b64 Airlock

Die BERNETTE b64 Airlock -Testbericht Teil 2 von Sabrina

Nach mittlerweile 12 Jahren nähen und overlocken konnte ich das erste Mal an dieser tollen Testrunde vom Nähpark mitwirken. Im Nähkurs und für meine privaten Nähprojekte nutze ich die Overlocks von Babylock und Nähmaschinen von Bernette (B38) und Bernina. Ich war sehr gespannt auf die neue Overlock von Bernette und konnte es nur schwer erwarten, sie auszupacken. Kaum angekommen war ich richtig erstaunt, wie groß die Bernette b64 Airlock dann doch ist. Mit dem sehr praktischen und stabilen Anschiebetisch nimmt sie dann doch mehr Platz auf dem Nähtisch ein, als meine anderen Maschinen. Auch mit abgenommenen Anschiebetisch braucht die b64 etwas mehr Platz als meine Babylocks. Sie bietet zudem ein super helles LED Licht, dass keinen Winkel im Dunkeln lässt.

Leider wird keine Abdeckhaube für die Maschine mitgeliefert, doch in eine meiner Overlocktaschen passt die Bernette b64 aber trotz ihrer Größe bequem rein und kann so super zu Nähtreffen transportiert werden.

Mir gelang das Einfädeln recht leicht mit Hilfe der Bilder und Anleitungen auf der Overlock. Intuitiv ohne einen ersten Blick in die Kurzanleitung und durch das tolle Airlocksystem (die Greiferfäden werden einfach durchgepustet) geht das Einfädeln tatsächlich auch ganz zackig. Oft wird geschimpft darüber, dass eine Overlock schwer und kompliziert einzufädeln ist – mit der b64 Airlock brauchst du überhaupt keine Bedenken zu haben. Ein farbiges Schema vereinfacht das Einfädeln genauso wie das AirlockSystem. Die beiliegende Kurzanleitung hilft dir sonst auch sehr gut weiter, wenn du nicht direkt weißt, was zu tun ist.

Völlig begeistert bin ich von der Unterbringung des Zubehörs, das wir sowieso öfter gebraucht, wie z.B. Pinzette und Einfädelhilfe. Diese verschwinden ganz praktisch im Inneren der Maschine und sind so immer dabei – einfach großartig! Der Stoffauffangbehälter komplettiert das umfangreiche Zubehör.

Kaum ausgepackt und eingefädelt, musste direkt das erste Projekt genäht werden. Ich wählte einfachen Jersey. Die Maschine – eingestellt auf Standardeinstellung – nähte sehr zuverlässig, auch über etwas dickere Stellen, wie OverlockNähte, die z.B. unter dem Arm aufeinander treffen.

Bei dickerem Sommersweat habe ich ganz einfach ein wenig mit dem Nähfußdruck gespielt, der sehr einfach auf der linken Seite der Overlock einstellbar ist. Die Bernette b64 Airlock näht vergleichsweise wirklich sehr leise für eine Overlock, dafür aber eher langsamer als meine Babylocks. Anfangs suchte ich den Temporegler, der sich aber nicht fand. Sie näht einfach ein paar Stiche weniger pro Minute, was aber völlig ok ist und für meine Nähanfänger im Kurs tatsächlich auch eine Vereinfachung bedeutet. Dafür ist sie – wie gesagt – sehr viel leiser und überträgt nicht so viel Bewegung auf den Nähtisch.

Im Laufe der drei Monate habe ich sehr viel Material durch die b64 Airlock „gejagt“ – Jersey, Sommersweat, Kuschelsweat, Modal, Viskose, Canvas und Kunstfell versäubert, Rollsäume und Flatlocknähte genäht.

Bevor ich beginne zu nähen, teste ich mein Vorhaben immer erst an einem ähnlichen Probestoff. Die Einstellungen für eine perfekte Naht gelangen in jedem Fall recht einfach und ohne große Probleme. Alle nötigen Einstellungen findest du zudem problemlos auf der Stichübersicht und in der Kurzanleitung. Wer mehr Informationen benötigt und tiefer eintauchen möchte, findet eine umfangreichere Anleitung auf der Internetseite von Bernette. 

