Testbericht: Brother ScanNCut DX 1200 – Erste Erfahrungen von Anja Pütz alias “Blog ohne Namen”

Viele von Euch wissen ja, dass ich mir seit einiger Zeit einen Schneideplotter von Brother wünsche. Umso mehr hatte ich mich gefreut, als ich einen Anruf vom Nähpark erhielt und gefragt wurde, ob ich den neuen Brother ScanNCut DX1200 testen möchte.

[Anmerkung]: Mir wurde ein Vorführgerät zugeschickt. Deswegen kann es sein, dass das auf den Bildern – oder im Text erwähnte – Zubehör geringfügig vom üblichen Zubehör abweicht.

Verpackung & Zubehör:

Der Schneideplotter kam gut verpackt in Styropor und Folie bei mir an. So ist gewährleistet, dass das Gerät während des Transports keinen Schaden nimmt. Im Karton befindet sich zusätzlich das entsprechende Zubehör, wie z.B. die Schneidematten, Messer, Stifthalter, Stifte, Textilstifte und Messer, Stoffklebefolie, Kabel, Bügelvlies,  sowie ein Spachtel*.

Neben dem Gerät, dem Zubehör und den Kabeln findet man auch einige Hinweiszettel. So gibt es bspw. eine „Schnellstartanleitung“, die einem dabei behilflich ist, das Gerät ganz einfach in Betrieb zu nehmen. Zudem gibt es auch noch einige Informationen, wie man z.B. die Stoffklebefolie auf die Schneidematte aufbringen muss.

Ein Handbuch zu den beiden neuen Geräten gibt es auch – allerdings leider nur online. Dieses könnt Ihr Euch, ganz einfach und kostenlos, auf der Website von Brother herunterladen und mal einen Blick hineinwerfen. Hier gibt es detailierte Informationen mit Grafiken und Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Außerdem wird im Handbuch auf die Grundfunktionen, erweiterten Funktionen und die Scan-Funktionen eingegangen. Mit 110 Seiten ist dieses Handbuch außerdem sehr umfangreich und lässt (kaum) Fragen offen.

*Der Lieferumfang des Zubehörs des DX1000 und des DX1200 unterscheiden sich.

Das Gerät: Aussehen und Funktionen

Die neuen Schneideplotter kommen in einem schlichten Design, welches gut durchdacht worden ist. Wie bei den vorherigen Geräten auch, lässt sich die Klappe über dem Messerwagen/Schnittbereich schließen. Dies verhindert, dass sich im Inneren des Gerätes Staub und Verschmutzungen „ansiedeln“ können. Im Innenbereich befinden sich insgesamt 4 Fächer, die viel Platz für Stauraum bieten.
Von diesen Fächern sind 3 im Deckel des Gerätes untergekommen. Zwei dieser Fächer haben eine eigene Klappe, die mit Hilfe von Magneten verschlossen werden. Wenn man also den Deckel des Plotters schließt – um das Gerät zu schützen – fällt der Inhalt dieser beiden Fächer nicht in das Gerät. Das dritte Fach dient eher als Ablage und bietet keine Möglichkeit, geschlossen zu werden. Das letzte „Fach“ befindet sich neben dem Schnittbereich und kann u.a. für Messer oder andere Kleinigkeiten genutzt werden.
An den Seiten des Gerätes befindet sich zum einen der Hebel um den Scanner in der Position (1 und 2) verstellen zu können, sowie ein USB-Stick- und ein USB-Kabel-Anschluss. Auf der Rückseite befindet sich der Anschluss für das Stromkabel, sowie eine herausziehbare „Ablage“ zur besseren Führung und Stützung der Schneidematte.
Der Touchscreen kann, wie bei den Vorgängern auch, stufenweise in seiner Neigung verstellt werden. Neben dem Display befinden sich 4 Tasten. Dabei handelt es sich um den „An,- und Ausschalter“, den „Home Button“, „Matte einziehen / auswerfen“ sowie „Pause“.

Handhabung und Nutzung:

Wie oben bereits erwähnt, lässt sich das Gerät ganz einfach in Betrieb nehmen. Der Touch-Screen kann mit Hilfe des mitgelieferten Stiftes oder mit dem Finger bedient werden. Im ersten Moment wirkt das Menü etwas „klein“, aber wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt und hinter die einzelnen Menüpunkte schaut, dann wird man schnell feststellen, dass sich dort wirklich viele Möglichkeiten verstecken.

