Testbericht: JANOME Quilt Maker Memory Craft 15000 – Teil 2 von Chrissie Weber

Hier geht es zum ersten Teil des Testberichts: Teil 1

Teil 2
Arbeiten mit Applikationen (iPad) inklusive Informationen zu Version, Software und Treiber
Unterschiedliche Versionen

Janome  hat vom Modell 15000 auch noch ältere Versionen auf dem Markt; Version 1 und 2.

Das Upgrade Kit, welches diverse Nähfüße und ein Software-Update enthält, kann selbstverständlich nachgekauft werden und kostet beim Nähpark 225 Euro (Stand Juli 2018). Zusätzlich enthält das Kit einen Profigeradstichfuss HP und die dazu passende Stichplatte HP.

Das Software-Update wird auf einem USB-Stick geliefert.

Wie es installiert wird, können Sie HIER nachlesen.

Ich habe bei meiner Janome QCP 9400 das Upgrade bereits durchgeführt. Die Aktualisierung war sehr einfach und schnell erledigt. 

Im Hinblick auf den Preis des Upgrade-Kits der 15000 lohnt es sich also beim Kauf nachzufragen, ob es sich bei der Maschine bereits um die neue Version (3.1) handelt oder ob das Kit noch nachgekauft werden muss (Versionen 1 und 2). Bei der Version 3 (im Gegensatz zur Version 2) sind unter anderem auch neue Funktionen wie das "Tapering" eingeführt worden.

Ab der Version 2.11 kann dann mit der Applikation "AccuSetter" gearbeitet werden für präzises Positionieren. Die Applikation ist kostenlos und wird für Geräte, welche mit dem Betriebssystem iOS laufen, angeboten.

Die Software für die HorizonLinkSuite ist nur für das Betriebssystem Windows erhältlich, daran könnte man sich stören. Für mich persönlich ist es aber ein Vorteil da ich über beides verfüge.

Welche Version habe ich?

Sind Sie sich nicht sicher, welche Version auf Ihrer Janome MCQM 15000 installiert ist? Nachdem der Einschaltknopf der Maschine betätigt wird, sehen Sie in der rechten unteren Ecke die bereits installierte Version.

Da die Möglichkeit besteht, dass ich die Maschine behalten werde, habe ich mir das Upgrade-Kit bestellt, weil ich vor Kurzem mit "Rulerwork" begonnen habe und natürlich über die aktuellsten Funktionen ausführlich berichten möchte.

Eine Zusatz-Information am Rande


In diversen Facebook-Gruppen liest man von Zeitgenossinnen, welche sich das Geld für ein Upgrade sparen möchten und ganz einfach einen Rulerfuß mit Adapter kaufen. Von diesen Nähfüssen gibt es einige sehr günstig auf diversen Online-Verkaufsplattformen zu erwerben. Das Problem ist aber nicht, einen Rulerfuß zu finden, der passt. Die Problematik besteht darin, dass wenn die Software der Maschine kein Update erhalten hat die Gefahr besteht, dass die Nadelstange bei unsachgemäßer Verwendung beschädigt werden kann. Dann nämlich, wenn man vergisst, dass beim Rulerwork der Näh-Fuss unter keinen Umständen mit der Fußhebertaste angehoben werden darf, sondern ausschließlich mechanisch mit dem Nähfußhebel auf der Rückseite der Maschine.
Lange Rede kurzer Sinn: Auch wenn das Upgrade nicht gerade preiswert ist, lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall und es ist im Endeffekt noch immer günstiger als eine defekte Maschine, welche man zur Reparatur schicken muss.

W-LAN-Verbindung

Die Verbindung von der Janome MC QM 15000 zu meinem W-LAN war sehr schnell eingerichtet. Dafür war nicht einmal ein Blick in die Bedienungsanleitung nötig. Über "Set" wählt man das WI-FI-Symbol an und kann dann das eigene W-LAN anwählen und das Passwort eintippen. Die Janome 15000 kann dann auch nach Belieben umbenannt werden. Wichtig dabei ist es auch das DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) zu aktivieren. Dieses sorgt dafür, dass der Maschine automatisch eine IP-Adresse zugeordnet wird (sehr vereinfacht ausgedrückt).

