Covern in der Runde

Covern in der Runde

Ob am Ärmel, Halsausschnitt oder am Saum, immer wieder mal näht man beim Covern im Kreis bzw. in der Runde. Aber wie gestaltet man da am besten Anfang und Ende? Wir zeigen Ihnen die Technik beim normalen Covern und bei der Verwendung des Deckstichs.

Große oder kleine Runde

Säume oder Halsausschnitte lassen sich relativ leicht in der Runde nähen. Bei Hosenbeinen oder Ärmeln wird es da schon eng. Statt diese Teile über den Freiarm zu ziehen, können Sie sie auch einfach auf links wenden und um den Nähfuß herum führen. Aber gerade beim Deckstich ist der Durchmesser einfach begrenzt, überlegen Sie daher gleich zu Anfang, ob es nicht besser ist zu Säumen, ehe Sie die Seitennähte schließen.

Wo anfangen?

Wenn Sie den Anfang am Ende perfekt treffen, können Sie eigentlich überall mit der Naht beginnen. Sind Sie sich nicht sicher, dann dort, wo ein Label aufgenäht werden kann. Also zum Beispiel auf dem Vorderteil in der Nähe der Seitennähte. Am Ärmel in der Nähe oder auf der Ärmelnaht, da diese beim Tragen am wenigsten zu sehen ist.

Vorbereitung wie immer

Der Saum wird eingeschlagen und auf Maß gebügelt, die Seitennähte sollten ebenfalls gut gebügelt sein. Die Cover ist eingefädelt und Sie haben eine Probenaht gemacht.

Säumen in der Runde

Legen Sie den Saum unter den Nähfuß, senken Sie ihn ab und beginnen Sie zu nähen. Kommt der Anfang in Sicht, halten Sie an.

Drehen Sie den Stoff um und ziehen Sie mit einer Nadel oder Pinzette die Fäden der Nadeln auf die Rückseite.

Dann nähen Sie weiter, bis Sie am Anfang angekommen sind. Mit einem transparenten Nähfuß ist das Zielen auf die ersten Stiche ganz einfach.

Nähen Sie mit dem Metallfuß, können Sie den Anfang vorher mit einem Trickmarker anzeichnen.

Nähen Sie mit dem Handrad über den ersten Stich und halten Sie mit den Nadeln in der höchsten Position an.

Jetzt wie gewohnt beenden, also Nähfuß hoch, Fäden unter dem Nähfuß nach vorne holen. Durchtrennen und den Stoff nach hinten ziehen. Dann noch den Greiferfaden durchtrennen.

Lesen Sie dazu auch: Anfang und Ende mit der Covermaschine.

Damit ist die Oberseite schon sauber, hinten haben Sie nun alle Nadel- und Greiferfäden an einer Stelle.

Verknoten Sie sie miteinander und verstechen Sie sie in der Naht.

Nochmal in klein

Hier wird eine Leggings gesäumt, die Hosenbeine sind daher auf links gedreht.

Der Anfang kommt schneller in Sicht, beobachten Sie das gut.

Sonst kommen Sie nicht mehr an die Anfangsfäden. Dann müssen Sie diese nach dem Abschluss mit einer Nadel auf die Rückseite stechen (hier eignet sich gut eine Patentnadel).

Und auf links

Möchten Sie den Greiferfaden beim Säumen außen haben, funktioniert das genauso. Sie müssen allerdings noch exakter arbeiten, da jede Abweichung oder zu weites Übernähen sofort auffällt.

Die Nadelfäden holen Sie nicht auf die andere Seite, denn bei dieser Variante müssen alle Fäden am Ende auf die andere Seite geholt werden. Falls sie verknotet sind, ordnen Sie sie, dann haben Sie hinterher weniger Arbeit damit.

Nähen Sie mindestens einen, besser zwei Stiche über den Anfang. Auch wenn Sie den ersten Stich exakt getroffen haben, müssen Sie noch einen weiteren nähen, denn auf der Rückseite läuft der Greiferfaden immer etwas hinterher.

Sonst entsteht eine Lücke. Heben Sie den Nähfuß an und beenden Sie die Naht, wie oben beschrieben.

Legen Sie alle Fäden zur Seite. Je nachdem, wie weit Sie übernäht haben und wie gut sie getroffen haben, können Sie jetzt einzelne Fäden auch noch herausziehen. Stechen Sie die Fäden dann auf die Vorderseite (der Naht) und vernähen Sie sie dort.

Mit dem Deckstich in der Runde covern

Beim Säumen in der Runde beginnen Sie ohne Deckstich.

Nach einem oder zwei Stichen nehmen Sie den Deckstich dazu und nähen die Runde bis kurz vor dem Ende.

Wir verwenden hier gerne die Methode, den Faden nur nach vorne zu halten, nicht nach rechts unter den Nähfuß zu legen. Der Anfangsfaden hängt dann zwar immer noch aus dem Stichloch heraus, aber man kann trotzdem einfach weiternähen, er wird nach und nach durchgezogen.

Wenn der Anfang in Sicht kommt, halten Sie an. Ziehen Sie die Nadelfäden auf die Rückseite.

Legen Sie den Deckstichfaden nach rechts oder links und nähen Sie mit dem Deckstich so weit, bis Anfang und Ende des Deckstichs übereinander liegen.

Durchtrennen Sie den Deckstichfaden, legen Sie ihn zur Seite und nähen Sie einen weiteren Stich mit dem Handrad. Manchmal müssen das auch zwei sein, der Deckstichfaden muss auf jeden Fall von den beiden Führungszinken im Stichloch des Nähfußes geglitten sein. Dann beenden Sie die Naht wie üblich. Das geht am besten, wenn Sie die Deckstichführung abnehmen.

Es bleiben dann noch die Fäden vom Deckstich oben, diese ziehen Sie durch eine Patentnadel und stechen Sie passend zum Muster auf die Rückseite.

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Es kommt darauf an, was man damit nähen möchte und auch, wie. Jedes unserer vier Modelle hat seine Stärken und Schwächen und die besprechen wir in neuesten Beitrag auf www.naehratgeber.de. Wenn ihr später reinschaut, findet ihr ihn in der Kategorie Ratgeber - Nähen.
Wenn ihr dann noch Fragen habt, immer her damit!
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