Huskylock s25

Die HUSQVARNA VIKING Huskylock s25 im Test bei der Redaktion – erster Eindruck

Wir haben in der Redaktion mal versucht, eine Coverlock für den Nähalltag zu verwenden und uns für die HUSQVARNA VIKING Huskylock s25 entschieden. Bis jetzt wurde hier nur mit separaten Maschinen gearbeitet, also einer Overlock und einer Cover. Ist der Umbau wirklich so schlimm? Wirkt sich die Kombination auf das Nähverhalten aus? Was kann die Huskylock s25 sonst noch so?

Aufgeteilt wird der Bericht in zwei Teile. Der erste Eindruck umfasst die Ergebnisse nach zwei Wochen, das Fazit haben wir nach vier Wochen gezogen.

Die Ausstattung

Drei Dinge fallen einem beim Auspacken sofort auf:

Das Display, der Anschiebetisch und das Abfallsäckchen.

Das Display

Es gibt nicht viele Maschinen im Overlock- und Coverbereich mit einem Display. Braucht man das? Im ersten Moment denkt man, eher nicht. In der Benutzung genießt man die Vorteile. Wird der Stich am Display ausgewählt, zeigt die s25 an, was für den Umbau (bzw. die Bedienung) benötigt wird. Messerposition, Stichhebel, Feststeller für den Greifer, Nähfußdruck, Nadelauswahl).

So löst man sich relativ schnell von der Bedienungsanleitung, wenn der Stich gewechselt wird. Man kann den benutzten Stich speichern und die Huskylock s25 bietet sogar einen integrierten Nähberater. Das Display hat uns also ziemlich schnell von seinen Vorteilen überzeugt.

Der Anschiebetisch

Nicht zu jeder Coverlock, Overlock oder Cover ist ein Anschiebetisch erhältlich, geschweige denn, bereits enthalten. Der Tisch der s25 ist groß, stabil und mit verstellbaren Füßen. Und hat eine Reihe kleiner Löcher. Wozu? Das ist der integrierte Kreisnäher! Dazu kommen wir aber später noch.

Das Abfallsäckchen

Für viele Overlockbenutzer eher ungewohnt (auch für uns). Die meisten Overlockmaschinen, die aktuell auf dem Markt sind, haben einen Abfallbehälter, der vorne an der Maschine montiert wird. Bei der s25 ist es ein Säckchen, das an den Füßen der Coverlock angesteckt werden muss. Somit muss die Maschine vorne an der Tischkante stehen. Dies war eine Umstellung für uns, zumal die vordere Kante des Anschiebetischs dann über die Tischkante ragt.  

Alle anderen Teile kamen uns vertraut vor und so wurde die HUSQVARNA VIKING s25 aufgestellt und es ging an das erste Einfädeln. Da klar war, dass oft eingefädelt werden musste, wurden auch gleich erst mal die Fäden entfernt, die bei der Auslieferung bereits drin waren. Beim ersten Einschalten zuckt man ein bisschen zusammen, denn die s25 macht erst mal einen Check, der ordentlich rattert. Dann wird am Display der gewünschte Stich ausgesucht. Das dauert am Anfang etwas länger, da man die 22 Sticharten durch blättern muss. Ist man beim richtigen Stich angekommen, schaut man sich an, welche Teile in welche Position gehören, stellt das entsprechend ein und macht sich dann ans Einfädeln. Hier am besten bei den ersten Versuchen die Anleitung griffbereit halten. Dort ist zwar jeder Einfädelschritt einzeln erklärt, aber nicht, wie man von einer Naht auf die andere wechselt. Dafür sind es auch einfach zu viele. Gerade, was die Nadeln angeht, kann es durch die gelbe Markierung schnell mal zu einer Verwechslung kommen.

Aber keine Panik, mit jedem Einfädeln geht es leichter von der Hand. Die Einfädelhilfen ersparen einem dem Weg auf die andere Seite des Greifers. Es liegt war eine CD mit der Anleitung dabei, nützt einem ohne CD-Laufwerk aber nichts. Hierzu bietet HUSQVARNA VIKING auf der Website aber noch die Möglichkeit, die einzelnen Schritte per Flash Player anzusehen: KLICK. Wählen Sie dort “Visuelle Einfädelhilfe”.