Treiber

Wie für alle Plug´n Play-Geräte (einstecken und abspielen) benötigt dabei auch die 15000 einen aktuellen Treiber. Dieser ist auf der mitgelieferten CD zu finden und muss auf dem Computer installiert werden.

Wenn die HorizonLinkSuite (Programm) dann auf dem Computer gestartet wird und man vergisst auf der Janome 15000 in den Stickmodus zu wechseln, erscheint folgende Meldung:

Wenn man nicht sicher ist, ob der Treiber korrekt installiert, und/oder auf dem neuesten Stand ist, kann dies auf dem Computer im Geräte-Manager kontrolliert werden.

Wird jetzt das EmbLinkTool geöffnet (nicht vergessen vorgängig eine Stickdatei auf der Janome 15000 auszuwählen), lässt sich diese editieren. Sie kann dupliziert, gespiegelt, gedreht, vergrößert und verkleinert werden. Die Anpassungen fallen spartanisch aus, jedoch empfinde ich den Editor als ausgesprochen hilfreich. Die Anordnung eines Designs ist schneller gemacht als mittels Touch-Screen an der Janome Memory Craft Quilt Maker 15000.

Während ich auf die Lieferung des Upgrades warte, teste ich den Umgang mit den Applikationen am iPad und die Möglichkeiten der Software HorizonLinkSuite.

AcuStitch Tool

Das AcuStitch Tool (Stich-Werkzeug) kann nach dem Update der HorizonLinkSuite-Software ab der Version 1.3 verwendet werden.

Das Programm konvertiert gewöhnliche Stichmuster mit der Dateiendung ".stx" (dazu gehören auch die selbst erstellten Stiche) in ein Stickmuster. Die Besonderheit dabei ist nun, dass die Stiche auch im Kreis angeordnet werden können. Selbstverständlich können sie auch in einer Linie gestickt werden. Ein ausführliches Tutorial wie Zier- und andere Stiche in Stickmuster umgewandelt werden können finden Sie im Nähratgeber

Verwendetes Material

Stoff: Quilters Shadow Style #4516, 100% Baumwolle
Madeira Avalon plus, Meterware (einlagig)
Madeira Metallic-Garn Col. 300
Madeira Golden Silver in gold und silber
Mettler Poly Sheen No. 40 Col. 9912
Madeira Rayon No 40 Col 1031
Madeira Cotona Nr 30 Multicolor Col 513

Madeira Metallic Polyneon Astro 5, Lot. 102
(aus der Softbox Quilters Paradise)

Schmetz Titan Sticknadeln
Madeira Sticknadeln No. 90 Metallic

Nachdem das Stichmuster in ein Stickmuster konvertiert ist, wird es mittels "Senden" per USB-Kabel (ich habe das von meinem Silhouette-Plotter verwendet) direkt an die Janome 15000 geschickt. Komfortabler geht es nicht. Die Übertragung kann natürlich auch mit einem USB-Stick erfolgen.

Nur ein Kreis wäre natürlich langweilig und so habe ich weiter experimentiert. Dieses Mal mit Madeira Metallic-Garn und einem Herzmotiv.

Die Metallic-Garne wurden problemlos verarbeitet bis auf das Madeira Metallic-Garn Astro 5. Da gab es einige Fadenrisse. Auch das Aufstellen der Garnspule und Austauschen der Sticknadel brachten keinerlei Verbesserung.

Das Resultat kann sich sehen lassen:

Den letzten Schriftzug mit "Quilter" habe ich mit der HorizonLinkSuite und zwar dem Stitch Composer selbst erstellt. Die Buchstaben mussten natürlich mit einem Baumwollgarn gestickt werden (Ehrensache!). Die restlichen Zierstiche stammen ausnahmslos von der Janome 15000.

Eine schöne Funktion für alle Mandala-Begeisterten und solche die es noch werden wollen. Und wer sich nicht scheut, selbst einen Schriftzug mit der HorizonLinkSuite zu erstellen, kann zudem eine Art versteckte Botschaft in der Stickerei unterbringen.

