BROTHER Innov-is F400 – unser Testbericht

Was kann die F400 wirklich?

In der Ausgabe 11/2019  der Stiftung Warentest wurden mal wieder Nähmaschinen getestet. Den ersten Platz ergatterte sich die BROTHER Innov-is F400.

Dies haben wir natürlich gleich mal zum Anlass genommen und uns auch ausführlich mit der F400 beschäftigt.

Die F400 bildet den Einstieg in die F-Serie von Brother, welche mit den Modellen F410 und F420 weitergeführt wird. Von Funktionsprinzip und dem Korpus gleich, gibt es ein paar Unterschiede:

Das Modell Innov-is F410 hat 104 Nähprogramme (statt 40), ein Knopfloch mehr und das Knopfannähprogramm. Zum Beschriften besitzt die F410 4 Alphabete und die persönlichen Einstellungen können gespeichert werden. Für veränderte Stiche sind 3 Speicherplätze vorhanden.

Das Modell BROTHER Innov-is F420 geht noch ein bisschen weiter: Mit einen Kniehebel ausgestattet ist es möglich, die Hände am Stoff zu belassen, wenn der Nähfuß angehoben werden muss und der Nähfußdruck wird elektronisch statt mechanisch angepasst. 185 Stiche, 5 Schriften und 10 Knopflöcher sind eine reichliche Ausstattung, zudem können eigene Stiche erstellt und gespeichert werden (15 Speicherplätze). Mit einem Tastendruck springt sie zurück an den Anfang des Musters.

Dies sind alles Komfortfunktionen, die Näheigenschaften sind bei allen Modellen gleich. Es ist also egal, für welches Modell der F-Serie Sie sich interessieren, die wichtigsten Informationen sind hier zusammengefasst. Zudem gibt es noch weitere F-Modelle: F440E, F460 und F480. Da diese sich in noch mehr Punkten unterscheiden, haben wir sie der Übersichtlichkeit wegen am Ende des Beitrag aufgelistet.

Bitte beachten Sie: Die Testergebnisse, Bewertung und Beurteilung von Stiftung Warentest gelten nur für das Modell F400. Für alles Weitere müssen Sie sich auf unser Urteilsvermögen verlassen.

Die Basics

Ob Nähanfänger oder Profi, die Bedienung einer BROTHER Nähmaschine gelingt fast jedem intuitiv und leicht. Die Fädelwege sind markiert, alle Bedienelemente gut zu erreichen. Sowohl die Tasten als auch das Bedienfeld der F400 (kein Touchscreen) reagieren immer zuverlässig und ohne Druck. Wer seine Bedienungsanleitung nicht immer griffbereit hat, kann bei auftauchenden Fragen (und natürlich auch ohne) einfach in der BROTHER Support App nachsehen. Dort finden Sie neben der Bedienungsanleitung auch die FAQs, den Zubehörkatalog und Empfehlungen für die Stoff-Nadel-Kombination.

Unseren Beitrag über die Support-App finden sie HIER.

Wie man eine Brother Nähmaschine einfädelt, zeigen wir auf unserem Youtube-Kanal.

Unterfaden aufpulen, einfädeln, los geht’s!

Sie brauchen nur Stoff und Garn. Die F400 kommt mit vier Spulen, einem Satz Nadeln und auch einer Zwillingsnadel. Selbstverständlich auch mit einem zweiten Garnrollenhalter.

Im Geradstich besticht die Innov-is F400 durch ein angenehmes Nähgeräusch, eine ausreichende Geschwindigkeit und eine angenehme Haptik. Das Fußpedal reagiert zuverlässig und bei langen Strecken kann mit der Start-Stopp-Taste genäht werden. Über eine Taste kann eingestellt werden, in welcher Nadelstellung die Maschine anhält. Besonders, wenn der Stoff oft gedreht werden muss, zeigt es sich als hilfreich, wenn beim Anhalten die Nadel immer im Stoff steckt.

Standardmäßig ist nach dem Einschalten der Stich Nr. 1 aktiviert.

Drücken Sie auf dieses Symbol mit der Nadel links (zweite Reihe, ganz rechts), schaltet die Maschine auf den Stich Nr. 3 als Standard um. Nach dem Einschalten steht die Nadel dann immer in der mittleren Position.

Drücken Sie die Vernähtaste (mit dem Kreis), näht die Maschine vier mal auf der Stelle und hält dann an (auch wenn Sie weiterhin auf der Taste bleiben). Die Taste mit der Schere erscheint logisch, durch sie wird der automatische Fadenschnitt betätigt.

Links am Gehäuse befindet sich der Hebel für den integrierten Einfädler, der den Faden mit einem Schwung durch das Öhr befördert. Bitte beachten Sie hier, dass er laut Bedienungsanleitung erst ab Nadelstärke 75 benutzt werden kann. Übrigens, alle Modelle der F-Serie kommen mit einer stabilen Kofferhaube. So sind sie bei Nicht gebraucht vor Staub geschützt und auf Reisen sicher verwahrt.

