Bernette testen

Die BERNETTE b64 Airlock – Testbericht Teil 2 von Silke

Ich möchte mich herzlich beim Nähpark bedanken, die im Herbst 2021 einen Aufruf starteten, dass 10 Tester.innen für die Bernette B64 Airlock gesucht werden.

Als ich den Aufruf sah, habe ich mir die Maschine in Videos näher angesehen und war schwer angetan. Ich besitze eine kleine, ganz einfache Overlock (W6 454D) und war baff, was man mit der Bernette B64 so alles anstellen kann. Ich bewarb mich als Testerin und erfuhr, dass sich über 600 Nähbegeisterte beworben hatten. Als ich dann die Email erhielt, dass ich dabei bin, konnte ich mein Glück kaum fassen.

Es gab eine Facebook-Gruppe zum Austausch, und das Team vom Nähpark stand mit Rat und Tat zur Verfügung. Beste Voraussetzungen also.

Stoff und Garn lagen bereit, als die Maschine hier ankam, ich war startklar und aufgeregt.
Ich war unglaublich gespannt auf das Einfädeln per Luftdruck. Das Einfädeln meiner Overlock war immer ein Graus für mich. Aber nun macht es sogar Spaß, und ich habe es diverse Male gemacht – jedes Mal staune ich noch darüber und bringe meine Familie zum Lachen, wenn ich dabei mal wieder „Wow!“ sage. Der Wow-Effekt ist für mich in den drei Monaten jedes einzelne Mal eingetreten.

Die beiden Obernadeln werden von Hand eingefädelt. Falls sich damit jemand schwer tut, gibt es im Lieferumfang eine Einfädelhilfe. Auch die gebogene Pinzette aus dem Lieferumfang ist da sehr hilfreich.

Beim Auspacken und aufstellen war ich direkt begeistert von ihr. Erführchtig stellte ich sie auf und bestaunte sie.
Die Haptik ist sehr edel. Sie ist aus hochwertigem Kunststoff in weiß mit dunkelgrau abgesetzt. Sehr schick. Die Kanten sind eher eckig. Kühle Eleganz fällt mir dazu ein.

Und so nach und nach entdeckt man lauter neue tolle Kleinigkeiten:

Klappt man die Maschine vorne auf, hat man direkt in der Maschine wichtige Utensilien parat: ein kleiner Schraubenzieher, mit dem man die Schrauben für den Nadelwechsel öffnen kann; ein kleines Bürstchen für die unvermeidbaren Fusseln, und eine Pinzette. Etwas weiter hinten ist ein kleiner Einfädler für die Nadeln eingepackt – ich brauchte etwas Übung um ihn gut bedienen zu können, aber jetzt klappt es wunderbar.

Ein Resteauffangbehälter ist im Lieferumfang enthalten. An die Maschine angehängt fügt er sich wunderbar an die Maschine an, ohne in irgendeiner Weise im Weg zu sein.

Der Lieferumfang ist stattlich, es ist an alles gedacht. Mit dem Anschiebetisch kann man auch größere Projekte schön glatt auf die Maschine legen. Mit einem Klick ist er angebracht, und mit einem Fingerdruck wieder entfernt.

Mit einem Kniehebel hatte ich bislang noch nicht gearbeitet und war gespannt. Es brauchte etwas Zeit zum Umgewöhnen, aber nach ein paar Projekten ist genau das etwas, was ich nicht missen möchte. Es ist super praktisch, beim nähen beide Hände frei zu haben.

Das Nähen mit der Bernette B64 geht mit Leichtigkeit von der Hand. Die Maschine schnurrt, ist schnell und macht saubere Nähte. Vorher war es mir nicht mal in den Sinn gekommen, dass man mit einer Overlock verschiedene Nähte machen könnte, aber das kann sie, sogar sehr gut.

Ich habe verschiedene Nähte mit verschiedenen Materialien ausprobiert.
Es gab superdünnen und sehr rutschigen Chiffon. Die Naht sitzt bombenfest.

Ich habe mit Bauschgarn ein Sporttop mit Gummi genäht. Die Naht hält.