Meine Botschaft? Love - Life - Happy - Quilter!

Zum Schluss habe ich der Stickerei mit einigen Pailletten und Rocailles zu einem glanzvollen Auftritt verholfen.

Monogramme erstellen mit HorizonLinkSuite

Neben dem Umwandeln von Stichen können im EmbLinkTool im Editiermodus auch Monogramme erstellt werden. Man kann zwischen zwei und drei Buchstaben wählen. Die ausführliche Anleitung dazu entnehmen Sie bitte dem Nähratgeber.

Es können unterschiedliche Rahmen hinzugefügt werden. Eine schöne Funktion, ich könnte mir an der Stelle auch gut vorstellen, dass der Schriftzug mit Stickschaum prima zur Geltung käme, das soll zurzeit der letzte Schrei sein, habe ich mir sagen lassen.

Vorderseite

Rückseite

AcuFil Tool

Mit dem AcuFil Tool lässt sich berechnen, wie oft man den Stickrahmen wechseln muss, um eine bestimmte Fläche zu besticken. Für das Programm gibt es eigens einen Stickrahmen, nämlich den ASQ22, dieser weist die Maße 220 x 220 mm auf.

Wird das AcuFil Tool in der HorizonLinkSuite auf Ihrem Computer gestartet, finden sich folgende Optionen:

AcuFil Multiple Design Layout (AcuFil Multiple Design Layout)

Dieses dient ausschließlich den Stipplingsstichen, es ist keine Stickmusterauswahl möglich.

Kreieren eines AcuFil Musters (Create Original AcuFil Designs)

Eine Auswahl aus den folgenden Kategorien ist möglich:

Acufil Designs
Quilt Designs
Stippling Designs
Stippling Parts

Muster bearbeiten
Erstellung eines Musters. Dieses kann beispielsweise für die Anordnung einer Umrandung für den Quilt oder auch als "all-over-Design" (dasselbe Muster wird über den ganzen Quilt genäht) verwendet werden.

Mehrere Einstellungen (Multiple Settings)

Die Unterschiede der Menüs "Multiple Settings" (Mehrfacheinstellungen) und "Create Design" (Muster entwerfen).

Im Menü "Multiple Settings" können ausschließlich selbst zusammengestellte Designs mit der Dateiendung ".afl" geöffnet werden.

Unter "Multiple Settings" finden sich im Druckmenü zwei zusätzliche Optionen, über welche Sie im Menü "Create Design" nicht verfügen. Nämlich die Druckvorschau und Einstellungen des Druckers.

Ich habe mich einige Tage mit der Software beschäftigt. Die Problematik liegt darin, dass kaum nützliche Anleitungen im Internet zu finden sind. Vor allem dann, wenn man sich etwas genauer mit allen Funktionen auseinandersetzen möchte. Die spärlichen Informationen, welche auf der Janome Webseite angeboten sind, findet man ausschließlich in englischer Sprache. Im App-Store findet sich ein Buch, welches kostenpflichtig zum Download angeboten wird. Ob darin auch die neuesten Hilfethemen des Upgrades enthalten sind, entzieht sich meiner Kenntnis. In den USA kann man ein sogenanntes "Workbook" kaufen und zusätzlich zu diesem Buch das "Addendum" (für das Upgrade). (Ca. 100 USD für beide Bücher.) Es war mir unmöglich, diese Bücher zu bestellen, denn entweder waren sie ausverkauft oder eine Lieferung nach Europa nicht möglich. Die Bedienungsanleitung ist meiner Meinung nach für die Bedienung der Software nicht ausführlich genug.

Lange Rede kurzer Sinn, für das AcuFil Tool habe ich in einem zweiteiligen Tutorial die wichtigsten Funktionen zusammengefasst. Deshalb werden nachfolgend die einzelnen Schritte mit der Software nicht mehr im Detail erklärt.

Die Tutorials finden Sie demnächst hier auf dem Nähratgeber

Was kann das AcuFil Tool?

