3-Faden-Superstretchnaht Juki MO-3500 Overlock

Die 3-Faden-Superstretchnaht mit der Juki MO-3500

In der Stichübersicht der Juki MO-3500 Sumato fehlt aktuell die 3-Faden-Superstretchnaht. Aber warum?

Overlocker, die nicht über eine Fadenspannung, sondern eine Fadenzuteilung verfügen, haben in der Regel keine Einstellung für eine so niedrige Fadenspannung/große Fadenmenge, damit sich der Greiferfaden komplett um die Stoffkante legen kann.

Hinweis: Der Quickguide von Juki wurde überarbeitet, die 3-Faden-Superstretchnaht sollte ab April enthalten sein. 

Sollte diese Naht in Ihrem Quickguide fehlen, können Sie bei Juki einen neuen Quickguide anfordern (mit Angabe der Seriennummer): info@myjuki.de

Was ist die 3-Faden-Superstretchnaht?

Die Naht dient zum Zusammennähen von zwei Stofflagen, die in der Länge eine sehr hohe Dehnbarkeit brauchen. Sie wird mit zwei Nadeln und einem Greiferfaden genäht. Der Obergreifer wird deaktiviert, nur der Untergreifer genutzt.

Vorteile:

Die Naht ist extrem dehnbar und man braucht nur einen Greiferfaden. Praktisch, wenn man von der gewünschten Farbe grad nur eine da hat.

Nachteil:

Die Naht ist in der Breite auch dehnbar, sie neigt also immer zu sichtbaren Fäden auf der rechten Stoffseite.

Wie fädelt man die MO-3500 für die 3-Faden-Superstretchnaht ein?

Wir haben verschiedenen Varianten getestet, aber die enorme Dehnbarkeit, wie man sie bei Overlockern mit Fadenspannung erreicht, schafft man bei der MO-3500 nur mit einem kleinen Trick. Das ist natürlich kein vom Hersteller so vorgesehener Fädelweg.

Sollte in Ihrem Quickguide diese Naht aufgelistet sein, testen Sie sie erst so, wie abgebildet. Reicht die Dehnbarkeit nicht, dann so wie hier:

Stichwahlregler auf A stellen. 

Linke Nadel – normaler Fädelweg

Rechte Nadel – normaler Fädelweg

Obergreifer – mit Konverter abdecken

Untergreifer – Fadenzufuhr übergehen:

Ehe der Untergreifer eingefädelt wird, wird die Fadenzufuhr abgeklebt. Dafür ein Stück Masking Tape über die rote Fädelwegmarkierung kleben. Den Faden hinten in die erste Führung einfädeln, über das Masking Tape legen und nach unten führen.

Achten Sie darauf, dass der Faden trotzdem innerhalb der Spannungsscheiben nach der Fadenzufuhr landet.

Die kleinen Spannungsscheiben erkennen sie gut, wenn Sie den Nähfuß anheben und absenken.

 

So sieht das Ganze dann eingefädelt aus. Den Spannungsregler für den Untergreifer stellen Sie auf Minus.

Dann kann es schon losgehen mit dem Nähen.

Die korrekte Verteilung

Da man bei der Juki MO-3500 die Spannung nur am Greifer nachregeln kann und nicht an den Nadeln, gelingt die 3-Faden-Superstretchnaht nicht immer perfekt. Im Idealfall sieht man die Fäden nicht, wenn der Stoff nur glatt gestrichen wird und leicht, wenn er gedehnt wird. Die sichtbaren Nadelfäden lassen sich mit einer normalen Fadenspannung (wie z.B. bei der Juki MO-2500) zwar nahezu komplett beseitigen, jedoch ist die Naht dann auch in der Länge nicht mehr so dehnbar.

Und dehnbar soll sie ja sein, sonst könnte man auch eine andere Naht verwenden.

Deshalb für die 3-Faden-Superstretchnaht auf jeden Fall in der linken Nadel die passende Farbe verwenden.

Spannung leicht erhöhen

Falls die sichtbare Fadenmenge doch mal zu groß sein sollte, kann man noch diesen kleinen Trick versuchen.

Wir haben hier einen bielastischen Lycra vernäht, extra mit Kontrastfarbe. Die Fadenmenge des linken Nadelfadens ist schon ziemlich groß.

Dann den linken Faden nehmen und nochmal nach hinten in den Schlitz ziehen. Er läuft also einmal um den Halter herum.

So kann man die Menge noch etwas reduzieren.

Sie müssen mit der Juki MO-3500 also nicht auf die 3-Faden-Superstretchnaht verzichten, auch wenn man zum Einfädeln etwas tricksen muss.

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