Testoffensive: Brother CM 900 – Abschlussbericht von Mareike Haaf

Hallo zusammen, mittlerweile konnte ich den Schneideplotter CM 900 von Brother, der mir freundlicherweise von dem nähPark Diermeier zum 3 monatigen Testen zur Verfügung gestellt wurde, schon einige Wochen testen und mir einen genaueren Eindruck verschaffen. Ich hatte mich beim nähPark Diermeier für den Produkttest beworben, um mir hauptsächlich einen Einblick in das Verarbeiten der Flexfolien zu verschaffen und um meine Hochzeitsdeko in Angriff zu nehmen. Überhand hat dann doch die Hochzeitsdeko genommen ;). Insgesamt bin ich zufrieden und vielleicht sogar ein kleines bißchen verliebt, abgesehen von kleineren Schwächen, macht es großen Spaß mit dem Plotter zu arbeiten. Mein tapferes Schneiderlein, wo mir die Puste ausgeht, schneidet er immer noch ;). Doch dazu mehr in meinem ausführlichen Abschlussbericht. Los geht's.

Der Schneideplotter CM 900 von Brother ist nun schon seit einigen Wochen bei mir im Einsatz. Mir gefällt seine kompakte Größe (50cm breit und ca.16cm tief) und sein leichtes Gewicht (ca. 4 kg). So kann man den Plotter schnell verstauen, wenn man ihn nicht braucht oder wieder hervorholen. Zum Arbeiten benötigt er dann natürlich mehr Platz (ca. eine Tischbreite), da sich die Schneidematte beim Schneiden oder Scannen frei bewegen muss.

Was mich etwas stört ist die Lautstärke. Bei den ersten kleineren Projekten war das für mich kein Problem, aber wenn der Plotter mehr Zeit zum Schneiden benötigt und das über einen längeren Zeitraum, ist er mir dann doch zu laut. Die Musik oder den Fernseher 😉 möchte ich dann doch noch verstehen können. Ich habe den Plotter dann auch schon ins andere Zimmer gestellt und am Laptop gearbeitet, während der Plotter weiter fleißig geschnitten hat. Es war dann auch kein Problem über W-LAN an den Plotter neue Projekte zu schicken.

Zubehör:

Benutzerhandbuch auf CD, ausgedruckte Kurzanleitung, Halter für Standardschneidemesser, Standardschneidemesser, Spatel, 2 Schneidematten, 2 Aufbügelblätter für Stoffapplikationen, Stifthalter, 6 Filzstifte, 2 löschbare Stifte, Touch Pen, Halterung für Touch Pen und Spatel, Schutztasche für das Zubehör.

Im Folgenden erläutere ich euch kurz meine persönlichen Eindrücke zum Zubehör des CM900.

Benutzerhandbuch auf CD:

einer der Minuspunkte des Plotters, eine ausgedruckte Anleitung hätte ich sehr sinnvoll gefunden und bei einem Gerät von ca. 500€ auch erwartet, gerade weil der Plotter ja auch angepriesen wird ohne PC genutzt werden zu können. Da ich keine Lust hatte ständig im Computer nachzulesen, habe ich mir das Handbuch und auch die Musterliste mit dem Drucker ausgedruckt und es auch nicht bereut. Die Anleitungen sind kurz und verständlich beschrieben und gerade am Anfang hilfreich. Es gibt auch eine Anleitung zum Quilten.

Ausgedruckte Kurzanleitung:

Liegt bei mir immer parat. Die wichtigsten Einstellungen auf einen Blick - sehr hilfreich. Bei den Schneidemessereinstellungen sollte man etwas vorsichtig sein, lieber erst etwas kürzer als angegeben anfangen, sonst kann schnell die Matte zerschnitten werden. Ich denke mit der Zeit entwickelt man ein Gespür für die unterschiedlichen Einstellungen. Anfangs sollte man immer einen Probeschnitt durchführen.

