Was ist das “mtc” bei den BERNINA Overlockern?

 

 

Ein kleiner unscheinbarer Hebel, der so viel bewirken kann. Das ist das mtc von Bernina. Aber was macht es genau?

Sie finden diese Funktion an den beiden BERNINA Overlockern L450 und L460, aber auch an den älteren Overlockmodellen. Es bedeutet „micro thread control“ und das beschreibt eigentlich schon ganz gut, was das sogenannte mtc bewirkt. Es ist eine Art Feinabstimmung für das Garn.

Die Stichzunge, die normalerweise für den Rollsaum deaktiviert wird, kann bei BERNINA noch nach rechts und links verstellt werden. 

Wenn Sie den Nähfuß entfernen und den Hebel des mtc mal ganz in Richtung plus und minus verstellen, werden Sie sehen, wie sich diese Zunge bewegt.

Um zu verstehen, wie das mtc funktioniert, nehmen Sie am besten einen normalen Jersey zweilagig und nähen die Lagen zusammen, mtc dabei auf neutral (Mittelstellung). Hier links im Bild.

Dann nähen Sie den gleichen Stoff mit nur einer Lage (hier rechts im Bild). Vermutlich stehen nun Schlaufen über. Schieben Sie das mtc in Richtung minus, schon sind die Schlaufen weg. Ganz ohne Verändern der Fadenspannung, was bei Overlockern ohne mtc normal gemacht werden muss.

Der Vorteil des mtc ist also, dass sie die Schlaufen der Greifer verändern können, ohne an der Spannung herumzustellen. Besonders praktisch bei unterschiedlich vielen Stofflagen. Werden es mehr, mtc auf plus stellen (=mehr Faden), bei weniger Lagen mtc in Richtung minus verschieben (=weniger Faden). Klingt logisch, oder?

Und das Beste: Das hilft auch ungemein bei Rundungen. Nähen Sie Innenrundungen, mtc in Richtung minus verschieben, bei Aussenrundungen in Richtung plus. 

Rechts steht das mtc auf neutral, links wurde es auf minus gestellt.

Die beste Wirkung des mtc erreichen Sie bei einer Schnittbreite von 6-8 mm.

Nach ein paar Anwendungen werden Sie die Funktionsweise verinnerlicht haben und immer perfekte Overlocknähte erzeugen!

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