Testoffensive: PFAFF Creative Icon – Erster Eindruck von Christina Schmees

Nachdem ich vor kurzem schon den Plotter testen durfte, sah ich, dass eine zweite Testrunde angesetzt war. Ich guckte so durch die Testmaschinen und sah, dass auch eine Stickmaschine dabei ist. Da ich ja Besitzer einer Brother Innov-IS 750E bin, dachte ich mir, das wäre doch mal was, eine ganz andere Maschine zu testen und ein größerer Stickrahmen wäre ja auch super. Gesagt getan, ich bewarb mich und im Urlaub sah ich dann, dass ich testen darf. Da habe ich mich erstmal über die Maschine informiert. Ok, es ist eine Kombimaschine aus Nähen und Sticken, mit riesigem Display und 3 Rahmen dabei. Preis: 11.999 €. Puh bei dem Preis war ich echt von den Socken.

Als wir nach Hause kamen erwartete mich schon 2 riesige Pakete im Hausflur. Natürlich mussten die beiden sofort am nächsten Tag in die erste Etage in mein Nähzimmer.

Das war nicht gerade einfach, denn die  Icon ist mit ihren 14,5kg ein ziemliches Schwergewicht. Und wenn man das Stickaggregat dazu rechnet kommen nochmal gute 4,1kg hinzu.

Dafür kommt das Stickaggregat in einer schicken Pfaff Tasche daher wo auch die Stickrahmen ihren Platz finden. Auch wenn Tasche das falsche Wort ist. Es ist eher ein Koffer.

Da stand sie nun auf meinem Schreibtisch und dieser hätte nicht kleiner sein dürfen. Puh, da hat sie mich echt umgehauen mit ihrer Größe und ihrem eleganten und modernen Design.

 Dagegen war meine Brother Stickmaschine echt ein Zwerg.

Das erste Mal anschalten und die Maschine fuhr rauf. Ja sie fuhr rauf (wie bei einem Pc), dieser Vorgang dauerte rund 40 Sekunden. Als erstes fällt wirklich sofort die tolle Beleuchtung auf, super schön hell und alles wird gut ausgeleuchtet.

Und natürlich das große Touchscreen-Display mit 25 cm Bilddiagonale. Dort musste man dann auch die nötigen Informationen zur Netzwerkanbindung eingeben. Für die meisten mit  Smartphone Erfahrung kein Problem: Netzwerk auswählen, Netzwerkschlüssel eingeben und schon ist man schon mit dem W-Lan verbunden.

Leider ist nur eine kurze Bedienungsanleitung in Papierform dabei, aber ich habe mir die komplette Bedienungsanleitung auf mein Tablet gezogen so konnte ich sie dann auch lesen. Auch wenn es schöner wäre sie wäre komplett in Papierform dabei.

Dann ging es ans Unterfaden aufspulen und von Vorteil ist echt, dass die Spulen grösser sind als die normalen, so braucht man nicht ganz so oft  aufspulen. Das war aber auch ganz einfach. Toll ist auch, dass man das auch während des Stickens oder Nähens machen kann.

Als erstes versuchte ich mal an einem Stück Stoff einige Stiche um mich mit der Maschine vertraut zu machen. Die Nähmaschine hat 731 Nutz- und Zierstiche. Außerdem sind 800 Stickmotive für jeden Geschmack bereits auf der Festplatte der Maschine gespeichert. Das funktioniert auch mit dem Stickaggregat dran. Um Einstellungen wie Oberfadenspannung braucht man sich hier gar nicht mehr kümmern. Das macht die Maschine automatisch.

Da mich aber das Sticken viel mehr reizte ging es nun ans umbauen. Nadeln wechseln, Fuß drunter weg und das IDT System deaktivieren. Stickgarn drauf, ganz klasse ist das integrierte Fadenführungsteleskop. Damit läuft das Garn besser von den Spulen ab. Auch große Konen können so ganz einfach verwendet werden. Der automatische Nadeleinfädler ist auch super praktisch und in Windeseile ist der Faden eingefädelt.

Die Maschine verfügt über 800 integrierte Stickoptionen, davon 47 exklusiv für die PFAFF Creative Icon.

Leider brauchten wir einige Zeit uns miteinander anzufreunden, da ich ja immer nur Brother Maschinen hatte. Leider hat es auch 2 Wochen gedauert bis ich gemerkt habe das ich den Unterfaden nicht richtig eingelegt hatte, daher ärgerte mich einige Zeit das Stickbild, dass man immer den Unterfaden auf dem Stickbild sah.

Auch der Faden hatte sich  öfters mal in der Spulenkapsel vertökselt, aber dank der schraubenfreien Stichplatte lässt sich die Stichplatte ganz schnell abmachen und wieder drauf machen.
Aber als das Problem dann gelöst war mit dem Unterfaden sahen meine Stickbilder einfach toll aus.

Ganz toll gefällt mir auch, dass man am Display auch mehrere Stickdateien zusammenfassen kann und dann noch Schrift oder Namen einfügen kann.

So entstand für eine Bekannte eine Schürze die sie für einen Rentner verschenkte.

Aber auch dieses Hochzeitskissen ist entstanden und kam bei dem Brautpaar super an.
Toll ist auch, dass das die erste Maschine ist, bei der ich mich traue auch mal gerade beim Sticken wegzulaufen. Dank der Sew Notice App auf dem Handy sehe ich immer wie weit die Maschine ist und ich bekomme sofort angezeigt wenn der Unterfaden leer ist oder die Farbe gewechselt werden muss.

So, das waren meine ersten Eindrücke und Erfahrungen mit der Pfaff Creative Icon.

Noch steht so einiges an, möchte auch gerne noch eine Tasche oder so nähen, um sie auch beim Nähen noch ein wenig zu testen….

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