Zwischenbericht Test `Juki MCS-1500` von Anna Voigt

Ein ganz kurzer Zwischenstand, wie die Cover und ich uns inzwischen angefreundet haben…  Alles in allem muss ich sagen, dass die Maschine tut, was sie soll: Covern. Sie läuft ohne Gezicke, rattert fröhlich vor sich hin und alles stimmt soweit. Richtige Fehler kann man eigentlich gar nicht machen (sobald man das Einfädeln beherrscht & das geht ruckzuck), nur passiert es ab und an, dass eine Naht krum wird o.ä. Aber das sollte sich mit mehr Übung ja geben…

Hier ein kurzer Überblick über ein paar Sachen, die ich gemacht (und teilweise verbockt) habe. Perfekte Nähte sind ja langweilig, die will keiner sehen^^.

Die normale Naht (hier mit zwei Nadeln): geht ruckzuck und sieht super aus. Auf der Vorderseite sieht es aus wie mit der Zwillingsnadel genäht, auf der Rückseite die Covernaht, die schön elastisch bleibt und die Stoffkante ordentlich umschließt. Genäht wird sie einfach indem man vorher den Saum ordentlich & gleichmäßig umschlägt, sich dann an den Linien auf der Stichplatte orientiert und mit der rechten Seite des Stoffes oben los legt.

Leider sieht man im Stoff auch, dass ich die Naht vom ersten Versuch noch mal aufgetrennt habe. Was übrigens wirklich schnell geht – da braucht man keinen Nahtauftrenner. Wieso weiss ich gar nicht mehr. Wahrscheinlich war ich einfach schief 😉

Die sportliche Naht (hier mit drei Nadeln): sie entsteht, wenn man die linke Seite beim Covern oben hat. Diese Art (er-)kennt wohl jeder, der schon mal was von einer Coverstitch gehört hat. Allerdings sieht sie innen nicht so schön aus, da der umgeschlagene Stoff nicht umfasst wird und sich noch einrollen kann – wenn man das Ende des Stoffes nicht perfekt trifft.

Genauso hier: Die zweite Naht sollte im Nahtschatten verschwinden. Leider habe ich den nicht immer getroffen. So sieht das Bündchen nun ein bisschen angeknabbert aus. Das könnte bei einer Zwilingsnadel natürlich auch passieren, nur hat man da die Führung etwas besser unter Kontrolle.

Hier habe ich mich verschätzt und mir eingebildet, die Overlocknaht würde das Ende der Covernaht verdecken…

Und hier hatte die Juki Freude daran auf der Stelle zu nähen^^.

Wie Ihr seht, alles Anwenderfehler bzw. Übungssache. Die Maschine schnurrt dabei wie eine Katze und tut brav was sie soll. Da hilft nur üben!

Bisher macht es jedenfalls Spaß. Und es geht so schnell. Unterhosen z.B. sind ganz fix fertig. Die Overlock und die Cover sind beide so klein und kompakt, dass man an beide ohne großes Rumgerutsche heran kommt. D.h. man kann mit der Ovi eine Naht machen, dann diese schön flach covern, wieder mit der Ovi die nächste Naht etc. Auf das Bügeln habe ich übrigens in den meisten Fällen verzichtet. Aber es waren auch immer nur kurze Stücke und keine schwierigen Stoffe.

Das wars erstmal von mir. Mehr gibt’s dann im ausführlichen Abschlussbericht…

Technische Daten

  • Differentialtransport
  • Easy-Snap-on-Fuß
  • Nähfußlifter
  • Greifereinfädelhilfe
  • Manuelle Fadenspannung

Zur Juki MCS-1500 im Shop