Testoffensive: Pfaff Creative Icon – Abschlussbericht von Michala Gohlke

Drei Monate stand die ICON nun in meinem Nähzimmer und ich habe wie gewünscht die Maschine auf Herz und Nieren getestet. Ich kann Vorweg nehmen, meine Meinung hat sich zum Bericht des „ersten Eindruckes“ nicht gewandelt. Ich bin verliebt in die große Schönheit.

Den ersten Eindruck des Testberichtes habe ich auf die „Mehrs“ die diese Maschine zu bieten hat. Da ich auf einer Pfaff creative 4.5 nähe, war die Frage die ich mir stellte: „Warum wäre diese Maschine besser,- was ist das „Mehr“, dass die Anschaffung lohnend macht“?

Also mache ich hier nochmal eine kurze Zusammenfassung des ersten Eindruckes.

Ein Designerstück mit Geltungsbewusstsein. Wer Wert auf Design und optische Wirkung legt, ist mit der ICON an der richtigen Adresse. Sie ist entworfen für hippe Nähzimmer und Kreativateliers. Leistung und Power, die optisch etwas her machen, um es auf den Punkt zu bringen. Power, das zweite große Thema. Die ICON hat einen Zweitmotor, der zuschaltet zu wenn nötig und dann näht sie gefühlt durch alles ;P… Aber man sollte bei solchen Aktionen auf starke Nadeln achten, oder Schutzbrille tragen…. Hihi. Das ist eine der Sachen die mich bei meiner 4.5 manchmal enttäuscht hat, wenn ich den Motor mal wieder überlastet hatte, so dass die Power der ICON ein mein persönliches größtes Plus ist. Mein zweites Lieblingsplus ist die durchdachte Aufteilung der Maschine, das Zubehör ist gut aufgeteilt und bis ins Kleinste durchdacht.

Ein Beispiel ist das Fußpedal, hier lässt sich das Kabel einrollen. Es sind eine ganze Reihe dieser Kleinigkeiten, die mir das Gefühl geben hier wurde mit Liebe zum Handwerk geplant. Ach eine Arbeitserleichterung ist das Hilfe-Menü, alle wichtigen Arbeitsschritte sind in kleine Filmen erläutert. So kann man selten genutzte Funktionen kurz auffrischen. Das nimmt auch die Hemmungen vor der Masse an Technik in dieser Maschine. Das Sticken bekommt auch ein dickes „Mehr“, schneller, besser und weiter. Die Fadenspannung wurde verbessert, die Stickgeschwindigkeit erhöht, der Stickbereich erweitert und die Unterfadenspulen vergrößert. Nach drei Monaten mit dieser Maschine, weiß ich all das mehr als nur ein bisschen zu schätzen. Und auf jeden Fall ein Plus, die exakte Positionierung der Stickdateien über das Menü. Ich liebe endlos Stickdateien, das war bis eher aber immer etwas frustrierend. Es ist ein Traum mit dieser Maschine zu arbeiten. Ach wenn ich festgestellt habe, daß der vollautomatische Einfädler nur mit Inspira Nadeln richtig gut funktioniert. Hier noch ein paar Dinge aus meinem ersten Bericht, die die wirklich guten „Mehrs“ darstellen:

  • wie dem neuem IDT System, das den Oberstoff noch leichter transportiert,
  • den Sensor, der die Stoffe erkennt und so die Power regelt,
  • der neuen Fadenspannung,
  • das „mehr“ an Licht im Nähbereich,
  • die W-Lan-Anbindung, die mich Stickdateien jetzt kabellos auf die Maschine Daten übertagen lässt,
  • die Applikation fürs Handy die zeigt daß die Maschine z. B. neuen Unterfaden braucht,
  • oder der manuelle Geschwindigkeitsregler an der Seite der Maschine.
Nun zur Praxis, ich habe die letzten drei Monate genäht und gestickt wie eine Verrückte. Und meine im „ersten Eindruck“ erwähnten Pro und Kontras ausgetestet. Meine Kontras waren vor allem das spiegelnde Display und die fehlende komplette Anleitung in Papierform. Tatsächlich ist es so,  daß ich das Handbuch bei der Arbeit nicht vermisst habe, ich schaute immer im Hilfemenü der Maschine nach. Manche Gewohnheiten muss man durchbrechen und eine neue Technik auch mal nutzen. Das spiegelnde Display ist bei nähen und sticken ebenfalls kein Problem, alles ist gut zu erkennen. Das Display ist also nur Fotografen ein richtiges Problem (und genau das ist nun mal mein Beruf ;P).

Ich habe auf der Maschine voluminöse Petticoats, Vintage Kleider, hauchdünnen Jersey, detailreiche Nähetuis genäht und gestickt. Und mit jeder Naht mag ich die ICON mehr, das klingt vielleicht langweilig, aber so ist es. Das W-Lan der Maschine ist was ich noch einmal herausstellen möchte, es ist unglaublich hilfreich, wenn man Stickdateien erstellet und „Rumprobieren“ muss und einfach starten kann. Und immer noch entdecke ich neue Funktionen an der Maschine, die mich begeistern. Vor allem liebe ich die Zuverlässigkeit mit der sie die „normalen“ Nähte zaubert. Mein Fazit nach drei Monaten:

Schlicht und einfach, die beste Näh- und Stickmaschine mit der ich je gearbeitet habe. Bleibt mir nur noch Euch ein paar Bilder zu zeigen. Von der Maschine und ein paar Dingen, die ich damit gezaubert habe, für die Nähetuis wird es im Oktober bei Pfaff Schnittmuster und Stickdateien zum gratis Download geben…

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