Testbericht: JANOME Airthread 2000D – Zwischenbericht von Andrea Koch

Die Testphase für die Overlock neigt sich dem Ende zu. Daher möchte ich euch über meine Erfahrungen auf dem Laufenden halten. Durch die neuen Möglichkeiten der tollen Maschine konnte ich viele weitere Projekte umsetzen.

Doch alles der Reihe nach.

Besuch beim VHS-Nähkurs

Um mehrere Meinungen zu erhalten, habe ich die Maschine stolz meinem VHS-Nähkurs präsentiert. Hier bekam ich die Möglichkeit mit den Teilnehmern über unterschiedliche Modelle zu diskutieren und die Maschinen der Konkurrenz einmal anzutesten. Glücklicherweise befinden sich im Kurs Besitzerinnen einer Medion und einer Bernina-Maschine.

Schnell wurde klar, im Einfädeln ist die Janome AirThread wirklich unschlagbar. Wir haben Nähte versäubert und mehrere Loopschals genäht - alles in einer einzigen Kursstunde und alle in einer anderen Farbe.

Wir haben die Zeit gestoppt - Nähbereit in gerade mal 2 Minuten (Oben die Janome mit schwarzem Garn und unten mit grauem).

Socken Nähen

Das Sockenprojekt habe ich mir ausgesucht, um den vollen Funktionsumfang der Maschine auszutesten. Bei diesem Projekt können nämlich viele verschiedene Stiche kombiniert werden.

Die Nähte werden mit der normalen 4-Faden-Overlocknaht gefertigt.

Für die Spitze und die Ferse habe ich eine Flatlock-Naht mit Bauschgarn verwendet. Die Flatlock-Naht ist hierfür wirklich ideal, da sie innen überhaupt nicht zu spüren ist. Ich habe bei den Pinguin-Socken aus Winterjersey die Variante mit 1 Nadel und 3 Fäden ausprobiert. Hier kommt das Bauschgarn in den oberen Greifer. Bei den Socken mit den Blumen aus dünnerem Jersey habe ich mit 1 Nadel und 2 Fäden gearbeitet. Bei dieser Variante kommt das Bauschgarn in den unteren Greifer.

Auf dem ersten Bild ist die fertige Naht der Spitze von außen zu sehen. Auf dem zweiten Bild sieht man die Naht von innen.

Für das Bündchen mit dem Rollsaum wurden 3 Fäden, die rechte Nadel und ein Stickgarn verwendet.

Da dies meine ersten Erfahrungen mit einer Overlock-Maschine sind habe ich die Einstellungen alle zum ersten Mal vorgenommen. Die beigefügte Bedienungsanleitung ist ausführlich und leicht verständlich. Die Anleitung konnte ich nach kurzer Zeit bereits zur Seite legen und die Handgriffe eigenständig durchführen. Die jeweiligen Ein- und Umstellungen klappen superschnell und sind an der Maschine gut gekennzeichnet.

Ich habe folgende Einstellungen ausprobiert:

  • das Entfernen und Wiedereinsetzen der Nadel
  • das Verändern der Stichlänge
  • die Einstellung des Differentialtransportes
  • die Deaktivierung des oberen Messers
  • die Einstellung des Kettelfingerschalters
  • das Umlegen des Konverters für 2 Fäden

Die Maschine hat nicht ein einziges Mal gezickt. Eine kurze Testnaht, evtl. die Einstellung etwas korrigiert - los geht das Nähvergnügen.

Selbst das Bauschgarn flutschte automatisch durch die Lufteinfädelung.

In der Anleitung gibt es noch eine Erklärung zur Verwendung des Greifer-Einfädeldrahtes für schwerere Garne oder die Anknot-Methode.

Das habe ich nicht gebraucht. Bei mir wurden alle Garne anstandslos von der automatischen Lufteinfädlung akzeptiert.

Hier noch einmal Bilder der fertigen Socken. Bei den Pinguinsocken habe ich mit einem warmen Winterjersey gearbeitet und bei den Blumen mit einem dünnen Jersey.

Nächste Projekte

Als Nächstes möchte ich mich an einem Hoodie und einem Cardigan versuchen. Die Stoffe sind gekauft, die Maschine bereit. Ich kann es kaum erwarten mit meinen beiden Projekten zu beginnen.

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