Nach der Zusammenstellung eines Quilt-Designs kann ein Dokument ausgedruckt werden, welches die Berechnungen für die Anzahl Stick-Blöcke für Ihren Quilt anzeigt. In diesem Beispiel müsste der Stickrahmen für die Grösse eines Quilts von 120 x 180 cm 54 Mal (!) neu bespannt und positioniert werden.

Was bei AcuFil fehlt, ist eine Gesamtansicht aller kombinierten Stickblöcke auf einen Blick. Man müsste dazu jeden Block einzeln ausdrucken, ausschneiden und zusammenkleben, wenn man schon vorgängig sehen möchte, wie der ganze Quilt mit den gewählten Mustern zum Schluss aussieht.

Im ASQ22-Stickrahmen wird das Quilt-Sandwich mit Magnetklammern befestigt. Die Magnetklammern sind sehr praktisch und auch einfach in ihrer Anwendung.

Das Quilt-Muster lässt sich vorab ausdrucken und ist eine zusätzliche Hilfe zur präzisen Positionierung. Der Acrylrahmen wird anschließend für den Stickvorgang entfernt. In der Mitte wird mit Kreide eine Linie gezeichnet, an der Sie die Acryplatte an der Mittellinie ausrichten können.

Eine schöne, wenngleich auch äußerst zeitaufwändige Möglichkeit für all jene, die sich nicht mit "FreeMotion Quilting" (FMQ, Freihand-Quilten) auseinandersetzen möchten und ein perfektes Ergebnis wünschen.

Da ich allerdings noch ein einsames Quilt-Top herumliegen habe, welches sehnsüchtig auf seine Verarbeitung wartet, werde ich den Aufwand testen, jedoch nur für 16 kleinere Blöcke.

Die Acrylplatte muss fest auf den Stoff gedrückt werden, während dem Anbringen der Magnetklammern. Teilweise habe ich auch zwei gegenüberliegende Klammern gleichzeitig in den Rahmen eingeklickt, damit der Stoff gleichmässig gespannt wurde (an der Stelle wäre eine dritte Hand ganz praktisch!) Es benötigt etwas Fingerspitzengefühl und abhängig von der Präzision, welche man anstrebt ist es teilweise gar nicht so einfach.

Ich war nicht so mutig, ein Kontrastgarn zu verwenden, bin aber mit dem Resultat sehr zufrieden.

Anschließend habe ich eine Bordüre gestickt, die mich nicht so ganz  überzeugen vermochte. Das liegt aber an der Digitalisierung des Designs selbst.

Auch beim Positionieren, bzw. dem Ansetzen des Musters hatte ich in diesem Fall etwas Schwierigkeiten. Da dies bei dem Motiv oft nötig ist (den automatischen Fadenabschneider habe ich deaktiviert), sah die Rückseite wenig schmeichelhaft aus.

Sichtbare Knoten sind für mich ein absolutes "No-Go“ auf der Rückseite eines Quilts.

Fazit AcuFil Tool:

Eine nette Spielerei, doch damit einen ganzen Quilt zu besticken halte ich für wenig sinnvoll. Die Muster werden teilweise zwei Mal gestickt. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass die Rückseite des Quilts an manchen Stellen kratzig ist. Aber ich bin da  zugegeben etwas pingelig und an der Stelle gehen die Meinungen weit auseinander, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Sticken auf einem Quilt ist und bleibt eine Glaubensfrage.

AcuMonitor, Applikation iPad

Material

Stickdatei von externem Anbieter
Plüschstoff, kurzhaariges Kunstfell beige, 80% Polyamid / 20% Polyester
Madeira Rayon No. 40
Madeira Cotona No. 30
Madeira Bobbinfil No. 80 ecru, 100% Baumwolle
Madeira Avalon ultra Meterware 50 cm breit (oben und unten)
Schmetz Microtex Stärke 90

Von der Applikation AcuMonitor für das iPad bin ich begeistert. Wird die App auf dem iPad gestartet und befindet sich die Maschine im selben WLAN wie das iPad, zeigt der Bildschirm in Echtzeit den Stickvorgang an.

In der rechten unteren Ecke sieht man, wie viel Zeit noch benötigt wird, um das Muster mit der aktuellen Farbe zu beenden.

