Necchi overlock Testbericht

Necchi NL11C Overlock im Test Teil 1

Im Sortiment unserer neuen Marke Necchi findet sich eine Overlock, die mussten wir natürlich auch testen.

Die Fäden, die bei der Auslieferung der NL11C schon drin sind, haben wir zuerst mal entfernt. Anknoten ist nicht, wir wollen wissen, wie das Einfädeln ohne Hilfe klappt. Die schwierigste Arbeit, das Einfädeln beim Untergreifer, wird einem durch einen Hebel erleichtert. So muss man nicht umständlich durch die Maschine einfädeln. Vor dem Einfädeln haben wir uns aber erst mal das mitgelieferte Zubehör angesehen und da ist uns gleich der Platz in der Klappe aufgefallen:

Alle Halterungen in der Klappe sind „beschriftet“ und zwar so, dass man problemlos die Werkzeuge an die richtige Stelle bekommt. Ordnung lieben wir!

Rechts außen ist auch gleich noch der Kontakt zu sehen, denn die Necchi NL11C hat eine Sicherheitsfunktion: Sie näht nicht, wenn die Klappe nicht geschlossen ist.

Dann endlich Einfädeln und wir gestehen: Beim ersten Mal war der Untergreifer nicht richtig eingefädelt und es gab Fadensalat. Bei der Wiederholung haben wir gemerkt, dass man die Einfädelhilfe wirklich gut nach links schieben muss, bis es klickt. Dann passt es auch.

Praktischerweise ist die Reihenfolge für das Einfädeln auf der Overlock notiert:

In der Klappe sind Zeichnungen, so dass man ziemlich schnell ohne Einleitung vorwärts kommt. Die ist digital, in einer App oder als PDF zum Herunterladen.

Ein paar Probenähte auf einem Stoffrest, ein bisschen die Spannung optimieren, die 4-Faden-Sicherheitsnaht war kein Problem mit der Necchi. Hier haben wir ein Top aus Baumwoll-Singlejersey mit einer einfachen Einfassung genäht (hier erklärt). Im Anschluss dann das Gleiche nochmal aus Rippjersey.

Bei der Rippenvariante haben wir unten die Kante eingefasst. Die Necchi näht auch mit der 4-Faden-Sicherheitsnaht gut auf einer Lage, wenn man die Spannung an den Nadeln etwas senkt. Gewellt hat sich nichts und wir konnten gleich das schöne Beenden probieren (hier erklärt). Da sich die Stichzunge einfach nach vorne ziehen lässt, klappt das sehr gut. Beim nächsten Mal versenken wir dann auch das Messer.

Der Rest der zwei Shirts wurde mit der Nähmaschine genäht. Schnittmuster: Fanelaki von Einfach nähen.

Hemd

Für das nächste Projekt brauchen wir eine andere Farbe, also wieder einfädeln.

Angefangen mit der 1, ist genau so einfach, wie es aussieht.

Bei der 2 sind es schon mehr Haken und Ösen und dann kommt ja noch der Teil mit der Einfädelhilfe. Aber wie oben schon erwähnt, sobald man ein mal gespürt hat, wann der Hebel weit genug nach links gedrückt ist, klappt das auch einwandfrei.

Eine Nadel raus und schon kann versäubert werden.

Differenzialtransport nutzen

Der Differenzialtransport ist ja nicht nur dazu da, Wellen oder Stauchen auszugleichen, man kann ihn auch zum absichtlichen Stauchen nutzen.

Die Saumkante des Hemdes ist leicht gerundet, daher haben wir an den betreffenden Stellen beim Versäubern den Differenzialtransport leicht erhöht. So lässt sich die Rundung später leichter umbügeln. Das klappt bei der Necchi gut, da der Regler für den Differenzialtransport links hinten an der Maschine praktisch in Griffweite ist. Man spürt auch, wenn man was verstellt, muss also ziemlich schnell nicht mehr auf die Skala schauen.

Abschaltbares Messer

Wie oben schon erwähnt, sollte man beim Versäubern in der Runde das Messer besser abschalten, wenn man an den Anfang kommt. Auch das geht bei der Necchi Overlock ganz einfach, der Schalter befindet sich vorne links. Dabei kann man wählen, ob das Messer oben bleiben soll, um es als Führung zu nutzen, oder lieber unten, damit man mehr sieht.

Freiarm

Für den Ärmel eines Herrenhemdes braucht man ja nicht wirklich einen Freiarm, aber wenn er schon mal da ist … Jede geschlossene Röhre lässt sich schöner nähen, wenn der Stoff direkt hinter dem Nähfuß nach unten geführt werden kann.