Es ist ein Sporthosen Modell mit Materialmix entstanden, dehnbarer dünner Stoff gemixt mit Jersey. Hält prima.

Beim Nähen einer Handtasche kam sie an ihre Grenzen. Mehrere Lagen Kunstleder, dazwischen der Reißverschluss. Da brach mir eine Nadel ab. Mit dem oben erwähnten Schraubenzieher war der Austausch aber ruckzuck erledigt.

Es heißt „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“ – so ist das beim Nähen mit Fusseln. Nach dem Nähen freue ich mich jedes Mal über den Auffangbehälter. Rund um die Maschine sind aber auch so jede Menge Fusseln verstreut.
Das Innere der Maschine sollte man regelmäßig vorsichtig und sanft reinigen und entfusseln. Die kleine beigelegte Bürste eignet sich dafür sehr gut. Ich habe mir auch sehr bald einen Kosmetikpinsel dazu genommen, weil ich den längeren Stiel und die weicheren Borsten bevorzuge.

Mein Fazit:

Ich denke, mit der Bernette B64 Airlock wird man auch als Anfänger sehr schnell arbeiten. Das Pedal reagiert sensibel genug, dass man auch mit geringer Geschwindigkeit nähen kann. Mit Übung kann man aber auch mit großer Geschwindigkeit über den Stoff ‚sausen‘. Ich habe festgestellt, dass sich die reine Nähzeit bei vergleichbaren Projekten im Gegensatz zu meiner anderen Overlock verkürzt hat.
Fortgeschrittene Näher.innen und Profis werden die zahlreichen verschiedenen Nähte zu schätzen wissen.

Als ich die Maschine zum Testen bekam, konnte ich mir nicht vorstellen, für mich als Hobbynäherin ein Modell in der Preisklasse zu besitzen. Nach drei Monaten ausführlichem Testen kann ich mir nicht mehr vorstellen, dieses Modell nicht zu besitzen. Ich habe mich schlicht in die Maschine verliebt.

Eine wirklich tolle Overlock, die ich nach den drei Monaten nicht mehr hergeben werde. Das Team vom Nähpark hat uns Tester.innen ein sehr gutes Angebot gemacht, für das ich mich noch mal sehr bedanken möchte.

Es war eine sehr gute Zusammenarbeit, und ich bin froh und dankbar, dabei gewesen zu sein. Ich habe mich weiterentwickelt und meine Freude für das Hobby nähen vertieft.

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Wo geschnitten wir, fallen Fusseln. Also gehört bei der Overlock das gründliche Reinigen noch öfter auf den Plan als bei der Nähmaschine. Im neuesten Beitrag zeigen wir euch, die ihr die Juki MO-3500 Sumato gründlich reinig und wo im Anschluss das Öl hinkommt.
www.naehratgeber.de/juki-mo-3500-reinigen-und-oelen-82620/
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Wo geschnitten wir, fallen Fusseln. Also gehört bei der Overlock das gründliche Reinigen noch öfter auf den Plan als bei der Nähmaschine. Im neuesten Beitrag zeigen wir euch, die ihr die Juki MO-3500 Sumato gründlich reinig und wo im Anschluss das Öl hinkommt.
https://www.naehratgeber.de/juki-mo-3500-reinigen-und-oelen-82620/ 
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So eine Simulation ist fast so entspannend, wie der Stickmaschine beim Sticken zuzusehen 😊
Wir können es jedenfalls kaum erwarten, die Muster zu sticken. Hier seht ihr einen Entwurf unserer nächsten Quilty Fillers, die ihr euch ja gewünscht habt. Rahmenfüllende Quiltmuster, perfekt für kleine Quiltprojekte wie zum Beispiel Täschchen. Damit jeder die volle Fläche nutzen kann, wird es sie für fast alle Stickrahmengrößen unserer Hersteller geben (ab 15x15).
Bis Samstag habt ihr noch Zeit, euch als Probesticker zu bewerben! Vielleicht könnt ihr dann auch noch euer Wunschdesign hinzufügen?
Dafür müsst ihr nur zeigen, was ihr mit den Quilty Fillers 1 gemacht habt und @naehpark und @naehratgeber markieren, damit wir das auch sehen.
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