Muss das Garn gewechselt werden, wird eine Nachricht in der unteren linken Ecke angezeigt.

Zusätzlich ist auch die Stickanzahl der jeweiligen Garnfarbe auf einen Blick ersichtlich.

Zum Testen habe ich mich mit dem iPad zwei Zimmer weiter entfernt und die Verbindung ist nicht abgebrochen. Eine geniale Applikation und sehr hilfreich, wenn man neben dem Sticken zeitgleich fernsehen oder kochen möchte.

Von dieser Stickdatei bin ich absolut begeistert. Der kleine Bär ist so knuffig und für ein kuscheliges Kissen in der Herbst- und anstehenden Winterzeit geradezu perfekt. Trotz der unterschiedlichen Stickgarne hat sich nichts verzogen und auch das eher anspruchsvollere Material wie Kunstfell hat die Janome 15000 im Stickmodus spielend gemeistert.

Paspel und Reißverschluss

Um zu testen, wie denn das Nähen auf Kunstfell klappt, habe ich mich dazu entschlossen, aus dem bestickten Kunstfell ein Kissen zu nähen. Natürlich nicht mit Hotelverschluss, das wäre zu einfach. Da gehört nebst einer Paspel ein ordentlicher Reißverschluss mit einem Schieber für Bettwäsche dazu.

Die Paspel, wie könnte es anders sein, muss selbst hergestellt werden.

Mit dem Paspelfuß geht das spielend leicht und ist ungelogen in weniger als zehn Minuten erledigt. Wer einen solchen Nähfuß besitzt, wird nie mehr fertig hergestellte Paspel kaufen, versprochen! Der Paspelfuß gehört zum Sonderzubehör und kostet nicht einmal 20 Euro. Diese Investition lohnt sich auf jeden Fall. Der Vorteil dabei ist somit, immer die perfekt farblich abgestimmte Paspel rasch selbst herstellen zu können.

Im Anschluss wird die Paspel an die Vorderseite des Kissens genäht. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Ich empfehle dafür den Janome Reissverschlussfuss mit der Unterstützung des AcuFeed-Systems. Dazu ist der Janome Doppeltransporthalter schmal für das AcuFeed-System notwendig, dieser gehört bei der Janome 15000 glücklicherweise zum Standard-Zubehör.

Mit dieser Kombination bleiben keine Wünsche offen, wenn es um das Herstellen und Annähen einer Paspel oder des Einnähens eines Reissverschlusses geht. Mühelos gleitet der Fuss über den Stoff auch wenn es sich wie hier, um ein Kunstfell handelt.

Selbst das Einnähen des Reissverschlusses hat keinerlei Probleme bereitet und ging mühelos von der Hand.

Gespannt war ich jedoch darauf wie es denn bei zwei Lagen Kunstfell und einer Lage Stoff aussieht. (Unter uns gesagt die Spannung hielt sich für mich in Grenzen, denn ich wusste bereits von meiner Janome 9400 QCP, dass dies zum Kinderspiel wird.)

Allerdings war ich dann doch erstaunt, wie mühelos es funktioniert hat und mit welch großer Präzision ich eine Fadenbreite neben der zuvor genähten Naht die Stoffstücke zusammennähen konnte.

Dabei habe ich den Doppeltransport aktiviert.

Schiebt sich der Stoff zusammen, lässt sich dieses Problem mit der Bedienung des Doppeltransport-Balancereglers auf der rechten Seite der Janome 15000 regeln.

Allerdings ist das bei aktiviertem Doppeltransport nur selten der Fall, und bisher musste ich noch keinerlei Anpassungen machen.

AcuDesign Applikation iPad

In der kostenpflichtigen Applikation AcuDesign können zahlreiche Stick- und Applikations-Designs erworben werden. Es gibt darunter auch einige, welche unentgeltlich sind.

Was das Besondere ist: Die Designs lassen sich verändern, neue Kombinationen sind möglich und die Garnfarbe ist anpassbar.

