Die Super Universal-Nadel von Schmetz

Endlich keine verklebten Nadeln mehr. 

Wer kennt das nicht? Man näht oder stickt mit verschiedenen Vliesen oder Klebern und nach ein paar Stichen fangen die Probleme schon an. Es entstehen Fehlstiche, weil die Nadel verklebt ist.

Die neue Super Universal von Schmetz löst dieses Problem durch eine besonders gleitfähige Antihaft-Beschichtung mit NIT (Nickel-Phosphor-PTFE).

Diese Beschichtung ist anfangs dunkel, wird aber mit der Zeit heller. Die Wirkung ändert sich dadurch nicht. Allerdings sollten neue Nadeln ca. 50 cm auf einem Stoffrest eingenäht werden, um eventuelle Rückstände zu entfernen.

Die leicht verrundete Spitze ermöglicht es, auf fast allen Materialien damit zu nähen. Der verstärkte Schaft sorgt für Stabilität auch bei mehreren Lagen fester Stoffe.

Durch das extra große Öhr (das Öhr einer 70er Super Universal entspricht dem einer 90er Universal) kann die Super Universal problemlos auch zum Sticken verwendet werden.

Wir haben die Super Universal bereits in verschiedenen Näh-, Stick-, Overlock- und Coverlockmaschinen getestet (die für das System 130/705H ausgelegt sind) und sie macht ihrem Namen „Super Universal“ alle Ehre, sie ist nahezu universell einsetzbar.

Vorsicht ist allenfalls bei feinen weißen Stoffen wie für Blusen oder Hemden angebracht. Hier sollten keine frische Super Universal verwenden, da die Beschichtung zu dunklen Einstichstellen führen kann. Die verschwinden meist beim Waschen wieder.

Sticken mit der Super Universal

Unter anderem haben wir das Verhalten beim Sticken verglichen:

Für diesen Test haben wir mit der Pfaff Creative Icon im kleinen Rahmen auf echtem Leder gestickt.

Als Sprühkleber wurde Mettler Webbond verwendet.

Das Leder wurde kräftig mit Kleber eingesprüht, mehr als für die normale Anwendung nötig.

Hier sieht man, dass großflächig gearbeitet wurde, das Leder klebt komplett im Rahmen.

Der Rahmen musste danach gereinigt werden, das geschieht am besten mit Goo Away von Mettler.

Die Motive wurden mit verschiedenen Nadeln gestickt. Hier sehen Sie eine normale Sticknadel von Schmetz.

Nach wenigen Stichen befanden sich bereits Klebereste an der Nadel, an denen der Faden hängen blieb. Schlaufen waren die Folge.

Auch die Topstitch-Nadel von Schmetz kam zum Einsatz. Hier bildeten sich Schlaufen während des Stickens, die sich im Stichbild bemerkbar machten. Teilweise kam der Unterfaden zum Vorschein.

Mit der Super Universal dagegen gab es weder Schlaufen noch Fadenbruch.

Diese Stickmotive sind nur ein paar Zentimeter groß und gerade dann kommt es auf ein optimales Ergebnis an.

Die Super Universal hat in diesem Test voll überzeugt.

Zur Menge des Klebers: Die Schere, mit der die Minimotive anschließend ausgeschnitten wurde, brauchte auch eine Reinigung.

Für den normalen Gebrauch ist diese Menge an Kleber nicht nötig, dies diente nur zu Testzwecken.

Erkennungsmerkmale

Durch die dunkle Beschichtung ist es leider nicht möglich, die typische Farbringmarkierung von Schmetz aufzutragen. Verwechslungsgefahr besteht trotzdem nicht:

Die Stärken sind eingeprägt. Sortenmäßig gibt es in dieser Farbe nur die JLx2 von Schmetz und die Anti-glue von Organ.

Die JLx2 ist allerdings kürzer als die Super Universal (und hat keine Antihaft-Wirkung, die dunkle Farbe kommt nur von einer Brünierung) und die Anti-glue hat das sichtbar kleinere Öhr bei ähnlicher Nadelstärke.

Wer trotzdem nicht gern sucht: Hier geht es zu unserem Nadelkissen und in diesem Beitrag sehen Sie, wie sie es Ihrem Nadelbestand anpassen können.

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