Testbericht `Janome Horizon MC 8900 QCP´ von Alexandra Mayer

Eigentlich hätte ich mich freuen sollen, als ich in dieser Runde die Horizon bekam, denn sie ist meine eigene Maschine. Ich hatte sie mir kurz vor dem Testlauf gekauft. Und trotz Probenähens hatte ich mit ihr Schwierigkeiten, immer wieder gebrochene Nadeln, auslassen von Stichen und beim Freihandsticken – gerissene Fäden oder der Unterfaden war oben.
Teilweise dachte ich schon, ja, ja der Fehler sitzt vor dem Gerät und kam mir vollkommen blöde vor, daß ich nach jahrelangem Nähen, solche Probleme mit einer Maschine hatte.
Jedoch wollte ich nicht schon mit Vorurteilen in diese Runde gehen und habe alles auf null gestellt und habe mit ihr angefangen, wie mit jeder nicht bekannten Maschine auch.

Sie ist nicht die kleinste Maschine, die ich ausgepackt habe, aber auch nicht die Größte. Sie steht sicher auf dem Tisch und fällt auf durch einen riesigen Durchlass und Anschiebetisch, der Mithilfe von Füßen an die Maschine angebaut werden kann. Sie besitzt einen Kniehebel. Und das Füßchen kann nochmals in die Höhe gehoben werden, um besonders sperrige Stoffe unter dieses zu bringen. Beachtlich sind auch die mitgelieferten Füßchen. Es gibt ein Gleitsohlenfüßchen und zum Handquilten sind auch mehrere Varianten an Füßen dabei. Desweiteren gibt es einen sogenannten Bonuskit mit Doppeltransportfüßen, einem normalen schmalen Standardnähfuß und einem Reißverschlußfuß und einen breiten Quiltfuß mit auswechselbaren normalen breiten Füßchen. Das Gewicht ist gerade noch so an der Grenze, damit sie auf Kurse oder Nähtreffs mitgenommen werden kann.
Im Deckel sind alle 207 Stiche abgebildet und man kann alle Füßchen in der Maschine verstauen, so sind sie immer dabei. Die Horizon kommt mit einer relativ kleinen Schwarz-Weiß Flüssigkristallanzeige und man kann die gängigen Geradstiche schnell anwählen. Für die anderen Stiche muß mit dem Navigationsrädchen die Auswahl getroffen werden.
Die Maschine hat ein großes Fußpedal, daß man unter dem Tisch nicht sucht, aber es ist auch gewöhnungsbedürftig.

Zum kompletten Test: Testbericht Janome Horizon 8900 von Alexandra Mayer

Fazit

Die Horizon ist eine solide Maschine mit ein paar wenigen Minuspunkten.
Der mechanische Einfädler stört mich nicht und der elektrische Fadenabschneider arbeitet hervorragend ohne Seitstich und mit kurzen Abschnitten. Minus bekommt sie von mir für das kleine Display und die wenig innovative Lösung dieses. (Touchscreens kosten wenig heutzutage). Auch fehlt mir der Unterfadenspulenwächter. Gerade für Quilterinnen mit großen Decken, bei denen mitten in der Arbeit der Faden ausgeht ist dies äußerst ärgerlich, da doch einige Zeit vergeht bis man es merkt. Und was ich auch Schade finde ist, das man beim kleinen Doppeltransportfuß beim Anfang, Stoppen und Ende in der Luft hängt. Vor allem am Anfang braucht man mindestens 1 cm bis der Transport greift. Hier sollte man den Stoff nicht loslassen oder immer die Nadel versenken. Ansonsten ist es eine Maschine die Anfängern, aber auch fortgeschrittenen Nähern guten Gewissens empfehlen kann, zumal sie in einer guten Preisklasse angeboten wird.

Technische Daten

  • Inklusive Bonuskit:
    • Doppeltransporthalter breit und schmal
    • Schmaler Nähfuß VD
    • Schmaler Reißverschlussfuß ED
    • Breiter Quiltfuß OD
  • 270 einprogrammierte Stiche, 11 Knopflöcher, 5 Alphabete
  • LED-Beleuchtung
  • Max. Nähgeschwindigkeit: 1.000 Stiche/min
  • Stichwahl über Touchscreen: Stichmenü, 6x Direktwahl plus Jog-dial
  • Kniehebel
  • 7-Segment-Transporteur (versenkbar)
  • Horizontalgreifer
  • Spulenschnelleinlage mit Fadenschneider
  • Elektronische Fadenschere
  • Stichplatten-Schnellwechsel
  • 91 Nadelpositionen
  • Spiegelfunktion (vertikal & horizontal)
  • Elongationfunktion

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