Halter für Standardschneidemesser +Standardschneidemesser:

Das Herz des Plotters. Toll finde ich, dass die Länge des Messers problemlos mit ein paar Handgriffen geändert werden kann. Klappe auf, Messerhalter rausgeholt, Messerskala verändern, wieder einsetzen, Klappe runter - fertig!
Ruck zuck und man kann mit dem nächsten Projekt anfangen. Der Plotter hat ein tolles Schnittbild und schneidet auch feine Motive sauber aus. Natürlich hängt es auch immer mit dem verwendeten Material zusammen.
Bei dem Halter für das Standardschneidemesser traten bei einer anderen Testerin und mir nach einer Weile das Problem auf, dass sich die Messereinstellung bei stärkerem, schwererem Papier (ca. ab 220g/m²) beim Schneiden verstellt. Da ich anfangs nur leichteres Papier geschnitten habe, vermutete ich erst, dass es daran liegen könnte, dass das Schneidemesser schon zu stumpf wäre. Ich bestellte daraufhin ein neues Messer, jedoch mit dem gleichen Ergebnis. Den Grund für das Problem habe ich leider nicht herausgefunden.

Meine Mittesterin hat einen neuen Halter zugeschickt bekommen, mal schauen, wie da das Ergebnis ist. Ich konnte über dieses Problem auch nichts im Internet finden. Ärgerlich ist das aber schon.

Spatel:

Sinnvoll. Zum leichten Entfernen der klebenden, ausgeschnittenen Papierelemente.


2 Schneidematten (die leicht klebende Matte und die Standardmatte):

Die Klebekraft der Matten hat in den Testwochen stark nachgelassen und die Matten sehen etwas mitgenommen aus.
Auf die Matten kann man auch noch eine zusätzliche Klebefolie anbringen, um Stoffe zu schneiden. Das ist nicht ganz einfach, ich hatte große Probleme die Klebefolie einigermaßen glatt auf der Matte anzubringen und wenn man das nächste Papierprojekt wieder in Angriff nehmen möchte, muss man die Klebefolie wieder entfernen und ist durch das Abziehen doch schon etwas mitgenommen. Ich konnte sie zwar noch mal auf der Standardmatte anbringen, allerdings war die Klebkraft schon nicht mehr so gut. Zwei von diesen Folien sind beim Zubehör enthalten, ich würde jetzt so vorgehen, dass ich die Folie das nächste Mal dauerhaft auf der Matte lasse und diese Matte nur zum Stoffschneiden verwende. Für Papier würde ich dann eine zusätzliche Matte nehmen.
Schade finde ich es grundsätzlich, dass die Schneidematten relativ schnell an Klebkraft verlieren, man kann zwar das Papier noch mit Tesa fixieren, aber das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache.
Am Ende des Tests habe ich die sehr stark verschmutzte Standardmatte mit Wasser und Spüli und einem fusselfreien Lappen gereinigt, das hat gut geklappt. Ich Holzkopf hätte es bloß schon eher machen sollen, meine Matte war leider so stark verschmutzt, dass ich mir auch teilweise den Haftkleber der Matte mit abgerubbelt habe. Hätte ich sie schon eher gereinigt, wäre das bestimmt nicht passiert. Da wo der Kleber erhalten geblieben ist, klebt er wieder super.

2 Aufbügelblätter für Stoffapplikationen:

Einlage um den Stoff standfester zu machen. Dafür muss man auch nicht zwingend die Einlage von Brother nehmen, sondern kann auch die aus dem Stoffgeschäft nehmen, klappt auch.

Stifte+Stifthalter:

Im Zubehör enthalten sind auch 2 löschbare Stifte um Nahtzugaben oder temporäre Motive auf den Stoff zu zeichnen. Klappt  wunderbar mit dem Brother CM 900, man fixiert den Stoff auf der Schneidematte mit der Stoffklebefolie und kann loslegen. Um die Stifte zu benutzen, braucht man einen Stiftehalter anstatt den Halter für das Standardmesser. Zusätzlich gibt es noch einen Satz Filzstifte in 6 Farben, interessant um Papierelemente zu verschönern. Das klappt auch sehr gut, dank der integrierten Scan Funktion kann man die Motive perfekt positionieren.

Touch Pen:

Sinnvoll für den Touch Screen, man kann aber auch vieles mit dem Finger antippen.  

Halterung für den Touch Pen und Spatel:

Etwas wackelig und habe ich auch nicht gebraucht. Lieber das Geld sparen und eine ausgedruckte Anleitung beifügen.

Schutztasche für das Zubehör:

Finde ich zu klein. Lieber eine größere Nähen 😉

Was hat mir gefehlt?

Gefehlt hat mir ein Haken zum Entgittern der Flexfolie, dafür habe ich zuerst einen Nahttrenner benutzt. Den Entgitter Haken habe ich mir dann noch zusätzlich besorgt. Dadurch lässt sich die Flexfolie super entfernen und der Haken liegt gut in der Hand.  Desweiteren habe ich ein Rakel mit einer Filzkante bestellt,  zum Glattstreichen und Fixieren der Flexfolie, lässt sich aber auch wunderbar für Papier nehmen. 

