Testoffensive: Brother CM 900 – Abschlussbericht von Julia Huber

Hobby ist Leidenschaft und nichts ist schöner, wenn Projekte mit Erfolgt gekrönt werden. Dies habe ich bereits durch die Arbeit mit meiner Brother Näh- und Stickkombi erfahren und kreiere leidenschaftlich gerne handgemachte und personalisierte Accessoires für jegliche Anlässe, insbesondere aber für die Kleinsten unter uns.

Dies wollte ich von Anfang an auch mit geplotteten Foliendesigns kombinieren. Allerdings kam es bisher nicht dazu, vielleicht weil ich nicht die richtige Maschine oder Folien hatte oder einfach auch nur, weil mir die Zeit dazu fehlte. Als dreifach-Mami ist diese sehr kostbar und rar.

Die Idee, mich als Tester bei nähPark zu bewerben, musste daher auch etwas ausreifen – aber ich wusste, nur so würde ich mich einem Plotter annähern. Und genau das ist passiert! Der Brother ScanNCut CM900 und ich sind Freunde geworden!

In meinem Erstbericht habe ich Euch über den ersten Eindruck, Unboxing und die ersten Projekte berichtet. Hier möchte ich einen Gesamtüberblick meiner Arbeit mit dem Plotter und meinen Erfahrungen damit verschaffen. Alles unabhängig und neutral aus meiner Sicht. Auf technische Daten, Ausstattung usw. gehe ich bewusst nicht ein, diese können über die Produktübersicht und –eigenschaften über den nähPark-Shop eingesehen werden.

Die Maschine

  • klein, handlich und leicht
  • schickes Design mit Touchscreen
  • viel Zubehör

Besonderheiten

  • Die Schneidematte kann eingescannt werden. Dadurch können Papier- oder Stoffreste gut verarbeitet werden – die Motive können gezielt platziert werden.
  • Bedienung ohne PC (viele vorinstallierte Motive/Schriften)
  • WLAN Einbindung (Kabellose Übertragung von Daten)

Verwendete Materialien in der Testphase

  • Kopierpapier 90gr
  • Tonpapier
  • Fotokarton
  • Designpapier
  • Flexfolie
  • Flockfolie
  • Moosgummi
  • Transparentpapier
  • Snappap
  • Baumwolle

Realisierte Projekte in der Testphase

  • Pippi Langstrumpf Cupcakes Deko
  • Geburtstagskarte
  • Anhänger für selbstgemachte Marmelade
  • Folien für T-Shirts
  • Geschenkanhänger
  • Moosgummifiguren
  • Baumwoll-Applikationen
  • Lesezeichen

Verwendung der vorinstallierten Muster

Der Brother ScanNCut CM900 bietet eine Vielzahl an vorinstallierten Mustern und Schriften. Darunter befinden sich unter anderem Bilderrahmen, Sternzeichen, Zeichen für die Reise, Schneeflocken, Anhänger, Blumen und allgemeine Formen wie Rechtecke, Kreise usw.

Es ist ein Traum, wie einen der CM900 unterstützt, wenn man auf die Schnelle einem kleinen Geschenk eine individuelle Note verleihen möchte. Mit ein paar Klicks kann man schöne Anhänger oder ähnliches präzise schneiden lassen. Natürlich macht es durch die aktuelle Auswahl an Designpapieren, die im Bastel- und Schreibwarenbedarf zu finden sind noch viel mehr Spaß. Entsprechendes Papier/Karton auf die Matte legen und die Matte einscannen. Dadurch können auch angeschnittene Papiere verwendet werden. Muster auswählen und anhand der Tabelle die Messertiefe einstellen. Danach den Schneidevorgang starten und im Nu ist das Muster ausgeschnitten. Persönlich stelle ich die Messertiefe nicht so hoch. Sollte das Muster nicht ganz durchgeschnitten sein, stelle ich das Messer danach um und schneide das gleiche Projekt einfach nochmal. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber, einen Probeschnitt zu machen.

Brother Workspace

Durch den Kauf des CM900 erhält man Zugang zum Brother Workspace. Eine Online-Plattform, auf welcher weitere Muster und Designs vorhanden sind. Zudem sind ausgearbeitete Bastelprojekte zu finden. Diese stehen jeweils als Schnittmuster und Beschreibung kostenfrei zum Download bereit. Zusätzlich kann man sich kostenpflichtig noch Zugang zu weiteren Mustern verschaffen – für den Anfang reichen aber die zig Varianten, die im Preis inklusive sind, vollkommen aus. Die Bearbeitung von Daten kann sowohl auf der Workspace Umgebung stattfinden oder aber auch lokal. Die Übertragung funktioniert kabellos via WLAN. Hier wird die Maschine bei den ersten Schritten der Installation bei Wunsch eingebunden. Wer dies nicht will, kann natürlich noch via Kabel oder USB Daten übertragen.

Fazit

Der Brother ScanNCut CM900 bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für den Bastel-, Näh- und Stickbereich. Für Personen, die technisch etwas auf Zack sind, ist der CM900 ohne Anleitung bedienbar. Eine Kurzanleitung gibt schnell Aufschluss über Messer- und Druckeinstellung. Etwas kniffliger wird es bei der Software und den Dateiformaten. Da leider nicht alles möglich ist (z.B. Schrift biegen) muss man sich gegebenenfalls mit zusätzlichen Grafikprogrammen behilflich sein.  Grundsätzlich kann ich nach der Testphase des Brother ScanNCut CM900 beide Daumen nach oben geben.

Bei Interesse könnt ihr zusätzliche Berichte über die verschiedenen Projekte auf meinem Blog unter www.juhu-design.com/blog nachlesen. Auch ein paar Missgeschicke sind dort zu finden – aber so ist es nun mal, mache Dinge gehen schief und nur so lernt man daraus und kann es das nächste Mal besser machen. Falls ihr euch für den Kauf eines CM900 entscheidet, wünsche ich euch schon heute viel Spaß und Freude damit, ihr werdet es bestimmt nicht bereuen!

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