Testoffensive: Brother CM 900 – Erster Eindruck von Marita Wielage

Mitte April bekam ich die sehr erfreuende Zusage des nähParks Diermeier, an der diesjährigen Testoffensive 18 erstmalig als Testerin teilnehmen zu dürfen. Als blutige Anfängerin werde ich den Plotter Brother Scan N Cut CM 900 die nächsten 3 Monate ausgiebig testen und meine ersten Plottererfahrungen überhaupt machen. Ich freue mich sehr auf meine 3-monatige Testphase!

Es geht los!

Die Aufregung war groß, als ich das gute Stück bereits wenige Tage nach der Teilnahmebekanntgabe im Originalkarton in den Händen hielt! Eine zusätzliche Umverpackung gab es nicht. Trotzdem hatte das Gerät die ja nicht immer ganz behutsame Behandlung durch die Paketdienste unbeschadet überstanden. Dem Entdecken stand also nicht nichts mehr im Wege!

Das Unboxing

Das Auspacken von neuen elektronischen Geräten (Spielzeug) ist für mich immer etwas Besonderes. Dieses Mal war es ein bisschen wie mein ganz persönliches Weihnachten mitten im April!

In dem Karton fand ich alles gut und sicher verpackt vor. Das Gerät selbst war sicher in einem dicken Styroporrahmen eingesetzt, zusätzlich gesichert durch kleine blaue Klebestreifen, die alles dort festhielten, wo es hingehörte. Dazu wartete einiges an Zubehör auf mich.

Als Plotter-Neuling fiel mir besonders positiv auf, dass Brother seine Kunden gleich beim Gerätekauf mit einer guten Basic-Auswahl an Gebrauchs- und Verbrauchsmaterialien versorgt: Gleich obenauf im Paket lagen zwei unterschiedlich stark klebende Schneidmatten im 12 x 12 “-Format, kleine bunte Faserstifte, 2 davon löschbar samt einer extra Stiftehalterung für den Plotterarm. Wow, kann der Plotter etwa auch zeichnen?

Weiterhin gab es jeweils 2 Plotterfolien für den  Stoffschnitt und für Applikationen. Ach das funktioniert auch? Toll! Außerdem gab es einen Spachtel zum Abheben der ausgeplotteten Materialien und einen Touchpen zur Displaybedienung samt einer Haltevorrichtung zur Platzierung der wichtigsten Tools direkt hinter dem Plotterdisplay.

Besonders praktisch: Jedes einzelne Tütchen mit Zubehör war gut beschriftet, so dass ich sofort wusste, um welches Zubehör es sich eigentlich handelt und für welche Anwendung es gedacht ist. Super!

Das Bediendisplay lässt sich in 4 verschiedenen Positionen einstellen und einrasten. Sinnvoll für stehende oder sitzende Arbeitspositionen.

Dazu gab es eine auffällig kurze, bebilderte Kurzanleitung auf einem beschichteten festen Kartonpapier („mal schauen ob und wie weit ich damit zurechtkomme“).                                   

Die original Benutzerhandbuch-CD fehlte leider in meinem Karton, aber ein kurzer Anruf genügte, und der nähPark versorgte mich sehr schnell per Mail mit dem Handbuch.

Der Plotter:

Das Plottergerät selbst ist kleiner und leichter als erwartet. Das Äußere des Gerätes gefällt mir wirklich gut in seinem schlichtbunten Plott-Design. Netzwerkteil und Stromkabel haben eine komfortable Länge und lassen sich schnell und bequem anschließen.

So richtig glücklich machte mich am Plotter aber die Entdeckung dieses Zeichens:

Der ScanN Cut CM900 lässt sich wireless bedienen – Ich bin echt begeistert! Die Einrichtung am Gerät war mit Hilfe der Extra-Anleitung schnell gemacht und kinderleicht. Ein lästiges Kabel weniger auf meinem Hobbytisch. Dafür gibt es den „Daumen hoch“!

Meine ersten Schritte – Entdecke die Möglichkeiten!

Für die ersten Versuche hatte ich mich einen ganzen Nachmittag lang allein in meinem Hobbyraum verzogen. Der Plotter, das Zubehör, Druckerpapier und die Kurzanleitung – mehr erstmal nicht.