Das Buchstaben-Modul ist eine separate Applikation, die im AcuDesign-Tool erworben werden kann. Beide Applikationen bewegen sich preislich im selben Rahmen.

Es gibt aber auch einzelne Monogramm-Designs, welche man kaufen kann.

AcuPatternCombo Tool

In der HorizonLinkSuite-Software ist das AcuPatternCombo Tool für eine individuelle Zusammenstellung einzelner Stichmuster zuständig.

Es kann aus einer Vielzahl von Stichen eine Auswahl getroffen werden. Im Beispiel habe ich mich mich für die Pictographen-Stiche entschieden.

Selbstverständlich können die bereits vorhandenen Stiche auch durch selbst erstellte ergänzt werden. In diesem Beispiel handelt es sich jedoch ausschliesslich um Piktogramm-Stiche von Janome.

Möchte man mehr Abstand zwischen den einzelnen Motiven können sogenannte "Brückenstiche" (Dehnstiche) eingefügt werden. Die Brückenstiche sind unter der Auswahl "BR" (Bridge) zu finden. (Dehnstich finde ich in dem Zusammenhang etwas irreführend.)

 

AcuSketch Applikation iPad

Mit der kostenlosen AcuSketch App können Sie ein Motiv zeichnen und dieses anschliessend sticken.

Von der Stickqualität darf man allerdings nicht allzu viel erwarten, da das Motiv gezeichnet ist und nicht mit einer professionellen Stick-Software erstellt wurde. Die Auswahl für das anschliessende Nähen beschränkt sich auf einen Geradstich (kostenlos).

Wer lieber einen Zickzack-Stich möchte, kann diesen (inklusive Dreifach- und Stielstich) als "In-App-Kauf" erwerben.

Trotz minderer Qualität ist es eine nette Spielerei, meiner Meinung nach aber eher für einfachere Formen geeignet. Mit Hilfe von AcuEdit können zusätzliche Anpassungen vorgenommen werden. Diese App ist kostenlos für das iPad verfügbar. Nach der Erstellung der Stickdatei mittels AcuSketch kann die Datei in die Applikation AcuEdit kopiert werden. Dort sind Farbanpassungen möglich, vorausgesetzt das Motiv wurde nicht komplett zusammenhängend gezeichnet.

AcuSetter Applikation iPad

AcuSetter ist eine der Applikationen von Janome die mich vollends überzeugt hat. Die Handhabung ist so einfach und spart viel Zeit.

Was kann die App?

Mit dem AcuSetter kann die Position der nächsten Stickdatei festgelegt werden, wenn mehrere Stickdateien angeordnet werden möchten und eine bereits vorgängig gestickt wurde. Im ersten Schritt wird die zweite Stickdatei, welche man sticken möchte an die Janome 15000 gesendet. Die bereits gestickte Stickdatei wird mit dem iPad fotografiert.

Die roten Kreise dienen zur exakten Positionierung. Indem man auf einen der Kreise klickt und sie verschiebt kann die schwarze Markierung an der kleinen Linie des Stickrahmens ausgerichtet werden.

Die gewünschte zusätzliche Stickdatei wird von der Maschine in die Applikation übertragen. Das funktioniert alles über WLAN.

Mit den roten Pfeilen kann der Schriftzug nach Belieben innerhalb der vorgegebenen Stickfläche platziert werden. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, wird die Anordnung des Stickmotivs an die Janome 15000 gesendet. Die Bedienung ist selbsterklären es wird auf «Next» (nächster Schritt) oder «Send» (senden) geklickt.

In diesem Beispiel habe ich sogar zweimal eine Anordnung vorgenommen und den Schriftzug "Psalm 23" noch etwas nach oben und links verschoben, nachdem ich den obenstehenden Text fertig gestickt hatte. Auch das hat wunderbar funktioniert. Da wird sich meine Tante an ihrem Geburtstag bestimmt freuen!

Mit dem Kapitel des AcuSetters sind wir am Ende des zweiten Teils meines Testberichts angelangt.

Im dritten Teil finden Sie spezielle Techniken wie beispielsweise Rulerwork und abschliessend das Fazit des gesamten Berichts und meine Danksagungen.

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