Handgenähte Weihnachtskugel

Handgenähte Weihnachtskugeln

Vom Näh-Bun zur Weihnachtskugel – von Andrea Pausch

Als ich für das Probenähen des Näh-Buns geeignete Formen suchte, fielen mir die bereits vor einiger Zeit gekauften Acrylkugeln in die Hände. Anfangs verwarf ich den Gedanken wieder, diese als Basis für den Näh-Bun zu verwenden. Nachdem mein Näh-Bun fertig war, griff ich die Idee wieder auf und so entstand die erste Kugel: für einen Adventskalender.

Näh-Bun Titel

Bei der Kugelform lies sich der Stoff allerdings nicht so gut verteilen, was zu deutlich sichtbaren Falten führte. Im Folgendenden möchte ich nun beschreiben, welche Änderungen ich vorgenommen habe, um aus einem Näh-Bun eine Weihnachtskugel zu machen.

Benötigtes Material:

Das Material entspricht dem des Näh-Bun, außer dass die Acrylmedaillons durch Acrylkugeln ersetzt werden. Es sind Schablonen für Kugeln mit den Durchmessern 10cm, 12 cm, 14 cm, 16 cm und 18 cm enthalten.

Bei der Weihnachtskugel habe ich auf VLIESELINE H630 verzichtet.

Die Stoffmenge bestimmt sich je nach Größe der Kugel und ob außen und innen der gleiche oder unterschiedlicher Stoff verwendet werden soll.

Wie beim Näh-Bun wird die Aufhängung an den Kugeln entfernt und aus dem Außenstoff ein Verbindungstück in der Größe 9 cm x 6,5 cm zugeschnitten.

Um weniger Stoff und somit weniger Falten um die Kugel zu haben, wird die Stoffmenge durch Abnäher reduziert. Dafür habe ich Schablonen erstellt: eine für die Außenseite und eine für das Futter, das heißt der Innenseite der Kugel.

Die Schablonen

Schablone Weihnachtskugel Außen

Schablone Weihnachtskugel Innen

Weitergabe, Vervielfältigung und Abdruck dieser Anleitung sowie Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes sind nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich zugestanden. Alle Rechte vorbehalten. 


Gedruckt wird in der tatsächlichen Größe des Dokumentes bzw. in 100%. Beim Druck über mobile Geräte oder aus dem Webbrowser heraus kann es zu Abweichungen kommen. Zur Überprüfung der Größe bitte das Kontrollkästchen nachmessen.

Sowohl bei der Schablone für sie Außenseite als auch für das Futter wird jede Seite 2 mal benötigt. Eine Außnahme ist die Schablone für die 18cm Kugel: hier wird die Außenseite 4 mal benötigt.

Nach dem Druck wird die Schablone ausgeschnitten, zusammengeklebt und je einer der beiden Bögen an allen 4 Seiten eingeschnitten.

Diese Bögen und die kleinen Faltmarkierungen (rot) werden auf den Stoff übertragen, aber nicht geschnitten. Anschließend den Kreis ausschneiden.

Die Außenseiten der Kugel

Nun wird der Stoff einmal mit Hilfe der Faltmarkierungen gefaltet und entlang der eingezeichneten Bögen genäht. Anschließend die anderen beiden Abnäher nähen.

Das sieht dann so aus:

Jetzt werden die Kanten der Abnäher bis ca. 1 cm vor Nahtende aufgeschnitten und auseinandergebügelt.

Die Außenhülle der Kugel ist nun fertig vorbereitet. Jetzt geht es wie beim Näh-Bun weiter: Stoff über die Kugelhälfte ziehen und den Reißverschluss sowie das Verbindungstück vorbereiten.

Damit die Kugelform erhalten bleibt, wird der Reißverschluss bei der Kugel an anderer Position als beim Näh-Bun angenäht. Hierzu wird der Reißverschluss mit der Spirale an die Kante der Kugel gelegt und festgesteckt.

