-114D im Shop