Die Menüführung ist ziemlich einfach und simpel. Viele Symbole sind selbsterklärend und die meisten Schritte werden mit Hilfe von kleinen Texten beschrieben. So ist der Start auf jeden Fall sehr einfach und unkompliziert.

Im Menü finden sich verschiedene Möglichkeiten um die Dateien zu „bearbeiten“. So hat man die Möglichkeit zu vergrößern, zu verkleinern, mehrere Objekte auf dem Arbeitsbereich zu legen, zu spiegeln, etwas zu entfernen und vieles mehr. Das Scannen hat bei mir bisher immer gut funktioniert. Das Gerät arbeitet dabei sehr leise. Wie zuverlässig (gut) der Scanner arbeitet, wird sich vermutlich erst im Laufe der Zeit zeigen. Bisher habe ich diese Funktion noch nicht ausgiebig getestet. Lediglich für einige Versuche um z.B. Stempelabdrücke auszuschneiden und um den „Hintergrund“ zu scannen.

Das Übertragen von Daten habe ich bisher nur per USB-Stick und Canvas Workspace ausprobiert. Beides funktioniert ohne größere Probleme und ist recht einfach zu erlernen. Besonders angenehm empfinde ich hierbei, dass man in den Einstellungen die Möglichkeit hat, die Vorschau/Darstellung der Dateien auf „Groß“ oder „Klein“ umzustellen.

Hinzu kommt, dass Brother vor einiger Zeit eine eigene Software, die Ihr Euch kostenlos im Internet herunterladen könnt, herausgebracht hat. Diese nennt sich „Canvas Workspace“. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich mir noch nicht sicher, wie ich das Arbeiten ohne Computer und mit der Brother Software finden soll. Es gab durchaus schon die Situation, wo mir das Arbeiten am Display nicht gereicht hatte und wo ich mir eine zuverlässige Software für diverse Sisyphusarbeiten gewünscht habe.

Besonderheiten der DX-Serie:

Die DX-Serie wird damit beworben, dass sich z.B. bis zu 3 mm dicke Materialien mit diesem Gerät schneiden lassen. Bisher kann ich das bestätigen, allerdings fehlen mir noch einige Materialien um ein vollständiges Fazit ziehen zu können.

Ein weiteres Feature ist das „Automatik – Messer“, welches sich anhand eines Sensors von allein einstellt. Ich habe die automatische Einstellung wie folgt verstanden: Vor dem Schnittvorgang fährt der Messerwagen die neue Schneidematte (ja die DX-Serie besitzt neue Schneidematten), an einem bestimmten Messpunkt, an. Hierdurch wird der benötigte Endschnittpunkt ermittelt. Anschließend passiert dasselbe beim Schnittgut. Die so ermittelte Differenz ist sozusagen unsere Schnittgutdicke. Je nach Materialstärke kann es sein, dass dieser Messvorgang mehrmals während des Schneidens wiederholt wird. Bisher kann ich sagen, dass das gut funktioniert – bei dickeren sowie dünneren Materialien.
Materialien: Aquarellpapier, Textilfolien, Kunstleder, Graupappe, Schrumpffolie, Balsaholz

Viele von Euch haben nach der Lautstärke des Gerätes gefragt. Diese Frage möchte ich hier noch kurz aufgreifen. Wenn das Messer eingestellt wird ist es kurz etwas lauter. Der Schnittvorgang selbst ist sehr leise und ruhig – und ja: SEHR VIEL LEISER ALS DER CAMEO! Man hört ihn tatsächlich kaum und ich habe mich häufiger dabei erwischt, wie ich nach dem „Rechten schauen musste“, weil ich einfach nichts gehört habe.

Für den Moment soll es das gewesen sein. Im Dezember gibt es dann noch ein Fazit. Bis dahin wird aber noch fleißig ausprobiert und getestet. Vielleicht schaffe ich es danach, ein paar fertige Werke im Blog zeigen.

Solltet Ihr noch Fragen oder Wünsche haben, dann hinterlasst mir gern einen Kommentar.

Viele Grüße, Anja

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