Ach ja – als die Maschine auf der Nähparkseite zum Testen vorgestellt wurde, war ich am meisten begeistert von dem Kniehebel, den die Airlock b64 zu bieten hat. Dazu muss ich sagen – er ist in manchen Situationen sehr praktisch, aber wirklich gebraucht habe ich ihn nicht. Ich muss sogar sagen, dass ich die Position des Kniehebels manchmal sogar als recht störend empfinde. Dafür kannst du ihn ganz einfach abnehmen und zur Seite legen. Auch vermisse ich ein einfaches Ausstellen des Messers – bei meinen bisherigen Overlocks ist das Messer mittels eines Schalters relativ einfach auszustellen. Ich benötige diese Möglichkeit immer dann, wenn ich beim Bündchen annähen am Anfangspunkt wieder auskomme. Dann stelle ich das Messer aus, um die Anfangsnaht nicht zu beschädigen und nähe seitlich raus. Hier muss ich mich dann leider anders arrangieren, was im Prinzip auch kein großes Problem darstellt, sondern einfach eine Gewöhnungssache ist.

Nun, am Ende der drei Monate Testzeit, entscheide ich mich voller Begeisterung dafür, das Angebot des Nähparks anzunehmen und die Maschine mit in meinen Overlock-MaschinenPark aufzunehmen. Sie ist absolut zuverlässig im Nähbild, sehr einfach und ganz bequem einzufädeln und die Einstellungsmöglichkeiten reagieren auf Veränderungen sehr sicher und verlässlich. Ich freue mich auf all meine nächsten Nähprojekte und darüber, meinen Nähfrauen im Kurs eine weitere großartige Maschine anbieten zu können.

Ganz herzlichen Dank auch für das entgegengebrachte Vertrauen des Nähparks – es war mir eine große Freude! Sabrina von Sternenstoffe

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20 hours ago

Gerd von @ge_naeht hat die Juki TL-2300 getestet und hat ja selbst schon die TL-2200. Jetzt beantwortet er auf dem nähRatgeber auch die in der Testzeit eingegangenen Frag#Juki##jukisumatou#schnellnähen#nähmaschin&#nähmaschinentes&#nähpars#naehparkt#genähl;hpark #naehpark #genäht ... See MoreSee Less

Gerd von @ge_naeht hat die Juki TL-2300 getestet und hat ja selbst schon die TL-2200. Jetzt beantwortet er auf dem nähRatgeber auch die in der Testzeit eingegangenen Fragen. 
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Ein integrierter Nadeleinfädler hilft, den Faden durch das Öhr zu bringen, aber manchmal ist es schon anstrengend, die Nadel einzusetzen. Es gibt aber auch hier kleine Helfer. Bei Husqvarna Viking und Pfaff ist dieser in der Hebamme (oder Hebeplatte) integriert, bei anderen Herstellern im manuellen Nadeleinfädler. Habt ihr beides nicht, kann man dafür auch den Einfädler von Prym verwenden. Habt ihr auch Mühe beim Einsetzen der Nadel?
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Der Reißverschlussfuß von Bernina ist nicht so euer Ding? Ihr wollt noch ein bisschen weiter links (oder rechts) nähen? Dann schaut euch das mal an. Mit dem Adapter Nr. 75 von Bernina, dem schmalen RV-Fuß von Husqvarna und der passenden Snap-on-Halterung kann man schön nah an Raupen, Ringen oder Paspeln nähen. Auf beiden Seiten! Wichtig: Den Halter findet ihr nicht im Shop, da er ein Ersatzteil ist. Schreibt dazu eine Mail an service@naehpark.com, dann schicken euch die Kollegen die Artikelnummer oder Hinweise, wie die Bestellung zusammen erledigt werden kann.
Wer schon eine Husqvarna Viking Nähmaschine zu Hause hat: Das Loch muss nur ein bisschen vergrößert werden. Schön vorsichtig ahlen, bis die Schraube gerade durchgeht, dann könnt ihr euren Halter auch weiterhin an der Husqvarna montieren.
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