Zwar kann man es auch mit der Hand glatt streichen, aber mit dem Rakel kann man nochmal etwas mehr Druck ausüben und dadurch klebt es stärker an der Schneidematte.

Als weiteres Sonderzubehör habe ich mir das Happy Pillow bestellt. Das ist ein kleines Kissen, bezogen mit einem hitzebeständigen Material, das man beim Aufbügeln der Plotterfolie einsetzt um Unebenheiten bei bereits fertig genähter Kleidung auszugleichen. Das klappt wirklich hervorragend. Zuerst dachte ich, dass ich das Kissen nicht unbedingt bräuchte, aber nachdem ich das erste T-Shirt beplotten wollte, passenderweise mit Brusttasche, und mich damit sehr abgemüht habe, dachte ich, versuchen kann man es ja mal. Und ich bin wirklich froh es ausprobiert zu haben. Dazu muss ich sagen, dass ich mit einer Bügelpresse gearbeitet habe. Man legt das Kissen unter die Kleidung und drückt die Bügelpresse runter. Durch den Druck werden Unebenheiten ausgeglichen und die Flexfolie wird gleichmäßig erhitzt.
Als weiteres Zubehör habe ich mir noch ein Entgittermesser, das ist ein kleiner Cutter in Stiftform, dazu bestellt. Der kam bislang aber relativ selten zum Einsatz, da der Brother so präzise schneidet.

Das Arbeiten mit dem Brother CM900

Es gibt 2 Möglichkeiten mit dem CM900 zu arbeiten, entweder man arbeitet direkt mit dem Schneideplotter oder über den Computer, beides ist möglich und das macht den CM900 für mich so wertvoll. Man ist nicht darauf angewiesen, nur vorgefertigte Dateien zu verwenden, man kann selbstgezeichnete Motive einscannen und ausschneiden lassen und, wenn man Erfahrung mit Vektorgrafikprogrammen hat, auch eigene Motive im Computer entwerfen und schneiden lassen.

Für das direkte Arbeiten mit dem Schneideplotter gibt es eine Vielzahl von bereits vorinstallierten Motiven. Diese kann man direkt mit den Plotter auch bearbeiten, z.B. die Größe verändern, spiegeln, drehen, verschiedene Bilder zusammen führen, es gibt viele Kombinationsmöglichkeiten.
Aber man ist nicht nur auf die vorinstallierten Motive angewiesen, sondern es gibt auch einen integrierten Scanner. Man kann also seine eigenen Bilder problemlos einscannen, abspeichern und schneiden lassen. Dabei hat man die Möglichkeit, die Scans entweder direkt auf dem Plotter, dem USB-Stick oder auf CanvasWorkspace dem Online Bearbeitungsportal von Brother abzuspeichern.
Aber man muss das Motiv auch nicht zwingend abspeichern, noch schneller geht es mit dem Direktschnitt, einfach einscannen, bestimmen ob nur der Umriss, einzelne Bereiche oder Linien geschnitten werden sollen und ruck zuck ist dein Motiv ausgeschnitten.

Dazu möchte ich folgendes erwähnen: Wenn man das eingescannte Bild nachträglich z.B. in der Größe bearbeiten möchte ist dies nur auf dem CanvasWorkspace möglich, direkt auf dem Plotter funktioniert es nicht. Da funktioniert nur die Möglichkeit des nachträglichen Spiegelns.

Was auch dank des integrierten Scanners toll funktioniert ist, dass man z.B. ausgedruckte Motive einscannt und diese dann mit einem speziellen Muster ausschneidet. So kann man das Muster einfach positionieren und losschneiden. Klappt auch hervorragend als Resteverwertung.

Was ich mir beim direkten Arbeiten mit dem Plotter noch gewünscht hätte, wäre ab und zu ein zusätzlicher Zurückgehpfeil. Man kann zwar immer auf den Startseiteknopf (das Haus) drücken, aber ab und zu hat er mir doch gefehlt z.B. wenn man ein Muster ausgesucht hat und es einem doch nicht gefällt, muss man wieder auf die Startseite drücken und sich zu den Mustern durchklicken.
Positiv dagegen finde ich folgendes: Hat man seine Motive als Gruppe angeordnet, kann man durch das anklicken mit dem Touch Pen die Gruppenfunktion wieder verlassen und die einzelnen Elemente z.B. verschieben.
Toll ist auch, dass man jederzeit auf die Einstellungen (Knopf mit dem Schraubenschlüssel) zugreifen und verändern kann, wie z.B. die Schneidgeschwindigkeit, den Schneiddruck oder den Schnittbereich.
Positiv finde ich auch, dass am Ende die Zeitspanne angezeigt wird, wie lange der Plotter zum Schneiden/Zeichnen braucht.

