Fehlersuche bei Problemen mit der Cover

Janome Cover, Covertipps

Manchmal entstehen Fehlstiche, oder die Naht wird nicht so, wie sie eigentlich aussehen sollte. Dann beginnt die Fehlersuche.

Was wäre ein Nähratgeber ohne Tipps bei Problemen? Hier findet ihr eine Liste mit Lösungsvorschlägen. Die meisten davon sind bei der Arbeit an der Janome 2000 CPX entstanden. Sie gelten größtenteils auch für die älteren Modelle und viele können auch bei anderen Herstellern angewandt werden. Tipps für die Brother CV 3550 sind wegen dem Deckstich gesondert gekennzeichnet.

Stoff rutscht weg, Naht wird schief

Nähfußdruck ändern. Normalerweise bedeutet mehr Druck (Schraube rein) mehr Kontrolle. Ist er jedoch zu hoch, können sich Falten oder Wellen bilden.

Anderen Nähfuß verwenden. Mit dem Klarsichtfuß sieht man schneller, wenn sich der Stoff wegbewegt. Bei bestimmten Stoffarten ist jedoch das Plastik des Klarsichtfußes eher hinderlich.

Den Stoff mit den Händen rechts und links vom Fuß führen, nicht hinten ziehen.

Bügeln und Üben.

Saum verzieht sich

Ordentlich Bügeln und Stecken.

Differential anpassen, Fuß austauschen. Es kann sein, dass der Transporteur die untere Lage Stoff schneller transportiert als die obere.

Nähfußdruck verringern.

Bei dünnen Stoffen Avalon unterlegen.

Schlaufenbildung unten

Wird mit zwei Nadeln genäht, die Position wechseln. Die Nadeln so einsetzen, dass möglichst keine Stoffkante unter dem Fuß landet.

Prüfen, ob der Greiferfaden korrekt eingefädelt ist.

Entstehen die Schlaufen an den ersten Zentimetern der Naht, besser mit Ansatzstück arbeiten. Gerade, wenn die Naht bis zur Stoffkante perfekt sein muss, ist das eine gute Lösung. Die Naht auf einem Reststück beginnen und beenden, nach dem Nähen nicht ganz wegschneiden, sondern ein Stückchen dran lassen. So geht bis zur weiteren Verarbeitung auch nichts auf.

Richtige Nadeln eingesetzt?

Greifervorspannung:

Bei Janome:

2000CPX: TLC-Hebel umstellen. Mit „Tight“ ist man eigentlich auf der sicheren Seite, aber manchmal klappt es mit „Soft“ besser.

1000CPX : Schalter für feine und dünne Stoffe umstellen, hier die Auswahl von „T-Shirt“ auf „SweatShirt“ wechseln.

1000CP: Greiferspannung erhöhen oder reduzieren.

Bei Brother CV 3550:

In der Klappe befindet sich rechts aussen ein Hebel mit einer Feder. Bei Webware sollte der Hebel unten stehen, bei dehnbaren Stoffen oben.

Es bildet sich gar keine Naht

Der erste Blick gilt dem Greiferarm. Gerade, wenn man neu eingefädelt hat: Ist er wieder in seine Position zurückgeschoben worden?

Wenn ja, wo hängt der Unterfaden? Im Normalfall kann man ihn einfach ein Stück hinten hängen lassen, beim Losnähen wird er hochgeholt (Janome). Aber gerade Bauschgarn verheddert sich gern mal dabei. Daher bei problematischen Garnen entweder mit dem Handrad beginnen, oder mit einem kleinen Haken, zum Beispiel dem Teil von der Overlock, den Greiferfaden nach oben holen. Im besten Fall den Greiferfaden anknoten und durchziehen, nicht neu einfädeln.

Fehlstiche, ausgelassene Stiche

Richtige Nadeln eingesetzt? Nadeln beschädigt? Bei Brother CV 3550: HA1xSP versuchen.

Bitte prüfen, ob die Nadeln wirklich mit dem Schaft ganz oben sind.

Gebügelt? Gehämmert?

Nähfußdruck ändern.

TLC umstellen (Janome 2000 CPX).

Differential ändern. Grundsätzlich sollte man zwischen 1.0 und 1.25 beginnen. Bei dickeren Stoffen darfs auch etwas mehr sein. Dabei einfach dran denken, wie das Differential funktioniert.

Probelauf mit anderem Garn.

Auch hier Greifer checken, da kann sich auch mal was verheddert haben.

Neu einfädeln, Fädelweg prüfen.

Spannungsscheiben kontrollieren. Bei angehobenem Fuß sollte sich die rechte Scheibe nach außen bewegen lassen (z.B. mit der Pinzette).

Nähte gehen nach dem Waschen auf

Garnqualität. Zu alt? Zu dünn?

Übersehene Fehlstiche. Immer genau schauen, von beiden Seiten. Evtentuelle Fehlstiche auffangen und sichern, wenn man nicht auftrennen will.

Naht nicht dehnbar genug und überansprucht. Gerade am engen Halsausschnitt und Saum auf gute Dehnbarkeit achten.

 

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