Testbericht `Bernina B750 QE´ von Jörn Dockhorn

In der letzten Novemberwoche dieses Jahres erreichte uns die erste der insgesamt 10 Testmaschinen der Aktion „Supertester“ aus dem Hause Diermeier. Mit freundlicher Unterstützung des Postzustellers wurde unsere erste Besucherin in die Wohnung im ersten Obergeschoss befördert. Nun stand sie da, eingebettet in zweierlei Kartonage. Aus beruflichen Erwägungen gab ich ihr zunächst einmal die Gelegenheit, sich mit der Nordluft hier vertraut zu machen. Schließlich waren die dienstlichen Zwänge nicht mehr gegeben und unsere Neugier einfach zu groß. Folglich wurde Bernina aus ihrem Pappkleid geschält und hielt mit all ihrer Pracht Einzug in unser kleines Heim. Seither gewähren wir der Guten willig ein Obdach. Aber nennen wir sie beim vollen Namen: Bernina B 750 QE (= Quilters Edition!)

Nicht dass ich je zuvor in meinem Leben gequiltet oder gar als Patchworker gearbeitet hätte. Jedoch sah ich dies als einen gelungenen Ansporn, diese Idee in die Tat umzusetzen. Aber der Reihe nach.

Auspacken und Aufbauen:
Der Ausstattungsumfang lässt keine Wünsche offen.
– jede Menge Füßchen für jede Gelegenheit
– ein riesiger Anschiebetisch, gewaltig sogar
– ein separater Zubehörschrank, ja Schrank, ihr lest richtig
– darin viel weiteres Zubehör, was sonst noch von Nutzen ist

Die Montage ist sehr simpel und geht schnell von der Hand: Tisch eingeschoben, Anschlüsse verbunden und Schalter umgelegt. Und schon geht es los …

Zum kompletten Test: Testbericht Bernina B 750 QE von Joern Dockhorn

“Must have” Argumente

  • Der sehr große Anschiebetisch mit seinem großen und langen Freiarm. Er ermöglicht es, auch große Projekte flächendeckend zu bearbeiten/zu quilten
  • Ein spezielles Sichtfenster im Tisch erlaubt dem Nutzer, den Tausch des Unterfadens samt Kapsel auch ohne Demontage des Tisches vorzunehmen
  • Die Unterspulen bieten reichlich Raum für lange Wegstrecken des Nähens. Die Spulen meiner Pfaff sind da kleiner dimensioniert und müssen demzufolge schneller wieder aufgefüllt werden. Ein angenehmer Nebeneffekt bei Bernina.
  • Die Beleuchtung illuminiert jeden Bereich des Tisches und somit auch mehr als den notwendigen Teil des zu nähenden Objektes
  • Ein hohes Eigengewicht sorgt für eine enorme Standfestigkeit und eine überzeugende Laufruhe
  • Wichtige Bedienungselemente lassen sich über Regler am Gerät justieren
    (Nähgeschwindigkeit, Stichbreite und -länge), kein langes Suchen in der Menüführung

Fazit

Bei der Bernina B 750 QE handelt es sich um eine hochpreisige, aber auch buchstäblich „preiswerte“ Nähmaschine. Sicherlich sind 3.300 Euro ein Preis, den man nicht mal eben so aus der Portokasse nimmt. Aber wer sich ein stabiles und beständiges Gerät wünscht, ist mit der Bernina B 750 QE gut beraten. Sie bietet ein reichhaltiges Angebot an Stichen und hat dabei eine angenehme Menüführung. Wichtige Funktionen werden direkt ohne Einstieg ins Menü geregelt.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Mehr als 800 Stiche
  • Kniehebel
  • Extralanger Freiarm
  • 1.000 Stiche in der Minute
  • BERNINA Stichregulator (BSR)
  • Farbiger TFT-Touchscreen
  • BERNINA Dual-Transport
  • BERNINA 9 Greifer

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