Nun ja, die Kurzanleitung: Auf den ersten Blick gab sie mir das Gefühl, das Benutzerhandbuch gar nicht unbedingt lesen zu müssen. Ich sag’s gleich: Das funktionierte aber nur wirklich gut für die vorinstallierten integrierten Muster bzw. für Motive, die ich am Gerät selbst erstellen kann. Auf dem mittig gefalzten DIN A 3 Bogen sind die wichtigsten Vorgänge sehr kurz dargestellt und bebildert. In 2 tabellarischen Übersichten ist ablesbar, wie mögliche Schneidmaterialien in welcher Plotter-Einstellung auf welcher Klebematte geschnitten werden können.  

Los geht’s – auf zu den ersten Schnitten!

Der Plotter selbst lässt sich in den ersten Einsätzen gänzlich intuitiv bedienen. Die Menüführung ist aufgeräumt, strukturiert und größtenteils sinnig aufgebaut. Gleich nach dem Brother-Intro und einer Sicherheitsabfrage öffnet sich ein Bildschirm, der per Touchscreen eine  Auswahl zwischen Muster und Scannen anbietet.

Ich habe zunächst die im Gerät vorinstallierten, fertigen Muster, Schriften, Grundformen, Schriftzügen/Wörtern, Schmuckborten und Alphabete durchgesehen und damit das eine oder andere „probegeplottet“.

Innerhalb meiner ersten 20 Plotterminuten gelang es mir dabei tatsächlich, mit dem ScanNCut bereits den ersten Papierplott aus den Mustern auf der türkisfarbenen (leicht klebende) Klebematte zu plotten.

Mein allererster Plott aus der vorinstallierten Brother Musterauswahl

Das Gerät bietet eine solide Auswahl an Mustern und Schrifttypen, aus denen sich Wörter und Texte direkt über das Display zusammenstellen und anschließend ausplotten lassen. Falls gewünscht, kann man die Eigenkreationen auf dreierlei Art speichern: Im Plotter, auf einem USB-Stick oder per Kabel oder Wireless direkt auf dem Rechner.                                                                                                                                  

Selbsterklärend lassen sich Zahlen/Buchstaben o.ä.  miteinander verbinden und als ein Schnittelement direkt plotten.

Der nächste Schritt: die ScanNCut-Funktion

Als Nächstes nahm ich mir nun die namensgebende ScanNCut-Funktion des Brother CM 900 vor. Das ging nun aber nicht mehr ohne die Hilfe des Handbuchs. Das ist 92 Seiten dick, schwarz-weiß bebildert und recht knapp formuliert. Dennoch ist alles sogar für Laien eigentlich weitestgehend verständlich.

Bevor es jedoch so richtig losgeht, braucht ihr ein Grafikprogramm, um damit ein Motiv zu erstellen. Oder ihr verwendet bereits fertige Motive, die ihr dann einscannt. Ich habe mein Motiv mit Corel Draw (leider nur „Essentials“ – die Vollversion besitze ich nicht) für meinen ersten Scan N Cut vorbereitet und über den Farbdrucker gedruckt. Danach habe ich das Papier auf die Matte geheftet, gescannt und nach Vorgaben der Kurzanleitungs-Tabelle das Messer eingestellt und direkt geschnitten.

Voila, auch das funktionierte auf Anhieb!

Meine Freude an dem ScanNCut CM 900 ist  schon jetzt, nach meinen allerersten Versuchen, riesengroß! Die Möglichkeiten, die mir dieses Maschinchen bietet, scheinen echt endlos zu sein.  Nachdem ich nun die grundsätzliche Bedienung des Gerätes kennen gelernt habe, steht die nächste große Herausforderung an: die Auswahl bzw. Vorbereitung der Plotterdateien! Denn das ist leider zugegebenermaßen so gar nicht mein Ding. Wie überführe ich eine Zeichnung, ein Foto, eine Stickdatei, eine Grafik, Bitmap in eine Plotterdatei? Kann das überhaupt funktionieren mit meinem dürftigen Angebot an Grafik- und Spezialprogrammen? Das gilt es jetzt in den nächsten 2 Monaten herauszufinden. Es gibt viel zu entdecken und auszuprobieren. Am meisten freue ich mich dabei schon auf die Arbeit mit Kunstleder, den Bügel- und Klebefolien und natürlich mit Stoff.

Ich bin sehr gespannt, wie das wird und werde auf jeden Fall berichten. Versprochen!

Ich geh dann mal wieder plotten….

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