Jetzt wird genäht

Die allererste Naht war dann auch gleich das volle Programm, die 5-Faden-Sicherheitsnaht breit. Eben jene Naht, die nur eine Coverlock nähen kann. Sie besteht aus einem Versäuberungsstich und einer Kettenstichnaht und wurde bei uns zum Nähen einer Jeans verwendet. Schöner wurde die Naht dann auch, nach dem der Nähberater auf Webware umgestellt worden ist.

Im Anschluss wurde dann gleich zum Covern umgebaut, um die Gürtelschlaufen zu nähen. In den Nadeln haben wir GÜTERMANN Denim No. 50 verwendet, im Greifer METTLER Seracor. Der Stoffstreifen wurde an den seitlichen Kanten nach innen geschlagen und gebügelt, als Führungshilfe dienten beide Teile der CLOVER Stichführung.

Dann war es doch Zeit, sich erst mal mit dem Nähberater und dem Umbau zu beschäftigen, damit die Abläufe flüssiger von der Hand gehen.

Der Nähberater

Der Nähberater ist eine Funktion, die gerade Nutzer von HUSQVARNA VIKING Nähmaschinen schon kennen. Ganz so umfangreich ist er bei der Huskylock nicht, aber er hilft zumindest bei der Auswahl von Differenzial, Stichlänge und Fadenspannung. Er befindet sich im Display rechts oben.

Hier sehen Sie, was bei der Änderung von Webware mittel auf Wirkware dünn verändert wird:

Bei dünnen dehnbaren Stoffen geht das Differenzial auf unter N (=1) und senkt die Spannung der Nadelfäden. Hier handelt es ich um den Coverstich schmal.

Und hier der Unterschied bei der 5-Faden-Sicherheitsnaht zwischen Wirkware mittel und Webware mittel.

Dies sind nur Vorschläge, alle Einstellungen lassen sich weiterhin verändern. Uns war in den meisten Fällen die gewählte Stichlänge zu gering, weshalb wir dann auch gleich die Möglichkeit genutzt haben, veränderte Stiche abzuspeichern.

Dafür gibt es dreißig Speicherplätze.

Die Huskylock s25 im Einsatz

Zum Eingewöhnen wurde dann an dieser Hose nur mit der Huskylock s25 und der Nähmaschine gearbeitet, dabei war es schon ziemlich oft nötig, die Maschine umzubauen.

Hier wurden einige Nähte mit der 5-Faden-Sicherheitsnaht genäht, Kanten mit dem 3-Faden-Stich versäubert. Die Gürtelschlaufen sind gecovert.

Die Ziernähte auf den Taschen sind ebenfalls gecovert, alles mit GÜTERMANN Denim No. 50 in den Nadeln und METTLER Seracor im Greifer. Die Sattelnahtkreuzung war dann allerdings zu viel für die s25, mit dem dicken Garn in den Nadeln gab es an der Kreuzung Fehlstiche, hier musste dann die Nähmaschine ran. Auch beim Kettstich am Saum zeigte sich das dicke Garn in den Nadeln als Problem.

Unser erster Eindruck

Insgesamt war unser erster Eindruck positiv. Bei korrektem Umbau hat sie solide genäht. Gab es Fehlstiche, half meist ein Blick auf die Fadenspannung:

Das Einziehen in die Führung oben an der Maschine geht recht schwer und muss unbedingt immer von der Seite kontrolliert werden. Von vorne sieht man nicht, ob der Faden wirklich drin ist. Das finden wir ungünstig gelöst. Sobald die Maschine ein Problem hat, immer zuerst dort checken, der Faden kann auch nach einer genähten Strecke noch herausspringen, wenn er nicht wirklich ganz drin war.

Es ging dann gleich an zwei Kindershirts, bei denen im Wechsel als Overlock und als Covermaschine gearbeitet werden musste. Hierbei kam als Bauschgarn das GÜTERMANN Bulky Lock No. 80 zum Einsatz. Die Ergebnisse sehen Sie im zweiten Teil des Testberichts.

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