Insgesamt finde ich das direkte Arbeiten mit dem Plotter sehr einfach und intuitiv.

Diejenigen von euch, die lieber mit dem PC arbeiten oder aber ihre eingescannten Bilder noch bearbeiten möchten, müssen sich auf dem Online Bearbeitungsportal CanvasWorkspace anmelden. Das geht mit etwas Computererfahrung relativ schnell und problemlos.

Zusätzlich kann man CanvasWorkspace auch auf den PC kostenlos herunterladen. Dies liegt, denke ich, daran, dass das Online Programm ab und zu leistungstechnisch an seine Grenzen stößt, wenn die Dateien etwas zu groß sind. Da funktioniert die PC Version besser. Übertragen kann man dann seine Projekte via W-LAN oder Netzwerkkabel (das Kabel ist nicht mit im Zubehör enthalten).

Die Übertragung  klappt leider in der PC-Version nicht immer, da trat bei mir öfters der Fehler auf, dass die Internetverbindung fehlgeschlagen ist, wobei es Online dann gar kein Problem darstellte. Falls ihr das gleiche Problem haben solltet, muss man die FCM Datei exportieren und abspeichern und kann sie dann wieder im Online Portal hochladen.

Insgesamt finde ich die Handhabung von CanvasWorkspace etwas kompliziert. Ich musste mich da erst durchklicken, bis ich verstanden habe, wo ich z.B. mein Projekt speichern kann oder wie ich die Größenangabe von Zoll auf Zentimeter umstelle und wie ich mein Projekt dann vom PC an den Plotter schicke. Damit es euch nicht auch so ergeht, habe ich einen Screenshot  beigefügt.

Aber was kann CanvasWorkspace jetzt eigentlich genau? In CanvasWorkspace kann man entweder gekaufte Dateien oder auch selbst erstellte Dateien (FCM/ SVG/DXF Datei) hochladen und auf eine virtuelle Mappe anordnen, bearbeiten, speichern und zum Plotter übertragen. Es gibt auch hier die Möglichkeit auf bereits hinterlegte Muster zuzugreifen und diese auch zu bearbeiten. Eine Zeichenfunktion ist auch hinterlegt, da ich mich aber etwas mit Vektorgrafikprogrammen (Adobe Illustrator, Corel Draw) auskenne, greife ich lieber auf meine Software zurück, da habe ich mehr Möglichkeiten. Wer da noch keine große Erfahrung hat, aber durchaus Interesse, für den ist Inkscape vielleicht etwas, ein kostenloses Vektorgrafikprogramm mit jeder Menge Tutorials im Internet.
Auf der CanvasWorkspace Startseite gibt es die Möglichkeit sich Canvas Projekte herunterzuladen, zu den Projekten werden auch je nach Jahreszeit neue Projekte hinzugefügt. Eine tolle Inspitrationsquelle gerade auch für die Kartenbastler 🙂

Um einen guten Überblick zu bekommen, habe ich versucht, viele unterschiedliche Materialien zu verwenden.
Verschiedene Papiersorten, Flexfolie, Vinylfolie, Stoff, SnapPap. Der Plotter hat alles geschnitten, er war sehr tapfer, denn für unsere Hochzeit musste ich vieles auch gleich über 130 Mal ausschneiden lassen. Nach den knapp 3 Monaten ist die Klinge allerdings auch stumpf, aber ich habe auch alles mit der gleichen Klinge geschnitten nur zum Schluss habe ich mir dann eine Neue eingesetzt. Ich würde in Zukunft auch so vorgehen mir für jede Materialart ein eigenes Messer zulegen. Das ist genauso wie bei Stoffscheren, damit schneidet man auch kein Papier, weil sie sonst zu schnell stumpf werden ;). Ich denke somit hat man dann am längsten etwas von seinen Messern.
Das einzige was mein tapferes Schneiderlein nicht gut geschnitten hat ist ein Perlmuttpapier. Das Papier ist sehr glatt, löste sich schnell von der Matte und musste zusätzlich mit Tesa fixiert werden. Da hatte ich schon größere Probleme und öfters kleine Papierstücke in dem Messerhalter und mir letztendlich meine neue Klinge geschrottet. Das war sehr ärgerlich. Wahrscheinlich hätte ich da auch den Schneiddruck erhöhen müssen.

