Testoffensive: Brother CM 900 – Erster Eindruck von Mareike Haaf

Hallo zusammen, heute berichte ich euch von meinem ersten Eindruck des Schneideplotters CM 900 von Brother, der mir freundlicherweise von dem nähPark Diermeier zum 3 monatigen Testen zur Verfügung gestellt wurde.

Seit längerer Zeit liebäugel ich schon mit einem Schneideplotter, gerade das Arbeiten mit den Flexfolien wollte ich gerne ausprobieren. Da kam der Aufruf vom nähPark Diermeier wie gerufen, denn die suchten für unterschiedliche Maschinen Tester, also schnell beworben und kräftig die Daumen gedrückt, dass man denn auch zu den glücklichen Auserwählten gehört und siehe da, es hat geklappt. Viel Spaß beim Lesen.

Erst war ich etwas enttäuscht als ich das Paket in meinem Flur stehen sah, so war es doch viel kleiner als erwartet. Irgendwie hatte ich mir die Größe eines Druckers vorgestellt, letztendlich bin ich aber sehr froh, denn so ist der Brother - CM 900 schön kompakt und nimmt nicht soviel Platz weg. Von der Größe her ist er vergleichbar mit einem großen Laminiergerät.
Das Zubehör ist umfangreich und ermöglicht einem sofort unterschiedliche Projekte in Angriff zu nehmen. So kann man sowohl Papier, Folien und Stoff direkt schneiden. Dafür ist diverses Zubehör vorhanden. Was ich vermisst habe ist ein Haken zum Entgittern für z.B. die Flexfolie und eine ausgedruckte Bedienungsanleitung.

Ich finde bei einem Gerät von knapp 500€ müsste das schon im Zubehör mit enthalten sein, denn ca. 100 Seiten auszudrucken sind schon ärgerlich, aber letztendlich notwendig, wenn man nicht alles im PC nachschauen möchte. Und das ist ja gerade auch das schöne an dem CM 900, dass man nicht alles vom PC aus steuern muss, sondern dass man auch ohne den Computer zu benutzen hervorragend arbeiten kann.
Die Kurzanleitung und Bedienungsanleitung sind verständlich gestaltet und so war es für mich kein Problem das Gerät mit dem WLAN zu verbinden und mich bei Brother zu registrieren. Toll finde ich, dass es möglich ist Vorlagen aus der installierten Musterliste des Plotters zu benutzen, so kann man gerade am Anfang einfach mal ausprobieren und gucken wie das Gerät funktioniert. Es ist aber auch möglich Vorlagen selbst einzuscannen, die WLAN Verbindung oder den USB Stick zu benutzen. Man kann also super kreativ arbeiten und ist nicht nur auf die vorinstallierten Muster angewiesen.

Der erste Probeschnitt klappte gut, allerdings hatte ich vorher schon gelesen, dass man mit der angegebenen Schneidemessereinstellung vorsichtig umgehen sollte. Von daher habe mir nicht gleich die Matte zerschnitten, man sah aber doch schon starke Einschnitte. Ein Probeschnitt ist daher anfangs sehr zu empfehlen. Mit der Zeit wird man dafür wohl auch ein Gefühl entwickeln.
Positiv finde ich die Zeitangabe, wie lange der Schnitt braucht, und die Veränderung der
Schneidemessereinstellung, die schnell und unkompliziert geändert werden kann. Das ist besonders gut bei der Arbeit mit unterschiedlichen Materialien.

Mein erstes Projekt war dann auch einfach gehalten und aus Papier. Für meine bevorstehende Hochzeit benötigte ich ca. 200 ausgeschnittene Herzen. Dank des CM 900 kein Problem. Herzform aus den installierten Vorlagen ausgewählt, Größe verändert, Herzen vervielfältigt und der Plotter kann loslegen.
Als nächstes war ich dann schon mutiger und habe Flexfolie zurechtschneiden lassen. Die Motive habe ich gezeichnet, eingescannt, gespiegelt, Größe angepasst und dann schneiden lassen. Ich muss zugeben, dass ich erst doch ganz schön nervös war und mir ein paar Tutorials angeschaut habe, ich wollte ja nicht gleich alles falsch machen. Der Plotter hat gute Arbeit geleistet, kleine Stellen musste ich mit dem Cutter vorsichtig nacharbeiten.
Insgesamt bin ich zufrieden und ich freue mich sehr noch mehr auszuprobieren. Ganz gespannt bin ich auf das Schneiden von Stoff und den Online Service von ScanNCut möchte ich auch noch ausprobieren.

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