Ausgleichsfuß Rechts Links Brother

Die Ausgleichsfüße von BROTHER

Wozu braucht man einen Ausgleichsfuß? Und warum gibt es zwei verschiedene? Diese Fragen wollen wir hier für die Ausgleichsfüße von BROTHER klären.

Ausgleichsfuß rechts oder links

Die Grundkonstruktion ist bei beiden Nähüßen gleich, nur der Schlitz befindet sich jeweils auf der anderen Seite. Dabei wird mit rechts oder links immer die Seite des Schlitzes, beziehungsweise die Seite der Erhöhung genannt. Der Ausgleichsfuß rechts hat also den Schlitz und die Erhöhung auf der rechten Seite, wenn man von vorne auf den montierten Fuß schaut.

Unterschiedlich dick

Von vorne kann man es besser erkennen. Der Ausgleichsfuß ist an einer Seite ein paar Millimeter dicker als auf der restlichen Fläche. Damit ist er ideal, um auf Stufen zu nähen. Hier erklärt sich auch, warum dieser Fuß bei manchen Herstellern als Bi-level bezeichnet wird. 

Dicke Nähte absteppen

Sein Haupteinsatzzweck ist das Absteppen bei dicken Materialien. Wie zum Beispiel bei einer Jeans. Hier wurden die Nahtzugaben auf der Rückseite nach links gebügelt und dann wird von oben abgesteppt. Hierbei liegen links drei Lagen Stoff, rechts nur eine. Und genau diese Differenz gleicht ein Ausgleichsfuß aus. Die matte Oberfläche hat übrigens auch eine leichte Antihaft-Wirkung, was den Einsatz bei Kunstleder oder Leder erleichtert.

Aber auch bei dehnbaren Stoffen kann der Ausgleichsfuß verwendet werden, zusammen mit einem reduzierten Nähfußdruck vermeidet er das Wellen des Stoffes, weil der Druck durch die Stufen gleichmäßiger auf dem Projekt verteilt wird. Ein normaler Nähfuß drückt hier ja nur auf die dicke Stelle.

Welche Abstände kann man nähen?

Die Nadelpositon ist frei wählbar, da die Öffnung über die gesamte Breite geht.

Auf dem Fuß befinden sich drei Markierungen:

Die Markierung am Schlitz zeigt 1.5 mm an, in der Mitte 5 mm und an der gegenüberliegenden Seite 8 mm. Wenn Sie also die Nadel ganz nach rechts (oder links) zum Schlitz stellen (Nadelpositon + oder – 7), entsteht ein Abstand zur gefalteten Kante von 1.5 mm. Die Nadelpositon Mitte erzeugt einen Abstand von 5 mm. Und mit der Nadel komplett auf der anderen Seite bildet eine Absteppnaht mit 8 mm Entfernung zur Kante.

Wir verwenden den Ausgleichsfuß gerne zum Festnähen von Säumen, weil damit eine schön knappe Kante entsteht. Und das geht auch gut bei normaler Webware.

Sogar beim Annähen eines Labels hilft der Ausgleichsfuß, obwohl hier nur eine kleine Stufe entsteht. Die verdickte Seite gleitet perfekt an der Kante des Etiketts vorbei.

Oder beim Absteppen eines Reißverschlusses beim Taschennähen. Die dickere Seite läuft perfekt in der Lücke zwischen Stoff und Raupe.

Was geht nicht?

Knappkantiges Absteppen direkt an der Kante funktioniert mit dem Ausgleichsfuß nicht immer gut. Bei dicken Materialien kann er helfen, wie zum Beispiel Trägern aus Kunstleder. Bei normaler Webware befindet sich allerdings zu wenig Stoff unter der dünneren Seite und er wird nicht richtig transportiert.

In diesem Fall ist der Blindstichfuß die bessere Wahl. Er ist bei fast allen Nähmaschinen von BROTHER im Standardlieferumfang enthalten.

Rechts oder links – oder beide?

Welcher der beiden Nähfüße besser für Sie geeignet ist, können nur Sie selbst entscheiden. Durch die Stufe ist knappkantiges Absteppen immer nur in eine Richtung möglich, die Nahtzugabe muss also immer in die gleiche Richtung zeigen. Beobachten Sie dann am besten mal, wie die Projekte bei Ihnen liegen.

Wir nähen hier die obere Kante eines Stoffbeutels mit dem Ausgleichsfuß links. Der Beutel hängt dabei über dem Freiarm. Würden wir mit dem Ausgleichsfuß rechts nähen wollen, müsste der Beutel rechts liegen und kann nicht mehr über den Freiarm gezogen werden. Für das Absteppen haben wir jedoch lieber den Ausgleichsfuß rechts genutzt, weil unsere Nahtzugabe in der Regel nach links zeigt.

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