Anschließend wird die zweite Kugelhälfte aufgesetzt und ausgerichtet, so dass die Abnäher aufeinandertreffen. Der Reißverschluss wird an der oberen Kante an die Kugel genäht.

Die Innenseite

Bei der Innenseite werden mit Hilfe der Schablone für das Futter die Markierungen analog der Außenseite auf den Stoff übertragen, der Kreis ausgeschnitten und die Abnäher genäht, geschnitten und auseinandergebügelt. Anschließend wird die obere Kante an den Abnähern um ca. 1,5 cm umgeschlagen. Da die Form durch die Abnäher keine glatte Kante mehr hat, ist der Umschlag zwischen den Abnähern etwas größer.

Die genaue Höhe des Umschlags bitte anhand der jeweiligen Kugelhälfte ermitteln, da diese nicht identisch sind. Anschließend wird die Kante abgesteppt und die Innenseite in die jeweilige Halbkugel geklebt oder genäht.

Die Verzierung

Oben auf die Kugel kann nun ein Bändchen zum Aufhängen genäht und verziert werden. Um den Reißverschluss zum Teil zu verdecken kann auf diesem ein Band oder eine Spitze genäht werden.

Fertig ist die Weihnachtskugel und kann mit Zahlen versehen als Adventskalender dienen oder als Geschenkverpackung und anschließender Deko, oder oder oder :-).

Zum Schluss noch ein Tipp zum Papiersparen: wer mehrere Größen der Kugel nähen möchte, beginnt mit dem Zuschnitt der größten Kugeln und schneidet im Nachgang die nächst kleinere gewünschte Größe aus der Schablone aus. So muss nicht für jede Größe neu gedruckt werden.

Vielen Dank an Andrea Pausch für das Tutorial!

Alle Rechte an dieser Anleitung liegen bei nähPark Diermeier und Andrea Pausch. Die Anleitung darf nur für private Zwecke verwendet werden. Das Schnittmuster darf nicht weitergegeben, verkauft oder als eigenes ausgegeben und verkauft werden. 

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2 Antworten auf „Handgenähte Weihnachtskugeln“

Hallöchen,
dieses Jahr war ich auf der Suche nach einer besonderen “Verpackung”. Die habe ich hier gefunden. Erst einmal lieben Dank für das kostenlose Schnittmuster mit Anleitung. Habe alles gut hinbekommen. Anfangsprobleme hatte ich mit dem Reißverschluss. Er saß nicht bei allen Kugeln sehr gut. Aber im geschlossenen Zustand sah man es nicht. 😉
Ich habe nur festgestellt, dass die Innenverkleidung etwas klein ist. Habe dann das Futter einen halben cm größer zugeschnitten. Das war dann besser. Was ich nicht gemacht habe war das Kleben auf die Kugeln. Hier bediehnte ich mich des Stylefix. Das optische Ergebnis hat mir besser gefallen.
Die Beschenken, incl. unseres 4jährigen Enkels, freuten sich über ihre persönliche Kugel nebst Inhalt an Heiligabend.
Allen wünsche ich auch in Zukunft kreative Ideen und natürlich viel Gesundheit für die Zukunft.

Vielen Dank für das Feedback und schön, dass die Kugeln so viel Freude bereitet haben!
Viele Grüße
Ihr Team vom nähRatgeber

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Ich bin da ziemlich unglücklich weil es für meine Janome MC 6600 wohl keinen passenden Fuß gibt. Ich liebe diese Maschine und soll ich nun doch zum Nachfolgemodell wechseln müssen?

Ein integrierter Nadeleinfädler hilft, den Faden durch das Öhr zu bringen, aber manchmal ist es schon anstrengend, die Nadel einzusetzen. Es gibt aber auch hier kleine Helfer. Bei Husqvarna Viking und Pfaff ist dieser in der Hebamme (oder Hebeplatte) integriert, bei anderen Herstellern im manuellen Nadeleinfädler. Habt ihr beides nicht, kann man dafür auch den Einfädler von Prym verwenden. Habt ihr auch Mühe beim Einsetzen der Nadel?
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