Was die Lagen angeht, hat die Necchi sich bis jetzt nicht beeindrucken lassen. So haben wir alle offenen Kanten an dem Herrenhemd versäubert, je nach Naht mal eine oder auch mehrere Lagen zusammen.

Rollsaum

Für unsere selbstgenähten Weihnachtskugeln brauchten wir noch passende Schleifen und da ist man mit Selbernähen ja doch sehr flexibel. Also gab es wieder mal Schleifenband mit Rollsaum. Die Necchi Overlock kann diesen wahlweise mit drei oder zwei Fäden nähen.

Die Einstellungen für den Rollsaum sind in der Anleitung als Tabelle zu finden und so hat es mit dem 3-Faden-Rollsaum ziemlich schnell geklappt, hier mit schwarzem Bauschgarn und Glitzergarn.

Die Obergreiferabdeckung (oder der Konverter) ist ziemlich einfach zu montieren. Dann wird nur im Untergreifer und eine Nadel eingefädelt, schon kann man einen sehr schmalen Rollsaum mit nur zwei Fäden nähen.

Mit Madeira Aeroflock im Greifer und Aerolock in der Nadel (weiß) ist an dem feinen Gewebe ein schöner Abschluss entstanden. Die anderer Seite des Bandes haben mir mit Madeira Glamour No. 8 genäht, aber dieses Garn ist für einen 2-Faden-Rollsaum zu dick, finden wir. Daher haben wir hier auf den 3-Faden-Rollsaum gewechselt. Die Kombination Glamour und Siebdruckgewebe (unser Organza-Ersatz) ist nicht so optimal, dafür hat die Necchi wirklich ein gutes Nahtbild hinbekommen. Die Fäden sind nie gerissen.

Die Bänder verzieren nun die selbstgenähten Weihnachtskugeln:

Ehe wir uns wieder dem Thema Kleidung widmen, durfte die Necchi Overlock noch schnell beim Quilten helfen:

Wir versäubern unsere Quilts nach dem Zuschneiden des Sandwiches gerne mit der Overlock. Dann lässt sich das Binding viel schöner annähen. Deckenquilts waschen wir auch schon mal gerne vor dem Binding, damit das bei der ersten Wäsche nicht so verschrumpelt.

Das war hier nicht der Fall, der Quilt kommt ungewaschen an die Wand. Aber wir konnten gleich mal das schöne Nähen von Ecken üben, wie hier erklärt: Ecken mit der Overlock.

Diese Technik klappt super mit der Necchi NL11C und auch das Übernähen am Ende funktioniert wie gewünscht. Das Zuppeln unterm Nähfuß und Zurückziehen der Fäden stört sie überhaupt nicht.

Eingefädelt haben wir jetzt oft genug, das geht schon im Schlaf und wir wollen jetzt mal an die Wintergarderobe. Damit gehts im nächsten Teil weiter.

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6 hours ago

Mit dem automatischen Messer ist die Juki MO-3500 einfach eine revolutionäre Overlock - aber in unserem Test muss die zeigen, was sie sonst noch drauf hat.
Lest den Bericht jetzt auf www.naehratgeber.de oder geht über das Story-Highlight „Testberichte“.
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Mit dem automatischen Messer ist die Juki MO-3500 einfach eine revolutionäre Overlock - aber in unserem Test muss die zeigen, was sie sonst noch drauf hat. 
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Keine Angst vor Knopflöchern!
Wenns mit dem Nähen nicht klappt, kann man sie immer noch sticken. Wie einfach das geht, kann @einfach_carmelo jetzt berichten und ihr könnt direkt mal zusehen. Wir lassen übrigens die Stickmaschine das Knopfloch auch gleich aufschneiden.

Ihr wollt das Freebie? Wie man ran kommt, erklären wir im Video.

#stickmaschine #nähratgeber #nähpark
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Keine Angst vor Knopflöchern! Denn wenn die Nähmaschine es nicht mehr packt, kann man sie immer noch sticken.
Seit @einfach_carmelo stickifiziert wurde, standen die Knopflöcher bei ihm auf dem Plan, aber leider gab es kein passendes zu den gewünschten Knöpfen.
Das hat er von uns jetzt bekommen und da es auf Anhieb geklappt hat, dachten wir, es wär mal wieder Zeit, über Knopflöcher zu sprechen.
Warum sollte man die sticken?
Wo finde ich Knopflochdateien?
Kann das jede Stickmaschine?
Oder habt ihr noch andere Fragen dazu?

Dann sehen wir uns am Dienstag um 20 Uhr hier auf Instagram. Speichert euch über die Story gleich den Countdown! Und vielleicht springt ja für euch auch ein Knopfloch dabei raus 😉
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