Bei der Flex- und Flockfolie müsst ihr darauf achten, dass ihr das Motiv spiegelverkehrt zurechtschneiden lasst, damit ihr es später richtig auf eurem T-Shirt lesen könnt. Das Aufbügeln der Flexfolie hat mich auch etwas kirre gemacht. Ich habe dabei mit einer Bügelpresse, die aber nicht speziell für Plotterfolie geeignet ist, gearbeitet. Erst war ich mir nicht sicher bei der Einstellung der Temperatur. Auf der Flexfolie war nur eine Gradzahl angegeben und bei meiner Bügelpresse gab es nur die Materialangaben. Ich habe dann oft mit der Einstellung Baumwolle oder Leinen gepresst. Das passte auch. Manche Folien zieht man heiß, manche kalt ab. Ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass man, auch wenn man die Folie heiß abziehen soll, erst einen Moment warten, nachdem man das T-Shirt aus der Presse geholt hat und dann die Folie abziehen sollte. Ich denke, wenn man ihn einen Moment ruhen lässt, verbindet sich der Kleber besser, sonst zieht man das Motiv gleich wieder mit ab.

Die Möglichkeit mit dem Plotter auch Stoff zu schneiden finde ich gut, es gibt ja auch die Möglichkeit sich die Nahtzugaben einzeichnen zu lassen, gerade wohl auch für die Quilter interessant. Es gibt auch viele integrierte Vorlagen zum Quilten und auch ein extra Handbuch mit den Grundlagen. Dies habe ich jetzt nicht ausprobiert, ich muss allerdings zugeben, dass ich Stoff auch lieber mit der Hand schneide. Um kleine Stoffapplikationen auszuschneiden finde ich es allerdings sinnvoll und es klappt auch perfekt.

Das SnapPap Papier bleibt auch nicht gut auf der Matte haften. Ihr müsst es zusätzlich mit Tesa fixieren, damit nichts verrutscht, wenn ihr das aber beachtet, erhält man schöne Ergebnisse.

Fazit

Zuerst möchte ich sagen, dass ich bisher keine Erfahrung mit Schneideplottern hatte, daher kann ich keine Vergleiche mit anderen Modellen oder Marken ziehen. Der Preis des Brother CM900 ist natürlich ordentlich, aber ich finde, man bekommt eine Menge geboten und er ist sehr vielseitig. Über das Sonderzubehör kann man u.a. auch prägen, Stempel herstellen, Strasssteine aufkleben und ich denke, Brother lässt sich da auch noch einiges mehr einfallen.
In der Handhabung finde ich ihn, bis auf die Punkte die ich erwähnt habe, gut. Einfach zu bedienen und handhaben. In die Software kann man sich, wenn man möchte ja noch mehr hineinarbeiten oder man lässt es bleiben und arbeitet lieber mit einem Grafikprogramm ;).
Was mir wirklich am besten gefällt, und da wiederhole ich mich wahrscheinlich auch schon etwas, ist, dass man Dank des integrierten Scanners ja auch unabhängig vom Computer ist, man kann eigene Ideen verwirklichen ohne sich mit Vektordateien auszukennen. Das unterscheidet ihn auch von anderen Mitbewerbern die keinen integrierten Scanner besitzen. Diese Funktion haben, soweit ich weiß, nur die Brother Modelle der CM Serie.
Dazu kommt, dass ich, außer Stoff, nicht gerne schneide. Ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, eine Karte aus Papier zu basteln. Da gestalte ich sie lieber am PC und drucke sie aus, aber durch den Schneideplotter bin ich da schon etwas auf den Geschmack gekommen ;).
Wenn man das Geld übrig hat, viel bastelt oder gerne mit Flexfolien arbeiten möchte und dabei unabhängig vom Computer sein möchte, ist man mit dem Brother CM900 an der richtigen Adresse. Man muss natürlich auch die Folgekosten im Hinterkopf haben, die durch neue Messer und Material entstehen, aber das ist ja auch ähnlich wie beim Nähen ;). Wer ein Produkt selber herstellt ist ja nicht immer gleich günstiger dran, aber es kommt von Herzen.

Das war mein erster Testbericht überhaupt. Ich hoffe er hilft euch bei eurer Entscheidung.

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