Was haben wir genäht?

Filzbäumchen

Die gestickten Glitzerbäumchen (Datei HIER) haben wir mit der F400 zusammengenäht. Der dicke Filz war kein Problem und der Nähfuß N hat es ermöglicht, genau entlang des Satinstichs zu nähen.

Gequiltetes Kissen

Nach den ersten normalen Nähversuchen wurde gleich etwas gequiltet. Der Fuß dazu kann optional gekauft werden: Freihandnähfuß.

Alle Näharbeiten an der Kissenhülle hat die F400 zuverlässig gemeistert.

Zuerst wurden die Streifen mit einem Geradstich zusammengenäht, dann das Top gequiltet (mit versenktem Transporteur). Vorder- und Rückseite wurden mit einem Zickzackstich verbunden, dann mit Schrägband eingefasst. Die genaue Anleitung für die Kissenhülle finden sie HIER.

Karobluse

Den Hemdkragen zu nähen war eine Freude. Durch den transparenten Einsatz am Nähfuß J (Standardfuß) ist genau zu erkennen, wo man gerade näht.

Und die Rückwärtstaste reagiert stichgenau. Kein Extrastich, kein Wendestich, wird sie gedrückt, näht die F400 sofort rückwärts. Alle Stoffkanten wurden mit den Versäuberungsstichen 10 oder 11 und dem Nähfuß G eingefasst.

Der Saum und die Versäuberung der Blende wurden mit dieser Technik genäht: Der Baby-Saum. Hier war der mitgelieferte Blindstichfuß eine tolle Erleichterung, um knapp an der Kante zu nähen.

Der Knopflochfuß funktioniert gut, an der unterschiedlich dicken Blende konnte mit einer dünnen Hebamme ausgeglichen werden.

Den Knopfannähfuß bringt die F400 auch gleich mit, somit haben wir auch gleich mal alle Knöpfe damit befestigt.

Vicky von Pattydoo

Es entstand auch eine Kosmetiktasche (Schnittmuster Vicky von Pattydoo, Freebook). Sie wurde aus Polsterstoff genäht, die Laschen sind aus nicht gerade dünnem Gurtband. Die Stelle mit zwei Lagen Gurtband, Reißverschluss und vier Lagen Polsterstoff hat die F400 fehlerfrei übernäht, selbst mit dem Reißverschlussfuß. Wir haben lediglich den Höhenunterschied hinter dem Nähfuß mit einer Hebamme ausgeglichen.

Einen Beitrag zum Thema Hebamme finden Sie HIER.

Das Stickmotiv besteht aus integrierten Buchstaben aus der BERNINA V8 und unserer Fringe-Stickserie "Franzy".

Der Obertransportfuß

Dieser Nähfuß muss separat erworben werden. Mit ihm können unterschiedliche Stofflagen oder klebrige Oberflächen besser transportiert werden. Wir finden ihn allerdings sehr laut.

Obertransportfuß BROTHER

Unser Fazit zur F400:

Die BROTHER Innov-is F400 ist eine zuverlässige und komfortable Nähmaschine mit ausreichender Ausstattung für vielerlei Nähtechniken. Sie ist leicht zu bedienen und zu transportieren und verarbeitet auch schwere Materialien sicher. Ob Nähanfänger oder passionierter Hobbyschneider, sie bietet für jeden etwas. Wer jedoch gerne noch was beim Bedienkomfort drauflegen möchte, der sollte sich nach den weiteren Modellen der F-Serie umsehen.

Vergleich mit anderen Herstellern in der gleichen Preisklasse:

Für einen gerechten Vergleich sollte man unserer Meinung nach in der gleichen Preisklasse bleiben. Daher haben wir hier mal fünf Modelle ausgewählt, die im Bereich einer Differenz von 30 Euro liegen (Stand Januar 2020):

Auch aus diesen fünf Modellen sticht die BROTHER Innov-is F400 heraus. Sei es bei der Ausstattung (Einfädler, Fadenschere, Display) oder bei der Stichbreite (7 mm statt 5,5). Bei gleicher Ausstattung finden wir das Nahtbild besser oder die Bedienung komfortabler.

Wie sie selbst einen Produktvergleich ausführen können, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag: Der Produktvergleich im Nähpark Onlineshop.

Weitere Modelle der F-Serie:

F440 E: Die reine Stickmaschine mit einem Stickbereich von 13x18 Zentimetern.

F460: Funktionen, die ab diesem Modell dazukommen sind unter anderem die elektronisch geregelte Oberfadenspannung und der Quertransport.

F480: Die Kombination aus Nähmaschine und Stickmaschine. Sie bietet als einzige Nähmaschine der F-Serie einen Unterfadenwächter.

Welche BROTHER Innov-is F wäre nun Ihre?

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